Dracula (1979)

Film von John Badham (1979) From Wikipedia, the free encyclopedia

Dracula (Alternativtitel: Dracula – Eine Love Story)[1] ist ein Horror- und Liebesfilm von Regisseur John Badham aus dem Jahr 1979 mit Frank Langella in der Titelrolle. Der Film ist eine Neuverfilmung des gleichnamigen Klassikers mit Bela Lugosi und basiert ebenfalls auf dem Bühnenstück von Hamilton Deane und John L. Balderston.

TitelDracula
Dracula – Eine Love Story
OriginaltitelDracula
ProduktionslandUSA, Großbritannien
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Dracula
Dracula – Eine Love Story
Originaltitel Dracula
Produktionsland USA, Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1979
Länge 110 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Mirisch Corporation
Stab
Regie John Badham
Drehbuch Bram Stoker (Roman)
Hamilton Deane
John L. Balderston
W. D. Richter
Produktion Marvin Mirisch
Walter Mirisch
Tom Pevsner
Musik John Williams
Kamera Gilbert Taylor
Schnitt John Bloom
Besetzung
Synchronisation
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Handlung

Der transsylvanische Graf Dracula reist 1913 an Bord der Demeter nach Whitby in England, wo er in dem verfallenen Schloss Carfax Abbey, sein neues Heim beziehen will. Das Schiff strandet in einem Sturm an der Küste, niemand von der Besatzung überlebt das Unglück, einzig Graf Dracula wird von Mina van Helsing, die zu Besuch bei ihrer Freundin Lucy Seward ist und das Unglück in der Nacht beobachtet hat, unverletzt aufgefunden.

Dr. Seward, der Leiter der Irrenanstalt über den nahegelegenen Klippen, lädt den Grafen zu einem Empfang ein, wo er dessen Tochter Lucy sowie ihre kränkliche Mina kennenlernt. Die beiden Damen, insbesondere Lucy, sind fasziniert von dem charmanten Gast. Während sich Lucy und ihr Verlobter Jonathan Harker in der Nacht heimlich zu einem Rendezvous im Gartenhaus treffen, dringt Dracula in Minas Schlafzimmer ein, um ihr Blut zu trinken. Zu ihrem Schrecken bemerkt Lucy am folgenden Morgen die im Todeskampf liegende Lucy. Sie zeigt alle Anzeichen von Anämie und kann kaum noch atmen, bis sie schließlich erstickt.

Dr. Seward ist erschüttert über die Todesumstände und verständigt seinen alten Freund, Minas Vater Professor van Helsing in Amsterdam, der eine Exhumierung vornimmt, nachdem in der Nachbarschaft mehrere Menschen, vorwiegend Kinder, verschwinden und eine Insassin der Anstalt behauptet, ihr Baby sei von der Verstorbenen umgebracht worden. Doch Minas Leichnam ist verschwunden und unterhalb des Grabes befinden sich Katakomben der Erzminen, durch die man überall in der Stadt gelangen kann. Dort begegnen sie der untoten Mina, die versucht, über van Helsing und Seward herzufallen. Ihr Vater treibt ihr in letzter Sekunde einen Pfahl durchs Herz.

Professor van Helsing entlarvt Dracula als Ursprung des Übels; dieser kann jedoch Lucys Liebe für sich gewinnen. In einer Art surrealer Hochzeitsnacht trinken beide vom Blut des anderen. Lucy steht fortan unter Draculas Einfluss und widersetzt sich ihrem Verlobten und ihrem Vater. Van Helsing erkennt, dass Lucy nur gerettet werden kann, wenn Dracula vernichtet wird, doch der gemeinsame Versuch, ihn mit Jonathans Hilfe zu töten, scheitert und Dracula gelingt die Flucht. Zusammen mit Lucy versucht er nach Transsylvanien zu entkommen. Van Helsing und Harker verfolgen den Vampirfürsten und stellen ihn an Bord eines Segelschiffes. Als der Professor versucht, Dracula zu pfählen, warnt Lucy diesen mit einem Schrei. Dracula kann van Helsing seinen Pfahl entwinden und den Professor mit seinem eigenen Pfahl aufspießen. Mit letzter Kraft gelingt es dem Sterbenden, dem Vampir den Haken einer Seilwinde in den Rücken zu rammen, woraufhin Harker den Mechanismus der Winde betätigt.

Dracula wird aus dem Frachtraum hinauf in die Strahlen der aufgegangenen Sonne gezerrt, wo er schreiend zu Asche verbrennt; nur sein schwarzer Umhang bleibt zurück, der einer Fledermaus ähnelnd vom Wind davongetragen wird.

Synchronisation

Hauptdarsteller Frank Langella im Jahre 2012

Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Berliner Synchron. Arne Elsholtz schrieb das Dialogbuch und führte Regie.[1]

Weitere Informationen Rolle, Darsteller ...
Rolle Darsteller Synchronsprecher
Graf Dracula Frank Langella Norbert Langer
Lucy Seward Kate Nelligan Alexandra Lange
Prof. Abraham van Helsing Laurence Olivier Siegfried Schürenberg
Dr. Jack Seward Donald Pleasence Wolfgang Spier
Jonathan Harker Trevor Eve Arne Elsholtz
Mina van Helsing Jan Francis Susanna Bonasewicz
Milo Renfield Tony Haygarth Michael Chevalier
Annie Janine Duvitski Christel Merian
Swales Teddy Turner Toni Herbert
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Kritiken

Die Kritiken fielen unterschiedlich aus.

  • Filmkritiker wie Bodo Fründt vom Stern befanden, dass der Film „amerikanischem Hausfrauenpublikum die Knie weich machen“ könne.[2]
  • Der film-dienst sprach von einer gewissen „Appetitlosigkeit“, die sich über die gesamte Lauflänge des Films darstellt.
  • Filmkritiker J. M. Thie meinte, dass der Regisseur lediglich „routinierte Mittelmäßigkeit“ erreiche und zudem die Schauspieler lustlos und deplatziert agieren.
  • Dagegen räumt die Zeitschrift tip ein, dass „frühere Streifen“ bisweilen „saftiger, kraftvoller und auch erlebnisreicher“, jedoch nicht „so schön“ waren.
  • Cinema: Langella verkörpert den transsilvanischen Halsfetischisten als Gentleman, dem sich seine Opfer in suizidaler Wollust hingeben. Der grausige Blutsauger à la Bela Lugosi oder Christopher Lee ist out, der neue legt Wert auf Manieren und Lebensart!
  • Lexikon des internationalen Films: Mit den Stilmitteln des märchenhaft-opernnahen Ausstattungsstücks arbeitende Version des klassischen Stoffes, ausgezeichnet fotografiert und sorgfältig inszeniert.[3]
  • Die Zeit, 12. Oktober 1979: Trotz der erlesenen Dekors, der erstklassigen Darsteller (Laurence Olivier, Donald Pleasance, Kate Nelligan), der hervorragenden Musik (John Williams), der sorgfältigen Tricks – manche der mit bescheidenerem Budget gedrehten früheren Versionen waren sehr viel leidenschaftlicher, lustvoller. Dies ist ein „Dracula“ vor allem für Kunst-Kino-Gänger: die die schillernde Faszination des Bösen nur goutieren, wenn das Schreckliche geschmackvoll dargeboten wird.[4]

Veröffentlichungen

DVD

  • Dracula / 6. November 2009 / Winkler Film

Blu-ray

  • Dracula / 18. September 2014 / Universal Pictures Home Entertainment[5]
  • Dracula / 14. März 2019 / Plaion Pictures[6]
  • Dracula – Cinema Edition / 26. November 2020 / Plaion Pictures[7]
  • Dracula ‘79 / 23. Mai 2022 / Mediacs[8]

Verschiedenes

  • Donald Pleasence wurde ursprünglich die Rolle des van Helsing angeboten. Er lehnte jedoch ab, da er fand, dass der Part zu viel Ähnlichkeit mit seiner Rolle als Dr. Loomis aus der Halloween-Filmreihe habe. Stattdessen akzeptierte er aber die kleinere Rolle des Dr. Seward.
  • Die Namen der beiden weiblichen Rollen wurden vertauscht, so wird hier Lucy als „die Heldin“ gezeigt, während Mina „das dahinsiechende Opfer“ ist.
  • Die familiären Verbindungen wurden ebenfalls verändert: Lucy ist hier die Tochter von Anstaltsleiter Dr. Seward und Mina die Tochter von Professor Abraham van Helsing.

Literatur

Einzelnachweise

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