Division Staufen

neonazistische Oi!-Band From Wikipedia, the free encyclopedia

Division Staufen war eine Anfang der 2000er Jahre im Landkreis Göppingen gegründete, rechtsextreme Musikgruppe.

Geschichte

Die Band veröffentlichte im Jahr 2003 ihre Demo-CD-R Wir sind das Volk auf welcher fünf Lieder enthalten waren. Im folgenden Jahr erschien das Debütalbum Fiktion oder Realität bei RACords.

Die Band hatte in der Zeit ihres Bestehens eine Vielzahl von Konzertauftritten, vorwiegend in Baden-Württemberg, und spielte dabei vor Publikum, das sich vorwiegend aus der rechtsextremen Skinheadszene zusammen setzte.

Spätestens im Jahr 2007 wurde die Band nach etwa sechsjährigem Bestehen inaktiv, der Sänger Thomas war fortan als Sänger der wieder reaktivierten Rechtsrockband „Carpe Diem“ aus dem Raum Stuttgart tätig.

Bis ins Jahr 2010 beschäftigte die polizeiliche Auflösung eines Konzertes mit drei Rechtsrockbands im damaligen Proberaum der Band Division Staufen in Eybach bei Geislingen die Verwaltungsgerichte in Baden-Württemberg. Vier Rechtsextreme, darunter Bandmitglieder, klagten gegen die Auflösung des Skinheadkonzertes zu dem etwa 120 Besucher erschienen waren. Am Ende wurde die Auflösung vom Verwaltungsgerichtshof am 12. Juli 2010 als rechtmäßig eingestuft und auf feuerpolizeiliche Gründe die die Auflösung des Konzerts rechtfertigen verwiesen.[1]

Stil und Texte

Das Buch Perspektives on German Populär Music (2017 bei Routledge erscheinen) verortet die Musik der Band im Bereich Oi!.[2] Inhaltlich drehten sich die Lieder der Rechtsrockband Division Staufen sowohl auf ihrer Demo-CD als auch auf ihrer Debütscheibe um die klassischen Themen, die häufig im Rechtsrock besungen werden. Beispielsweise wurde der Stolz auf die Heimat besungen, gegen die Politik der gewählten etablierten Parteien, Gesellschaftskritik und einen vermeintlichen politischen Kampf gegen das System der Bundesrepublik Deutschland.

Verfassungsschutz

Die Division Staufen wurde während ihrer aktiven Zeit von 2002 bis 2007 mehrfach in den Verfassungsschutzberichten von Niedersachsen und Baden-Württemberg genannt.[3] Der Verfassungsschutzbericht des Landes Niedersachsen erläutert:

„Im Laufe der Jahre sind die Liedtexte politischer geworden. Im Mittelpunkt stehen Rassismus, Antisemitismus, Gewaltverherrlichung und agressive Menschenverachtung - rechtsextremistische Ideologieelemente, die über die emotionale Ansprache aufgenommen werden. Die Namen vieler Bands sind Programm. Bandnamen wie Blitzkrieg, Division Staufen, Nordfront und Stahlgewitter symbolisieren die Affinität der Szene zum Nationalsozialismus und zum "Dritten Reich".“

Verfassungsschutzbericht 2003 Niedersachsen, S. 28 und 29

Diskographie

Alben

  • 2003: Wir sind das Volk, Demo CD
  • 2004: Fiktion oder Realität, RACords

Sampler

  • Süddeutscher Nachwuchs - Best of Schwarze Sonne Versand, Schwarze Sonne Versand[4]
  • 2009: BRD vs. Deutschland, NPD-Sampler

Einzelnachweise

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