Dinu Patriciu
rumänischer Architekt, Geschäftsmann und Politiker
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Dinu Patriciu (* 3. August 1950 als Dan Costache Patriciu in Bukarest, Volksrepublik Rumänien; † 19. August 2014 in London) war ein rumänischer Politiker und auch im Bankwesen, Immobilienmarkt und im Ölgeschäft tätig. Von Beruf war er Architekt und gründete nach 1990 das erste Handelsunternehmen in Rumänien.[1]
Biographie
Dinu Patriciu war Anfang 1990 Gründungsmitglied bei der Neugründung der Partidul Național Liberal (Nationalliberale Partei). Schon gleich danach verließ er die Partei und trat dem Kabinett Roman II bei.[2] 1994 war Patriciu der einzige rumänische Politiker, der sich für die Rückkehr von König Michael I. nach Rumänien einsetzte.[3] In den Wahlperioden 1990–1992, 1992–1996 und 2000–2003 war Patriciu als Abgeordneter im rumänischen Parlament tätig, zog sich aber 2003 aus der politischen Tätigkeit zurück.[4]
Patriciu galt nach der rumänischen Revolution von 1989 in Rumänien als Neoliberaler, der sich auf den Staat stützte. Im Jahre 2007 verkaufte er 75 % seiner Anteile von Rompetrol an das kasachische Unternehmen KazMunayGas und wurde damit zum reichsten Unternehmer Rumäniens.[5]
2011 wurde Patriciu Eigentümer der Ladenkette Mic.ro mit 850 Filialen, wobei das Unternehmen 2012 Insolvenz anmelden und in Folge den Geschäftsbetrieb einstellen musste.[1]
Politische Zugehörigkeiten
Dinu Patriciu war 1993 auch Mitglied der Partidul Liberal 1993 (PL '93) und auch Mitglied des Partidul Național Liberal-Aripa Tânără (PNL-AT).[6] Im Jahr 1996 kandidierte er als Vertreter der PL '93 für das Amt des Bürgermeisters von Bukarest, blieb aber ohne Erfolg.[1]