Doris Burke
US-amerikanische Basketballkommentatorin
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Doris Burke (* 23. November 1965 in West Islip, New York als Doris Sable)[Anm. 1] ist eine US-amerikanische Basketball-Reporterin.
Doris Burke 2011 | ||
| Informationen über die Spielerin | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 23. November 1965 (60 Jahre) | |
| Geburtsort | West Islip, New York, Vereinigte Staaten | |
| Highschool | Manasquan High School | |
| College | Providence College | |
| Vereine als Aktive | ||
| 1983–1987 | ||
| Vereine als Trainerin | ||
| 1988–1990 | ||
Karriere
College
Doris Burke zog mit sieben Jahren nach Manasquan, New Jersey und begann dort mit dem Basketball-Spiel. Auf der Position des Point Guards erzielte sie in der High School durchschnittlich 19,8 Punkte pro Spiel und war beste Scorerin ihrer Schule. Sie trainierte auch den Sprungwurf und hatte zahlreiche Angebote renommierter Hochschulen, entschied sich aber für ein Stipendium des Providence College.[1]
Mit den Friars erreichte sie zweimal das Meisterschafts-Turnier der Big East Conference der NCAA Division I und wurde 1987 zum All-American ernannt, nachdem sie 87-mal in Folge in der Starting Five angetreten war. 1986 und 1987 nahm man sie, nachdem sie 1984 in die Big East Rookie-Auswahl gewählt worden war, in die Big East-Auswahl und das Big East All-Tournament Team auf. Sie hatte Durchschnittswerte von 12,1 Punkten pro Spiel und 5,3 Assists pro Spiel und verließ Providence mit den meisten Karriere-Assists der Conference bis dahin und liegt mit 602 Assists noch immer auf Platz 16 (Stand: 2026) und Platz 2 der Friars. Das Gleiche gilt für Freiwürfe (440, heute Platz 22) und Freiwürfe in einer einzelnen Saison (152 in ihrem Abschluss-Jahr, heute Platz 38). Sie schloss mit einem Bachelor in Verwaltungswesen für Gesundheit und Soziales und einem Master in Bildung ab.[2] Zwischen 1988 und 1990 war sie Assistenz-Coach ihrer Alma Mater und wurde 1999 in die Providence College Athletic Hall of Fame aufgenommen, gefolgt von einem Ehren-Doktor im Jahre 2005.[3]
Rundfunk
Sie begann 1990, Spiele für das College-Radio ihrer Alma Mater zu moderieren, zwei Jahre später folgten die Spiele der Herren. Zur Übertragung des Spiels gegen die University of Pittsburgh war lediglich ein Moderator erschienen und Burke hielt sich gerade mit ihrem Sohn im Krankenhaus auf, als sie die Nachricht erhielt. Sie sprach je zehn Minuten mit beiden Teams und begann kurz darauf ihre Moderation aus dem Stegreif heraus.[4]
Gleichzeitig arbeitete sie als Expertin (color commentator) für Big East- und Atlantic 10 Conference-Übertragungen auf NESN (New England Sports Network), Prime Sports und SportsChannel. 1993 kam mit dem Penn State Television Network auch das Fernsehen dazu. Mit Einführung der Women’s National Basketball Association (WNBA) im Jahre 1997 wurde sie Kommentatorin der New York Liberty für das Madison Square Garden Network an der Seite von Robin Roberts, Ann Meyers Drysdale und Nancy Lieberman. Doris Burke war auch die erste Frau, die je ein Spiel der New York Knicks kommentierte.[5]
Ihre Arbeit für das Entertainment and Sports Programming Network (ESPN) begann bereits 1991 als Radioreporterin. Andere Radio-Engagements für College-Basketball waren bei Westwood One (existent von 1976 bis 2011) und CBS Sports. Sie war außerdem Kolumnistin in Print- und Internet-Medien.[6]
Ab 2003 arbeitete Burke als Spielfeldberichterstatterin bei Spielen der National Basketball Association (NBA), zwischen 2009 und 2019 sogar bei Finalspielen der NBA. 2017 wurde sie zur Kommentatorin berufen und 2020 kommentierte sie die Finals für das ESPN-Radio. Sie etablierte sich 2023 bei ESPN/ABC, nachdem Jeff van Gundy und Mark Jackson abberufen worden waren.[7] Im folgenden Jahr wurde sie die erste Frau, die ein Finalspiel einer der vier führenden Sportarten im US-Fernsehen kommentierte.[8]
Nach den NBA-Finals 2025 unterschrieb Burke eine Vertragsverlängerung beim ESPN, rückte aber gleichzeitig ins zweite Glied zu einem Kommentatoren-Team mit David Pasch. Ihr Nachfolger wurde Tim Legler.[9]
Ehrungen
Neben der Providence College Athletic Hall of Fame und der Ehrendoktorwürde erhielt Doris Burke 2003 den Rudy Award von USA Today als „Best New Face in Sports Television“.[10] Sie wurde 2004 in die Scholar-Athlete Hall of Fame des Institute for International Sport und 2006 in die New England Basketball Hall of Fame aufgenommen. 2007 bekam sie den Woman of Excellence Trailblazer Award des Rhode Island Women’s Center.
Burke wurde 2012 mit dem NCAA Silver Anniversary Award der National Collegiate Athletic Association (NCAA), 2017 mit dem WISE Woman of the Year Award (Women in Sports and Entertainment) und 2018 mit dem Curt Gowdy Media Award der Naismith Memorial Basketball Hall of Fame ausgezeichnet. Im September 2025 wurde sie in die Rhode Island Radio and Television Hall of Fame aufgenommen, einen Monat später wurde verlautet, dass sie im Juni 2026 in die Women’s Basketball Hall of Fame aufgenommen würde.[11]
Persönliches
Doris Burke als jüngstes von acht Kindern hat zwei eigene Kinder, Sarah (* 1993) und Matthew (* 1995), mit Gregg Burke, dem Golf-Coach der University of Rhode Island, von dem sie seit 2012 geschieden ist. Sie hat einen Enkel.[12][13] In ihrer Funktion als Moderatorin erscheint Burke auch in Filmen und in der Videospiel-Serie NBA 2K.
Weblinks
- Doris Sable auf: Sports Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000–2026. Abgerufen am 4. Februar 2026 (in Englisch).
Anmerkungen
- "United States, Public Records, 1970-2009", database, FamilySearch (https://familysearch.org/ark:/61903/1:1:KGST-KKF : 15 November 2019), Doris A Sable, 2007. Andere Quellen nennen den 4. Januar, den 11. April, den 4. November und den 24. November als Geburtstag.
