Dorfkirche Quitzöbel
Kirchengebäude in Legde/Quitzöbel, Landkreis Prignitz, Brandenburg
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Die evangelische Dorfkirche in Quitzöbel, einem Ortsteil der Gemeinde Legde/Quitzöbel im Landkreis Prignitz in Brandenburg, stammt in ihrer Bausubstanz aus zwei verschiedenen Epochen: Der prächtige Staffelgiebel im Osten und die Nordseite des Schiffes sind in der Zeit um 1520 errichtet worden. Die Südseite und der Kirchturm sind bei dem eingreifenden Umbau im Jahre 1876 entstanden. Am Kirchturm findet man Steine aus der Ziegelei Block in Nitzow.
Die Kirche an der Schulstraße ist ein geschütztes Baudenkmal und gehört zum Pfarrsprengel Rühstädt[1] im Kirchenkreis Prignitz der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.
Vom spätgotischen Backsteinbau ist weitgehend die Nordseite und der viergeschossige, gestaffelte Ostgiebel mit Doppelblenden zwischen Pfeilern erhalten.
1894 wurde das Ensemble durch den Neubau des Küsterschulhauses nordwestlich der Kirche ergänzt.
Seit 1998 wurden das äußere Mauerwerk und die Innenausstattung einer umfassenden Wiederherstellung unterzogen.
Im Turm läutet eine 1893 aus Bronze gegossene und eine 1962 aus Eisenhartguss gefertigte Glocke.
Ausstattung

Das Innere der Kirche ist im Wesentlichen durch die schlichte Ausstattung des 19. Jahrhunderts (Gestühl, Emporen, Kronleuchter) geprägt. Zu den prägenden Ausstattungsstücken gehört der Altar, der im Anfang des 18. Jahrhunderts von dem Havelberger Bildhauer Heinrich Joachim Schultze geschaffen wurde. Das Altarbild, Christus und Maria von Magdala darstellend, wurde jedoch erst 1862 eingefügt.
Nicht unbedeutend ist ferner die weitgehend unverändert erhaltene Orgel, erbaut 1855 mit neun klingenden Registern von Friedrich Hermann Lütkemüller in Wittstock.
An den Wänden befinden sich verschiedene Gedenktafeln, deren Tradition mit den Befreiungskriegen einsetzte.
Unauffällig, aber bemerkenswert ist als ältestes Ausstattungsstück der neben der Kanzel aufgestellte Grabstein des Pfarrers Dietrich Schütze (1619–1694), der fast ein halbes Jahrhundert in Quitzöbel amtierte und ein Vorfahre Karl Friedrich Schinkels ist.
Literatur
- Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler – Mecklenburg. Die Bezirke Neubrandenburg, Rostock, Schwerin. Deutscher Kunstverlag, 2. Auflage, München/Berlin 1990, ISBN 3-422-03019-0, S. 296.
Weblinks
- Eintrag zur Denkmalobjektnummer 09160528 in der Denkmaldatenbank des Landes Brandenburg
- Evangelischer Kirchenkreis Prignitz