Dimethylsilandiol

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Dimethylsilandiol (DMSD) ist eine chemische Verbindung und gehört zu den Silanolen. Es ist ein Derivat von Monosilan und das Siliciumanalogon des instabilen Propan-2,2-diol.[4]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Dimethylsilandiol
Allgemeines
Name Dimethylsilandiol
Andere Namen
  • Dihydroxydimethylsilan
  • DMSD
  • D(OH)2
Summenformel C2H8O2Si
Kurzbeschreibung

farblose Plättchen[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1066-42-8
EG-Nummer 213-915-7
ECHA-InfoCard 100.012.651
PubChem 14014
ChemSpider 13396
Wikidata Q1225753
Eigenschaften
Molare Masse 92,17 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

99–100 °C[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Darstellung und Gewinnung

Dimethylsilandiol wird durch Hydrolyse von Dichlordimethylsilan hergestellt.[1][5]

Eigenschaften

Dimethylsilandiol ist ein farbloser Feststoff mit einem Schmelzpunkt von 99–100 °C.[1][2] Es polykondensiert leicht zu Polydimethylsiloxanen.

Der log KOW beträgt −0,41.[6]

Verwendung

Dimethylsilandiol zählt zu den chemischen Stoffen, die in großen Mengen hergestellt werden („High Production Volume Chemical“, HPVC) und für die von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eine Datensammlung zu möglichen Gefahren („Screening Information Dataset“, SIDS) in Vorbereitung ist.[7] Dimethylsilandiol ist kommerziell nicht erhältlich.[8] Es wird zur Herstellung von Siliconen verwendet.[5]

Biologische Bedeutung

Hexamethyldisiloxan, Octamethylcyclotetrasiloxan und Decamethylcyclopentasiloxan können in Tieren zu Dimethylsilandiol metabolisiert werden. Bei Menschen wurden ähnliche Stoffwechselwege wie in den Tierversuchen gefunden.[8][9] Zudem ist Dimethylsilandiol ein mögliches Hydrolyseprodukt von Polydimethylsiloxan-Ketten.

Literatur

Einzelnachweise

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