Emancipation (2022)

Film von Antoine Fuqua (2022) From Wikipedia, the free encyclopedia

Emancipation ist ein Historienfilm des US-amerikanischen Filmregisseurs Antoine Fuqua, der die Lebensgeschichte des versklavten Afroamerikaners Gordon erzählt.

TitelEmancipation
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2022
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Emancipation
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2022
Länge 132 Minuten
Stab
Regie Antoine Fuqua
Drehbuch William N. Collage
Produktion Todd Black
Joey McFarland
Jon Mone
Will Smith
Musik Marcelo Zarvos
Kamera Robert Richardson
Besetzung
Synchronisation
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Der Actionthriller feierte seine Premiere am 1. Oktober 2022 in Washington, D.C. Am 9. Dezember 2022 wurde die Filmbiografie per Video-on-Demand veröffentlicht.

Handlung

Auf einer Baumwollplantage in Louisiana betet 1863 ein Sklave namens „Peter“ mit seiner Familie, als sein Besitzer John Lyons und eine Gruppe weißer Männer ihn mit vorgehaltener Waffe aus seinem Haus zerren. Als der Wagen mit ihm abfährt, ruft Peter seiner Frau Dodienne und seinen Kindern zu, dass sie zusammenbleiben müssen, bis er den Weg zurück zu ihnen findet. In einem Lager der Konföderierten in Clinton, Louisiana, wird er zusammen mit anderen zwangsverpflichteten Sklaven zur Arbeit gezwungen.

Die Sklaven werden trotz der harten Arbeit schlecht ernährt und gekleidet und erleiden grausame Behandlung durch ihre weißen Wächter. Sie werden ausgepeitscht, von Hunden angegriffen, gebrandmarkt und von Pferden mitgeschleift, wenn sie zu fliehen versuchen, oder erschossen, wenn sie vor Erschöpfung die Arbeit einstellen. „Peter“ fordert die entmutigten Sklaven auf, einfach an Gott zu glauben und zu beten.

Eines Tages verliert „Peter“ die Kontrolle und greift einen der Wachen an, was einen Aufstand auslöst. Er und mehrere andere Sklaven fliehen in die nahegelegenen Sümpfe, verfolgt vom Sklavenfänger Fassel und seinen Männern. Ein Sklave kann aus Angst vor Alligatoren nicht durch einen Fluss schwimmen und wird gefangen. Nachdem er die Pläne der anderen Sklaven enthüllt hat, erschießt Fassel ihn und überlässt seinen Körper den Alligatoren. Die drei verbleibenden Männer trennen sich und gehen getrennte Wege.

Obwohl er weder Vorräte noch eine klare Vorstellung davon hat, wohin er gehen soll, gelingt es Peter dennoch immer wieder, seinen Verfolgern zu entkommen. Gerade als er die Sicherheit des von der Union gehaltenen Baton Rouge erreichen will, wird er von Fassel aus dem Hinterhalt überfallen. Der bietet ihm an, sein Leben zu verschonen, wenn er in die Sklaverei zurückkehrt. Peter lehnt ab, doch bevor Fassel ihn tötet, wird er von einem schwarzen Mitglied der 1. Louisiana Native Guard tödlich in den Hals geschossen.

Peter wird zur Genesung in ein Feldlazarett der Union gebracht. Anschließend wird ein Foto seines von Peitschenhieben zernarbten Rückens gemacht und in den gesamten Vereinigten Staaten verteilt, um die öffentliche Unterstützung für die Abschaffung der Sklaverei zu stärken. Peter tritt der Native Guard bei; unter Beschuss der konföderierten Truppen beweist er großen Mut und wird schnell befördert. Den Rest des Krieges hilft er bei der Befreiung konföderierter Plantagen und findet gleichzeitig wieder zu Dodienne und ihren Kindern.

Im Epilog heißt es, dass dank der Dynamik, die Abraham Lincolns Emanzipationsproklamation mit sich brachte, bis Kriegsende 1865 über vier Millionen Sklaven von den Unionstruppen befreit wurden.

Produktion und Veröffentlichung

Produzent Joey McFarland begann im Jahr 2018 mit Hintergrundrecherche und der Vorproduktion.[1] Im Juni 2020 wurde über die damals anstehende Verfilmung der Lebensgeschichte des „Sklaven“ Gordon berichtet, die auf dem Script von William N. Collage beruht.[2] Regisseur Antoine Fuqua äußerte dazu: „Es ist jetzt fast zwei Jahre her, seit ich das Drehbuch zum ersten Mal gelesen habe. Es hat mein Herz und meine Seele auf so viele Arten getroffen, die unmöglich zu vermitteln sind […] Es gibt Traurigkeit, es gibt Wut, es gibt Liebe, Glauben und Hoffnung […].“

Warner Bros, Metro-Goldwyn-Mayer, Lionsgate und Universal Pictures wollten sich die Verfilmungsrechte sichern, jedoch wurden sie mit dem 130 Millionen US-Dollar umfassenden Produktionsangebot von Apple überboten.[3][4][5] Von der Summe sollte Hauptdarsteller Will Smith 35 Millionen US-Dollar erhalten.[6]

Die Dreharbeiten sollten im Juni 2021 in Georgia beginnen, doch wurde im April 2021 durch ein von Smith und Fuqua verlesenes Statement angekündigt, den Film aufgrund des in Georgia verabschiedeten Election Integrity Act nicht in jenem Bundesstaat zu drehen, weil sie „nicht guten Gewissens eine Regierung wirtschaftlich unterstützen” können, „die rückschrittliche Wahlgesetze erlässt, die darauf abzielen, den Wählerzugang einzuschränken.“[7][8] Als neuer Drehort wurde New Orleans (Louisiana) ausgewählt.[9] Die Umorganisation hat laut Berichten etwa 15 Millionen US-Dollar gekostet.[8] Die Dreharbeiten begannen im Juni 2021[9] und fanden aufgrund von positiven COVID-19-Testungen mit Unterbrechungen vorerst bis August 2021 statt.[10] Im Mai 2022 wurde die Veröffentlichung des Films verschoben, wobei die angegebenen Gründe zahlreiche Produktionsverzögerungen, die Kontroverse darüber, dass Will Smith Chris Rock bei den 94. Oscar-Verleihung ohrfeigte, sowie ein überfüllter Filmveröffentlichungsplan von Apple waren.[11]

Die Premiere fand auf einer Konferenz der US-amerikanischen Non-Profit-Organisation Congressional Black Caucus Foundation am 1. Oktober 2022 statt.[12] Eine weitere Aufführung war am 24. Oktober 2022 in Los Angeles.[13] Ein Trailer wurde Mitte November 2022 veröffentlicht.[14] Am 9. Dezember 2022 wurde die Filmbiografie auf Apple TV+ veröffentlicht.[15]

Synchronisation

Die deutsche Synchronfassung entstand bei FFS Film- & Fernseh-Synchron in München. Regie führte Christian Weygand nach einem Dialogbuch von Nathan Bechhofer.

Weitere Informationen Rolle, Darsteller ...
Rolle Darsteller Deutscher Sprecher
Peter Will Smith Jan Odle
Jim Fassel Ben Foster Stefan Günther
Sergeant Howard Steven Ogg Christian Jungwirth
Dodienne Charmaine Bingwa Stefanie Dischinger
Gordon Gilbert Owuor Sebastian Winkler
Lt. Andrew Cailloux Mustafa Shakir Jochen Paletschek
Leeds Grant Harvey N/A
Harrington Ronnie Gene Blevins N/A
Senator John Lyons Timothy Hutton N/A
Tomas Jabbar Lewis N/A
John Michael Luwoye Ole Pfennig
Knowls Aaron Moten N/A
Betsy Imani Pullum N/A
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Auszeichnungen

Black Reel Awards 2023

  • Nominierung als Beste Nachwuchsdarstellerin (Charmaine Bingwa)
  • Nominierung für die Beste Kamera (Robert Richardson)[16]

NAACP Image Awards 2023

Einzelnachweise

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