Dyn Media
die Streaming-Plattform Dyn betreibender Gewerbebetrieb
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Die Dyn Media GmbH ist ein deutsches Medienunternehmen. Sie betreibt eine mit Dyn ([daɪ̯n], wie „dein“) betitelte Streaming-Plattform für Sportübertragungen und zeigt nationale und internationale Wettbewerbe in verschiedenen Sportarten mit Ausnahme von Fußball.
| Dyn Media | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Sitz | Köln |
| Leitung | Christian Seifert, Andreas Heyden, Marcel Wontorra, Max Ehrhardt |
| Branche | Livestreaming |
| Website | www.dyn.sport |
Geschichte
Das Start-up-Unternehmen wurde Anfang 2022 vom ehemaligen DFL-Geschäftsführer Christian Seifert und dem Axel-Springer-Verlag gegründet. Es besitzt Senderechte in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz. Der Sendebetrieb begann am 23. August 2023 mit dem DHB-Supercup.[1]
Im Juli 2025 gab Dyn bekannt, dass neben dem Springer-Verlag und dem Gründer Seifert nun auch die Schwarz-Gruppe und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) Anteile an Dyn übernehmen. Nach der Investition und der daraus folgenden Kapitalerhöhung halten die Schwarz Gruppe und Springer jeweils einen Anteil von 42,5 Prozent. Gründer Seifert ist demnach mit rund 9 Prozent drittgrößter Gesellschafter, die DFL hält 6,5 Prozent.[2]
Der Programmveranstalter hat eine Sendelizenz für einen OTT-Livestream/Senderseite unter dem Namen Dyn Sport. Dieses Angebot wird gesplittet in ein kostenpflichtiges Abrufangebot auf der Website des Senders und seit 20. August 2025 einen werbefinanzierten Free-TV-Sender als IPTV-Angebot unter der Kennung Dyn Sport Mix. Letzterer zeigt als FAST-Channel neben Livesport auch Hintergrundberichte, jedoch nicht als Livestream auf der Sender-Homepage, sondern über die IPTV-Anbieter Joyn, Amazon Prime, Pluto TV, Zattoo und HD+ IP.[3]
Zuschauerquoten
In der ersten Saison (2023/2024) übertrug der Sender laut eigenen, vom Sport-Informations-Dienst verbreiteten Angaben über 2.500 Spiele nationaler und internationaler Wettbewerbe, die rund 500 Millionen Zuschauer erreicht haben sollen. Das Handballspiel zwischen dem THW Kiel und SC Magdeburg am 7. Februar 2024 in der Bundesliga hatte mit 115.000 Streams die höchste Zuschauerquote der Saison.[4]
In der zweiten Saison (2024/2025) erreichte Dyn nach eigenen, von Digitalfernsehen.de verbreiteten Angaben bei zahlreichen Spielen über 100.000 Zuschauer. Handball scheine dabei das Zugpferd zu sein, hier lägen die Reichweiten bei Top-Partien sogar bei über 200.000.[5]
Inhalte (Auswahl)
Seit der Saison 2023/24 überträgt oder übertrug Dyn (teilweise mit Einschränkung auf Heimspiele oder Spiele mit deutscher Beteiligung) unter anderem folgende Wettbewerbe:[6]
Basketball
- Basketball-Bundesliga der Männer[7]
- Basketball-Bundesliga der Damen[8]
- BBL-Pokal
- Basketball Champions League[9]
- NCAA College Basketball (bis 2027)[10]
Handball
- Handball Weltmeisterschaften der Frauen, Männer sowie der Juniorinnen und Junioren 2027 bis 2031[11]
- Heim-Länderspiele der Männer- und Frauen-Nationalmannschaften sowie die Freundschaftsspiele im Ausland bis 2031[12]
- Handball-Europameisterschaft der Männer 2024 und 2026[13]
- Handball-Europameisterschaft der Frauen 2026[13]
- Handball-Bundesliga: Männer[14] und Frauen (Sublizenz von Sportdeutschland.TV)[15]
- 2. Handball-Bundesliga der Männer
- DHB-Pokal: Männer und Frauen
- DHB-Supercup
- EHF Champions League: Männer (Sublizenz von bis 2026 DAZN)[1] und Frauen bis 2030[16]
- EHF European League: Männer und Frauen bis 2030[16]
Hockey
Tischtennis
- Tischtennis-Bundesliga[18]
- TTBL-Pokal
- Tischtennis-Europameisterschaft 2023
- WTT Serie und Champions[19]
- Major League Table Tennis[20]
Volleyball
On-Air-Team
Mehr als 50 Kommentatoren, Moderatoren und Experten arbeiten mit Stand Dezember 2025 für Dyn[24], dazu gehören:
- Alle Sportarten: Anett Sattler
- Handball: Lukas Brachat, Katrin Brewka, Jari Brüggmann, Markus Götz, Pascal Hens, Markus Herwig, Florian Hinteresch, Michael Kraus, Stefan Kretzschmar, Finn-Ole Martins, Jamal Naji, Florian Naß, Hannah Nitsche, Gari Paubandt, Karsten Petrzika, Jarno Pusch, Lea Rostek, Katharina Schielke, Tobias Schimon, Florian Schmidt-Sommerfeld, Vincent Schuster, Dagur Sigurðsson, Sascha Staat, Lennart Wilken-Johannes
- Basketball: Lino Atmowihardjo, Richard Bielau, Rupert Fabig, Patrick Femerling, Patrick Fritzsche, Paul Gudde, Hannes Jakobi, Robert Heusel, Johannes Hülstrung, Anne Kamphausen, Fabrice Kao, Christoph Knieper, Stefan Koch, Michael Körner, Arne Malsch, Sebastian Meichsner, Florian Pertsch, Heiko Schaffartzik, Chris Schmidt, Florian von Stackelberg, Max Wittmann
- Hockey: Ivo Breitenbruch
- Volleyball: Jana Schick, Jannik Schiller, Martin Stuber, Alexander Walkenhorst
- Tischtennis: Timo Boll[25], Dennis Heinemann
Empfang
Das Programm Dyn wird über eine Website und mobile Apps ausgestrahlt. Außerdem ist der Empfang mit verschiedenen Smart-TVs möglich sowie aufgrund vertraglicher Abmachungen auch über Geräte von MagentaTV[26] und per App auf dem Receiver von Sky Deutschland.[27]
