Wikiwand AI

Dorfkirche Kistritz

Kirchengebäude in Kistritz, Teuchern, Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt From Wikipedia, the free encyclopedia

Die evangelische Dorfkirche Kistritz (auch: St. Trinitatis) ist eine im Kern mittelalterliche, barockisierte Saalkirche im Ortsteil Kistritz von Krauschwitz (Teuchern) im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Pfarrbereich Teuchern im Kirchenkreis Saale-Unstrut der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Dorfkirche Kistritz

Geschichte und Architektur

Die Kirche Kistritz ist eine ursprünglich mittelalterliche Chorturmkirche, von welcher der spätromanische Turm und der östlich anschließende frühgotische Rechteckchor mit einer Dreifenstergruppe in der Ostwand erhalten sind. Der Turm wurde im 15. Jahrhundert mit einem Glockengeschoss aus verbrettertem Fachwerk mit Spitzhelm abgeschlossen.

Der Chor und die Turmhalle sind mit einem Kreuzgratgewölbe geschlossen; ein geräumiges, von den älteren Gebäudeteilen abgetrenntes, flachgedecktes Kirchenschiff aus den Jahren 1690–96 mit einheitlicher bauzeitlicher Ausstattung schließt sich an. Die dreiseitige Empore zeigt gemalte biblische Szenen in den Brüstungsfeldern.

Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 66170 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt registriert.[1]

Ausstattung

In den ehemaligen Triumphbogen ist ein Kanzelaltar eingepasst, der von einer Pilasterarchitektur mit gesprengtem Giebel gerahmt wird; der Kanzelkorb ist mit kräftigen Voluten verziert, darunter befindet sich ein kleines Abendmahlsbild. Seitlich des Altars befinden sich konkav geschwungene, verglaste Emporen mit Wappenbekrönung. Südlich des Altars ist ein schwebender barocker Taufengel angebracht.

Im alten Chor befindet sich ein wertvoller spätgotischer Flügelaltar, der im Mittelschrein die Madonna im Strahlenkranz zwischen den Heiligen Stephanus und Laurentius zeigt. Auf den Innenseiten der Flügel sind Figuren von zwölf der Vierzehn Nothelfer zu sehen, die in zwei Reihen übereinander angeordnet sind; auf den Außenseiten Gemälde mit Darstellungen des Heiligen Nikolaus und Johannes des Täufers. Auf dem Schrein sind Fialen eines ehemaligen Gesprenges angebracht, sowie weitere zwei Nothelfer, in der Mitte Christus als Schmerzensmann. Die Predella zeigt gemalte Darstellungen der vier Evangelisten.

Die Orgel mit einem klassizistischen Prospekt aus der Zeit um 1820 ist ein Werk des Zeitzer Orgelbauers Johann Michael Gottlob Böhme aus dem 19. Jahrhundert mit 18 Registern auf zwei Manualen und Pedal.[2]

Ein stattliches Epitaph aus Holz erinnert an Joachim Ernst von Natzmer († 1725) mit einer Darstellung des Verstorbenen im Brustbild und einer reichen Trophäenrahmung.

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks