Durol

organische aromatische Verbindung, Feststoff From Wikipedia, the free encyclopedia

Durol (1,2,4,5-Tetramethylbenzol) ist ein mit vier Methylgruppen substituiertes Benzol und damit ein aromatischer Kohlenwasserstoff. Es gehört mit seinen Isomeren Prehnitol (1,2,3,4-Tetramethylbenzol) und Isodurol (1,2,3,5-Tetramethylbenzol) zur Stoffgruppe der Tetramethylbenzole und auch zur Gruppe der C4-Benzole.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Durol
Allgemeines
Name Durol
Andere Namen

1,2,4,5-Tetramethylbenzol

Summenformel C10H14
Kurzbeschreibung

kristalliner weißer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 95-93-2
EG-Nummer 202-465-7
ECHA-InfoCard 100.002.242
PubChem 7269
ChemSpider 6999
Wikidata Q907919
Eigenschaften
Molare Masse 134,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,838 g·cm−3 (25 °C)[1]

Schmelzpunkt

79,2 °C[1]

Siedepunkt

196,8 °C[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser[1]

Brechungsindex

1,4790 (81 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 228413
P: 210240273391[1]
Toxikologische Daten

6990 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Geschichte und Eigenschaften

Durol wurde 1870 von Paul Jannasch und Rudolph Fittig entdeckt.[3] Die Entdecker berichten, dass es der erste Kohlenwasserstoff der Benzolreihe sei, der bei Raumtemperatur fest ist. Der Name wurde daher nach dem lat. durus (= hart) gewählt.[4] Es ist ein weißer kristalliner Feststoff und besitzt aufgrund seiner Symmetrie (C 2) im Vergleich zu den beiden anderen Isomeren den höchsten Schmelzpunkt von 79,2 °C.[1]

In einem 1H-NMR-Spektrum sind zwei Signale zu sehen – ein Signal für die beiden aromatischen Wasserstoffatome und ein Signal für die 12 Wasserstoffatome der vier Methylgruppen; Durol wird als interner Standard verwendet.[5]

Darstellung

Die Darstellung erfolgt durch Umsetzung von Methylchlorid in Gegenwart von Aluminiumchlorid mit Benzol[6] oder p-Xylol[7], oder durch Umsetzung von Formaldehyd/HCl mit Xylolgemischen[8]. Es ist zudem ein Nebenprodukt des Methanol-to-Gasoline-Verfahrens.[9]

Verwendung

Der Stoff wird unter anderem zur Herstellung von Pyromellitsäuredianhydrid verwendet.[1]

Literatur

Einzelnachweise

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