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Dorfkirche Bösdorf (Oebisfelde-Weferlingen)

Kirchengebäude in Oebisfelde-Weferlingen, Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt From Wikipedia, the free encyclopedia

Die evangelische Kirche St. Margarethen ist eine im Kern romanische, historistisch umgebaute Saalkirche im Ortsteil Bösdorf von Oebisfelde-Weferlingen im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Kirchengemeindeverband Rätzlingen im Kirchenkreis Haldensleben-Wolmirstedt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

St. Margarethen in Bösdorf

Geschichte und Architektur

Die nach Norden ausgerichtete Kirche ist ein Rechtecksaal mit östlichem Flankenturm und Nordapsis. Das Bauwerk ist ein im Kern mittelalterlicher Bruchsteinbau. Der Turm und Teile der östlichen und westlichen Schiffsmauer stammen von einer romanischen Chorturmkirche. Anstelle der mutmaßlichen Apsis befindet sich heute das Ostportal. Das Schiff wurde in den Jahren 1905–1908 nach Süden und Osten verlängert und mit einer romanisierenden Apsis ausgestattet. Bei einer Verkürzung des Turms in den Jahren um 1950 wurde ein Rautenhelm als Abschluss aufgesetzt.

Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 84785 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt registriert.[1]

Ausstattung

Im Innern zeigt das Bauwerk einen verbretterten Dachstuhl. Das Innere wurde im Jahr 1992 neu ausgemalt. Eine große Südempore und eine kleinere Ostempore sind mit der kleinen, in den Turmraum eingepassten Orgel versehen, die von Wilhelm Rühlmann senior aus Zörbig im Jahr 1910 geschaffen wurde. An den Emporen sind zwei wiederverwendete, beschnitzte Balken aus dem Vorgängerbauwerk mit den Jahreszahlen 1596 und 1695 erhalten. Das Gestühl stammt aus dem Jahr 1908 und ist einem barocken Kastengestühl nachempfunden. Zwei figürliche Farbglasfenster aus der Bauzeit zeigen Brustbilder von Jesaja und Johannes dem Evangelisten und wurden von der Glasmalereianstalt Ferdinand Müller aus Quedlinburg geschaffen.

Zwei Bronzeglocken, die eine von 1478 und die andere von Heinrich Borstelmann 1618, bilden das Geläut. Ein spätgotischer Holzkruzifixus aus dem 15. Jahrhundert ist deponiert. Die Orgel ist ein Werk der Firma Rühlmann (Zörbig) aus dem Jahr 1908 mit 13 Registern auf zwei Manualen und Pedal.[2]

Umgebung

Am Zugang zum Kirchhof befindet sich ein Pfeiler mit Bibelsprüchen und der Jahreszahl 1729. Denkmale erinnern an die Gefallenen der Kriege von 1813–1815 sowie des Ersten und des Zweiten Weltkriegs.[3]

Literatur

Einzelnachweise

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