Elin Silén

schwedische Missionarin, Autorin und Übersetzerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Elin Anna Sofia Silén (* 4. März 1875 in Sundsvall, Västernorrlands län, Schweden, als Elin Nordin; † 16. Mai 1954) war eine schwedische Missionarin, Autorin und Übersetzerin.

Elin Nordin, Tochter eines Grundbesitzers, legte 1896 das Examen als Volksschullehrerin und 1901 das Kandidatenexamen an der Universität Uppsala ab.[1] Im April 1903 gründete sie in Uppsala die Svenska Kvinnors Missionsförening (Missionsverein schwedischer Frauen), übernahm bis September 1903 den Vorsitz und arbeitete anschließend als Reisesekretärin.[2] Als sie 1906 den Pfarrer Paul Silén (1880–1975) heiratete, gab sie diese Tätigkeit auf und unterstützte ihren Ehemann in dessen Pfarrstellen in Boden (1906–1912), Stockholm (1912–1919), Härnösand (1919–1938) und Bjästa (Kirchspiel Nätra, 1938–1951).

Weil sie weiter berufstätig sein wollte, arbeitete sie als Übersetzerin. Ihr erstes Werk war William JamesHuman immortality (1908, Original 1893). Auch ihre weiteren Übersetzungen waren meist theologische oder religionswissenschaftliche Sach- und Fachbücher, u. a. von John Wordsworth, Sundar Singh, Harry Emerson Fosdick, Geoffrey Allen, Max Huber und Hans Martensen-Larsen. Weit verbreitet war ihre Übersetzung von John Bunyans The Pilgrim’s Progress (zuerst 1920, 6. Auflage 1979). 1920 übersetzte sie ein Kirchenlied des norwegischen Pfarrers Wilhelm Andreas Wexels, das in einer Weiterbearbeitung noch im aktuellen schwedischen Gesangbuch von 1986 enthalten ist (Nr. 320). Sie veröffentlichte auch Schriften zur Mission und Missionsgeschichte, darunter Biografien der Missionare Alexander Duff (1806–1878), William Carey, Christian Friedrich Schwartz und Jacob Sandegren (1841–1929).

Aus der Ehe mit Paul Silén hatte sie unter anderem die Söhne Sven Silén (1908–1983, Bischof) und Lars Silén (1910–1999, Zoologe).[3]

Literatur

Einzelnachweise

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