Ebersbach (Wilhelmsdorf)
Gemeindeteil von Wilhelmsdorf
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Ebersbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Wilhelmsdorf im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Ebersbach hat eine Fläche von 5,416 km². Sie ist in 475 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11402,06 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Oberalbach und Trabelshof.[4]
Ebersbach Gemeinde Wilhelmsdorf | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 35′ N, 10° 45′ O |
| Höhe: | 358 m ü. NHN |
| Einwohner: | 58 (4. Aug. 2020)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1971 |
| Postleitzahl: | 91489 |
| Vorwahl: | 09104 |
Geografie
Das Dorf liegt an zwei namenlosen Bächen, beide linke Zuflüsse des Albachs, der wiederum ein linker Zufluss der Mittleren Aurach ist. 0,33 km nordwestlich des Ortes liegt das Flurgebiet Röten, dahinter liegt das Waldgebiet Hohe Birker. Im Nordosten liegt der Sauweiher, 0,5 km dahinter das Waldgebiet Bastei.
Die Kreisstraße NEA 11/ERH 15 führt an Oberalbach vorbei nach Brunn (2,3 km westlich) bzw. nach Oberreichenbach (2 km nordöstlich). Die NEA 21 führt an der Unteralbachermühle vorbei nach Wilhelmsdorf zur Staatsstraße 2244 (2 km südlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1361/64 im burggräflichen Salbuch als „Eberspach“ erwähnt. Zu dieser Zeit unterstand der Ort dem burggräflichen Amt Schauerberg. Nach dessen Auflösung kam der Ort zum neu geschaffenen Amt Emskirchen.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Ebersbach sechs Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Fraischvogteiamt Emskirchen-Hagenbüchach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kasten- und Jurisdiktionsamt Emskirchen. Grundherren waren das Fürstentum Bayreuth (Kasten- und Jurisdiktionsamt Emskirchen: 1 Hof, 1 Wirtshaus, 1 Schmiede; Klosteramt Münchaurach: 1 Gut, 1 Tropfhäuslein) und das Rittergut Wilhelmsdorf (1 Haus).[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Emskirchen. Im Jahre 1810 kam Ebersbach an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Oberreichenbach und der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Eckenberg zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Ebersbach, zu der Oberalbach und Trabelshof gehörten.[8][9] Diese war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Markt Erlbach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim. Die freiwillige Gerichtsbarkeit über ein Anwesen hatte bis 1848 das Patrimonialgericht Wilhelmsdorf.[10] Ab 1862 gehörte Ebersbach zum Bezirksamt Neustadt an der Aisch (1939 in Landkreis Neustadt an der Aisch umbenannt) und ab 1856 zum Rentamt Markt Erlbach (1919–1929: Finanzamt Markt Erlbach, 1929–1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Markt Erlbach (1879 in das Amtsgericht Markt Erlbach umgewandelt), von 1959 bis 1972 war das Amtsgericht Fürth zuständig, seitdem ist es das Amtsgericht Neustadt an der Aisch. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,376 km².[11]
Am 1. Juli 1971 wurde Ebersbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Wilhelmsdorf eingemeindet.[12][13]
Baudenkmal
- Steinkreuze, wohl spätmittelalterlich, Sandstein. 1. Etwa 1 km nördlich des Ortes an einem Waldweg westlich von Trabelshof. Bis an die Arme versunken. – 2. Rest eines Steinkreuzes an der Straße von Ebersbach nach Oberreichenbach bei der Abzweigung Oberalbach.[14]
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Ebersbach
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 141 | 172 | 177 | 175 | 152 | 153 | 151 | 146 | 160 | 154 | 131 | 131 | 128 | 125 | 128 | 123 | 122 | 113 | 107 | 170 | 160 | 151 | 142 | 128 |
| Häuser[15] | 25 | 25 | 24 | 29 | 27 | 24 | 20 | 22 | 24 | |||||||||||||||
| Quelle | [16] | [17] | [18] | [18] | [19] | [20] | [21] | [22] | [23] | [24] | [25] | [18] | [26] | [18] | [27] | [18] | [28] | [18] | [18] | [18] | [29] | [18] | [11] | [30] |
Ort Ebersbach
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Emskirchen) gepfarrt.[7][11]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Ebersbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 672 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 91 (Digitalisat). Ebd. S. 199 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Ebersbach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 241 (Digitalisat).
- Hans Sponholz u. a. (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1972, DNB 720137675, S. 91.
- Richard Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 32). Deutscher Kunstverlag, München 1972, S. 58–59.
Weblinks
- Ortsinfo > Ortsteile. In: wilhelmsdorf.de. Abgerufen am 20. Juli 2023.
- Ebersbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 7. September 2021.
- Ebersbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 20. September 2019.
- Ebersbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 21. April 2025.