Kirchenkreis Prignitz
Kirchenkreis der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz im Sprengel Potsdam
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Der Kirchenkreis Prignitz ist einer von acht Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz im Sprengel Potsdam[1]. Sitz des Kirchenkreises, die Superintendentur, ist in Perleberg[2][3] am Kirchplatz 6 neben der Kirche St. Jacobi.
| Evangelischer Kirchenkreis Prignitz | |
|---|---|
| Organisation | |
| Landeskirche | Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz |
| Sprengel | Potsdam |
| Statistik | |
| Kirchengemeinden | 10 Gesamtkirchen- gemeinden, 7 Pfarrsprengel und 4 Kirchengemeinden |
| Gemeindeglieder | ca. 18.500 (Stand 31.12.2025) |
| Leitung | |
| Superintendent | vakant |
| Hauptpredigtkirche | St. Jacobi in Perleberg |
| Büroanschrift | Kirchplatz 6 19348 Perleberg |
| Webpräsenz | https://www.kirchenkreis-prignitz.de |

Lage
Der Kirchenkreis Prignitz ist der westlichste Kirchenkreis der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Er erstreckt sich im Nordwesten Brandenburgs im Wesentlichen über den Landkreis Prignitz sowie den Westteil des Landkreises Ostprignitz-Ruppin (ehemals Landkreis bzw. Kreis Kyritz). Ihm gehören zudem auch kleinere Gebiete in den Ländern Sachsen-Anhalt (ein Großteil des Stadtgebiets von Havelberg) und Mecklenburg-Vorpommern an, die historisch zur Prignitz zählen.
Geschichte
Der Kirchenkreis Prignitz entstand am 1. Juli 2013 durch Fusion der Kirchenkreise Perleberg-Wittenberge und Havelberg-Pritzwalk. Am 1. Juli 2016 fusionierte er mit dem Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen, wobei der Name Kirchenkreis Prignitz beibehalten wurde.
Alle drei Vorgängerkirchenkreise sind selbst das Ergebnis von Fusionen. Der Kirchenkreis Perleberg-Wittenberge wurde zum 1. April 1967 durch die Vereinigung der Kirchenkreise Perleberg und Wittenberge gebildet. Perleberg war seit dem 16. Jahrhundert Sitz einer Inspektion (eines geistlichen Aufsichtsbezirks), Wittenberge wurde es erst 1918, als der Sitz des Kirchenkreises Lenzen von Lenzen nach Wittenberge verlegt wurde. Zum Kirchenkreis Perleberg gehörte seit 1930 auch ein Teil des Gebiets des aufgelösten Kirchenkreises Putlitz. Zum 1. Januar 1968 wurden auch die Kirchenkreise Kyritz und Wusterhausen vereinigt. 1868 entstand der Kirchenkreis Havelberg durch die Vereinigung der Inspektionen Havelberg Dom und Havelberg Stadt. Er vereinigte sich 1878 mit der Inspektion Wilsnack zum Kirchenkreis Havelberg-Wilsnack, der wiederum zum 1. März 1999 mit dem Kirchenkreis Pritzwalk (der 1930 ebenfalls einen Teil des Gebiets des Kirchenkreises Putlitz erhalten hatte) zum Kirchenkreis Havelberg-Pritzwalk vereinigt wurde.[4]
Organisation
Zum Kirchenkreis gehören zehn Gesamtkirchengemeinden, sieben Pfarrsprengel und vier Kirchengemeinden[5].
Gesamtkirchengemeinden: Berge-Gulow-Seddin, Heilig-Geist-Nordprignitz, Neun Kirchen Breddin und Umland, Neustadt, Perleberg-Land, Prignitz-Land, Region Pritzwalk, St. Nikolai Putlitz, Westprignitz und Wilsnack-Land.
Pfarrsprengel: Glöwen-Schönhagen, Heiligengrabe, Kyritz-Land, Lenzen-Lanz-Seedorf, Rühstädt, Uenze-Rosenhagen-Krampfer und Wittenberge-Land.
Kirchengemeinden: Domgemeinde Havelberg, Jäglitz-Nadelbach, Karstädt-Land und Hoffnungskirchengemeinde Wusterhausen.
Vom 5. März 2017 bis 31. Dezember 2025 war Pfarrerin Eva-Maria Menard die Superintendentin des Kirchenkreises Prignitz[6].
Der Kirchenkreis nutzt mit den Kirchenkreisen Wittstock-Ruppin und Havelland gemeinsam das Kirchliche Verwaltungsamt Prignitz-Havelland-Ruppin in Kyritz.[7]
