Dörflein (Oberdachstetten)
Ortsteil der Gemeinde Oberdachstetten
From Wikipedia, the free encyclopedia
Dörflein (fränkisch: Därfla[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Oberdachstetten im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Dörflein liegt in der Gemarkung Mitteldachstetten.[4]
Dörflein Gemeinde Oberdachstetten | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 24′ N, 10° 29′ O |
| Höhe: | 425 m ü. NHN |
| Einwohner: | 37 (Dez. 2021)[1] |
| Postleitzahl: | 91617 |
| Vorwahl: | 09829 |
Geografie
Das Dorf liegt an der Fränkischen Rezat und am Katzbach, der dort als linker Zufluss in die Rezat mündet. Im Südosten liegt das Schlagholz, 0,75 km nordwestlich der Adelberg. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Berglein (0,4 km nördlich) bzw. nach Rosenbach (2,3 km südöstlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1415 als „zu dem Dörfflein bey Nydern Tagsteten“ erstmals urkundlich erwähnt. Aus der Beschreibung kann geschlossen werden, dass dieser eine Spätsiedlung von Nydern Tagsteten war (dieser Ort existiert nicht mehr). Da es im näheren Umkreis keine Orte gab, die auf -dorf endeten und somit die Siedlung eindeutig bestimmbar war, wurde aus der eigentlich allgemeinen Bezeichnung „Dörflein“ der Ortsname.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Berglein mit Dörflein eine Realgemeinde. In Dörflein gab es 8 Anwesen. Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Deutschordenskommende Virnsberg. Grundherren waren die Deutschordenskommende Virnsberg (1 Hof, 1 Halbhof, 1 Sechstelhof), das Deutschordensspital Nürnberg der Kommende Nürnberg (2 Höfe), die Pfarrei Berglein (1 Hof, 1 Halbhof) und das eichstättischen Vogtamt Lehrberg (1 Halbhof).[7]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dörflein dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Virnsberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Virnsberg zugeordnet.[8] Am 12. Juni 1824 wurde Dörflein in die neu gebildete Gemeinde Neustetten umgemeindet.[9] Ein Gesuch von 1844 mit Berglein eine eigene Gemeinde zu bilden, wurde abgelehnt, weil beide Orte nicht die Mindestzahl von 20 Familien erreichten. Am 30. August 1923 wurde die Umgemeindung von Berglein und Dörflein nach Mitteldachstetten genehmigt.[10] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Mitteldachstetten am 1. Januar 1972 nach Oberdachstetten eingemeindet.[11][12]
Baudenkmäler
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakob (Mitteldachstetten) gepfarrt.[28] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.[23]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Dörflein. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 613 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 67–68.
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 90 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Dorflein. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 326 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Robert Krusche: Am Ursprung der Rezat. Historisches von und um Oberdachstetten. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Oberdachstetten 1988, S. 201–204.
Weblinks
- Dörflein in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 20. November 2021.
- Dörflein in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 16. September 2019.
- Dörflein im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 15. März 2025.