Elstertangare
Art der Gattung Cissopis
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Die Elstertangare (Cissopis leverianus) ist mit einer Körperlänge von 28 Zentimetern ein großer Vertreter aus der Familien der Tangaren.
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Elstertangare (Cissopis leverianus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Cissopis | ||||||||||||
| Vieillot, 1816 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Cissopis leverianus | ||||||||||||
| (J. F. Gmelin, 1788) |
Aussehen
Diese Vögel haben größtenteils blauschwarzes Gefieder, bis auf den weißen Bauch und einzelne Stellen an der Schwanzunterseite. Die Flügel sind schwarz und weiß. Der Schnabel ist schwarz und die Beine sind grau gefärbt. In der Gefiederfarbe unterscheiden sich die beiden Geschlechter nicht voneinander.
Verbreitung und Lebensraum

Die Elstertangare kommt im Norden Südamerikas vor, ihre südliche Verbreitungsgrenze liegt in Brasilien und dem Nordosten von Argentinien. Diese Art bewohnt die dortigen Regenwälder und Buschlandschaften sowie landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich genutzte Flächen, kommt aber im Gebirge bis in Höhen von 2000 Metern vor.
Lebensweise
In kleinen Gruppen von bis zu fünf Exemplaren oder paarweise durchstreifen sie die mittleren Baumetagen auf der Suche nach Insekten und Beeren.
Fortpflanzung
Das Weibchen legt meist zwei Eier in ein offenes Nest, welches in Bäumen oder Büschen angelegt wird. Die Brut übernimmt das Weibchen allein und diese beträgt zwischen 12 und 18 Tage. Danach werden die Jungen noch bis zu 3 Wochen von beiden Altvögeln im Nest versorgt.
Unterarten
Es sind folgende Unterarten bekannt:[1]
- Cissopis leverianus leverianus (Gmelin, JF, 1788)[2] ist im östlichen Kolumbien und dem südlichen Venezuela über Guyana, Suriname, Französisch-Guayana und Amazonasbecken Brasiliens über Ecuador, Peru bis ins zentrale Bolivien verbreitet.
- Cissopis leverianus major Cabanis, 1851[3] kommt in Paraguay, dem südöstlichen Brasilien und dem nordöstlichen Argentinien vor.
Etymologie und Forschungsgeschichte
Die Erstbeschreibung der Elstertangare erfolgte 1788 durch Johann Friedrich Gmelin unter dem wissenschaftlichen Namen Lanius leverianus. Gmelin bezog sich auf Magpie Shrike[4] von John Latham ohne das Verbreitungsgebiet zu kennen.[2] 1816 führte Louis Pierre Vieillot die neue Gattung Cissopis für den Elstertangare ein. Er erwähnte auch das Synonym Lanius picatus Latham, 1790[5] mit einem Hinweis auf Südamerika.[6] Cissopis setzt sich aus κισσα cissa, deutsch ‚Elster‘ und ωψ, ωπος ōps, ōpos, deutsch ‚Aussehen, Erscheinungsbild‘.[7] Der Artname leverianus ist Ashton Lever (1729–1788) gewidmet, aus dessen Museum das Typusexemplar stammte.[2][4] Major hat seinen Ursprung in lateinisch maior, maioris, magnus ‚größer, groß, mächtig‘.[8] Picatus stammt von lateinisch picatus, pix, picis ‚mit Teer beschmiert, gesprenkelt, geteert‘ ab.[9] Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay einen Balg, gesammelt von Adolf Neunteufel (1909–1979) aus Cambyretá, zur Verfügung. In der Literatur sah er in Brachyrhamphus elegans Bertoni, AW, 1901 im Departamento Alto Paraná[10] und in Sapucai durch Charles Chubb[11] als Nachweis für das Land. Elegans bedeutet lateinisch elegans, elegantis, elegere, eligere ‚elegant, fein, auswählen‘.[12]
Gefährdung und Schutzmaßnahmen
Aufgrund ihrer weiten Verbreitung und weil für diese Art keinerlei Gefährdungen bekannt sind, stuft die IUCN diese Art als (Least Concern) ungefährdet ein.
Literatur
- Arnaldo de Winkelried Bertoni: Aves nuevas del Paraguay. Continuación á Azara. In: Anales cientificos paraguayos. Band 1, 1901, S. 46–49 (biodiversitylibrary.org).
- Jean Louis Cabanis: Museum Heineanum Verzeichniss der ornithologischen Sammlung des Oberamtmann Ferdinand Heine auf Gut St. Burchard vor Halberstadt. Mit kritischen Anmerkungen und Beschreibung der neuen Arten systematisch bearbeitet von Dr. Jean Cabanis, erstem Custos der Königlichen zoologischen Sammlung zu Berlin und Ferdinand Heine, Stud. philos. In: I. Theil, die Singvögel. Band 1. R. Frantz, Halberstadt 1850, S. 144 (biodiversitylibrary.org – 1850–1851).
- Charles Chubb: On the Birds of Paraguay - Part IV. In: The Ibis (= 9. Band 4). Nr. 16, 1910, S. 571–647 (biodiversitylibrary.org).
- Johann Friedrich Gmelin: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. Band 1, Nr. 1. Georg Emanuel Beer, Leipzig 1788, S. 302 (biodiversitylibrary.org).
- John Latham: A general synopsis of birds. Band 1, Nr. 1. Benj. White, London 1781 (biodiversitylibrary.org).
- John Latham: Index ornithologicus, sive systema ornithologiæ; complectens avium divisionem in classes, ordines, genera, species, ipsarumque varietates: adjectis synonymis, locis, descriptionibus, &c. Band 1. Prostant Venales Apud Leigh et Sotheby, London 1790 (biodiversitylibrary.org).
- Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 2. Strecker und Schröder, Stuttgart 1940, S. 170 (google.de).
- Christopher M. Perrins (Hrsg.): Die BLV-Enzyklopädie Vögel der Welt. BLV, München/Wien/Zürich 2004, ISBN 978-3-405-16682-3, S. 628–631 (englisch: The New Encyclopedia Of Birds. Übersetzt von Einhard Bezzel).
- Mariele Radmacher-Martens: Tiere: Die große Bild-Enzyklopädie mit über 2.000 Arten. Hrsg.: David Burnie. Dorling Kindersley Verlag GmbH, München 2012, ISBN 978-3-8310-2232-8, S. 386.
- Louis Pierre Vieillot: Analyse d'une nouvelle ornithologie élémentaire. Deterville, Paris 1816, S. 340 (bnf.fr).
- Philip Whitfield (Hrsg.): Das große Weltreich der Tiere. Planet Medien AG, Zug 1992, ISBN 3-8247-8614-1, S. 374–375.
Weblinks
- Cissopis leverianus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2025.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2018. Abgerufen am 2. Januar 2026.
- BirdLife International: Species Factsheet – Magpie Tanager (Cissopis leverianus)
- Elstertangare (Cissopis leverianus) bei Avibase
- Cissopis leverianus im Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
- Elstertangare (Cissopis leverianus) auf eBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Elstertangare (Cissopis leverianus)
- Magpie Tanager (Cissopis leverianus) in der Encyclopedia of Life. (englisch).
- Elstertangare auf oiseaux.net (französisch)