Ejaculatio retarda
sexuelle Funktionsstörung
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Unter Ejaculatio retarda (lat.) versteht man eine in der Regel psychisch bedingte[1] sexuelle Funktionsstörung in Form einer stark verzögerten Ejakulation. Die Erektion ist dabei nicht beeinträchtigt.[2] Das völlige Ausbleiben des Samenergusses wird als Anejakulation (Impotentia ejaculandi) bezeichnet.
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| HA03.1 | Männliche verzögerte Ejakulation |
| HA03.10 | Verzögerte Ejakulation, lebenslang, generalisiert |
| HA03.11 | Verzögerte Ejakulation, lebenslang, situativ |
| HA03.12 | Verzögerte Ejakulation, erworben, generalisiert |
| HA03.13 | Verzögerte Ejakulation, erworben, situativ |
| HA03.1Z | Männliche verzögerte Ejakulation, nicht näher bezeichnet |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Ursachen
Diese Art der Potenzstörung ist in der Regel psychisch, in seltenen Fällen auch physisch bedingt. Die klassische Theorie zur Ätiologie der verzögerten Ejakulation stammt von Masters und Johnson (1970)[3]. Gemäß ihnen liegt die verzögerte Ejakulation an unzureichender mentaler oder körperlicher Stimulation, die oft mit verminderter Penisempfindsamkeit in Verbindung gebracht wird[4]. Eine weitere Ursache kann das Fehlen der geistigen Erregung sein. Ebenfalls wird verzögerter Samenerguss als Nebenwirkung von antidepressiver Medikation vom Typ Selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer berichtet.[5]
Behandlung
Dazu werden neben der Psychotherapie auch chemisch definierte Medikamente und Naturheilmittel eingesetzt.