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Dieter Klamann

deutscher Hochschullehrer, Chemiker, Manager From Wikipedia, the free encyclopedia

Dieter Klamann (* 27. Mai 1924 in Berlin; † 18. Januar 2021 in Hamburg) war ein deutscher Hochschullehrer der Chemie und Manager in der Mineralölwirtschaft.[1]

Leben und Wirken

Ausbildung und akademische Laufbahn

Klamann studierte von 1945 bis 1951 an der Technischen Universität Wien Chemie und erwarb in dieser Zeit dort den Abschluss als Dipl.-Ing. sowie erlangte die Promotion. Bis 1954 blieb Klamann als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Chemisch-Organische Technologie. Im gleichen Jahr ging er zurück nach Berlin und baute an der dortigen Technischen Universität als Oberassistent die chemisch-technologische Abteilung auf. Seine Habilitation erfolgte 1957, anschließend wurde er 1958 Privatdozent. Seine Forschungsarbeit konzentrierte er auf den Bereich Kohlenwasserstoffchemie und hielt ab 1960 Vorlesungen in Petrochemie. 1965 wurde er außerplanmäßiger Professor für Angewandte Organische Chemie an der TU Berlin und übte diese Tätigkeit bis 1985 aus. Ab 1966 war zeitgleich Inhaber des Lehrauftrags über Petrochemie an der Universität Hamburg, ab 1979 war er auch dort Professor.[2]

Tätigkeit in der Industrie

1960 übernahm er für die damalige Esso AG in Hamburg die Leitung der Forschungslaboratorien in Hamburg-Harburg. 1967/68 arbeitete er ein Jahr in der amerikanischen Zentrale der Muttergesellschaft, 1968 wurde Klamann Hauptbereichsleiter Forschung und Mitglied der Geschäftsleitung. Nach der Verlagerung der Entwicklungstätigkeit durch Exxon 1982 aus Hamburg ins Ausland wurde er bis zur Pensionierung 1985 Sonderbeauftragter des Vorstandes. 1970 wurde er Obmann des Fachausschusses Wasser und Erdöl der DGMK und dort von 1971 bis 1986 ebenfalls Vorsitzender des Fachausschusses Mineralöl- und Brennstoffnormung (FAM).[3] Klamann war Vertreter der Mineralölindustrie im Rahmen des ab 1971 aufgelegten deutschen Umweltprogrammes. In der Kommission Reinhaltung der Luft vertrat er seine Branche beim deutschen Benzinbleigesetz.[4][5]

Persönliches

Klamann lebte seit den sechziger Jahren im Hamburger Stadtteil Hausbruch.[6] Er war verheiratet und hat 2 Söhne; Jörg-Dieter Klamann ist ebenfalls Chemiker und lebt in Australien.[7] Klamann engagierte sich seit 1980 ehrenamtlich im Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) und war Jurymitglied und Sprecher für deren Energie- und Umweltpreis.[8]

Ehrungen und Auszeichnungen

  • Karoline-und-Guido-Krafft-Medaille der TH Wien
  • Beuth-Ehrenmedaille der DMG
  • Bundesverdienstkreuz
  • 1986: Ehrenmitglied der DGMGK[9]
  • 2020: Platin Diplom als Dipl.-Ing. sowie Platin Promotion an der TU Wien, beides als erster Chemiker

Werke

Darüber war Klamann Mitverfasser und Autor in zahlreichen Fachveröffentlichungen.[10]

Einzelnachweise

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