Emery-Nelson-Syndrom
sehr seltene angeborene Erkrankung
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Das Emery-Nelson-Syndrom ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit den Hauptmerkmalen Minderwuchs, Deformation von Händen und Füssen sowie Gesichtsdysmorphie mit flachem Profil.[1][2]
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| Q87.8 | Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungssyndrome, anderenorts nicht klassifiziert |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Synonyme sind: Hand- und Fußdeformitäten – flaches Gesichtsprofil; englisch Hand and foot deformity-flat facies syndrome
Die Bezeichnung bezieht sich auf die Autoren der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1970 durch die schottischen Humangenetiker Alan E. H. Emery und M. M. Nelson.[3]
Das Syndrom ist nicht zu verwechseln mit dem auch Nelson-Syndrom genannten Nelson-Tumor.
Verbreitung
Klinische Erscheinungen
Klinische Kriterien sind:[1][2]
- Manifestation im Neugeborenen- bis Kleinkindesalter
- Minderwuchs
- Deformation der Hände und Füße mit Beugekontraktur der ersten 3 Metacarpophalangealgelenke, Streckkontraktur des Daumens, „Klauenzehen“
- Gesichtsauffälligkeiten mit flachem Gesichtsprofil, hoher Stirn, abgeflachter Nasenbrücke, langem Philtrum, hohem Gaumenbogen
Hinzu können Muskelhypotonie beim Säugling, geistige Behinderung, dünne Haut über Hand und Fuß, Auffälligkeiten der Nägel und Haare kommen.