Emmerich Kienmann

Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus des Österreichischen Reichsrates, Sportfunktionär From Wikipedia, the free encyclopedia

Emmerich Kienmann, auch Emerich Kienmann (* 5. November 1854 in Röschitz (Bezirk Horn)[1]; † 24. Januar 1912 in Krems[2]) war Geometrielehrer und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.[3]

Leben

Emmerich Kienmann war Sohn des Arztes Karl Kienmann († 1863). Er ging bis 1871 auf eine Realschule in Krems und besuchte von 1871 bis 1875 die Technische Hochschule Wien. Im Jahr 1877 machte er die Lehramtsprüfung für Geometrie für Oberrealschulen. 1877 war er Supplent an der Staats-Oberrealschule auf dem Schottenfeld in Wien, 1878 an der Staats-Realschule in Wien-Leopoldstadt und 1879 Professor für Geometrie an der Landesrealschule in Waidhofen an der Ybbs. 1891 war er Professor an der Landes-Oberreal- und höheren Gewerbeschule in Wiener Neustadt. Ab 1901 war er beurlaubt und im Jahr 1907 ging er in den Ruhestand.

Er war 1897 Mitgründer des Wochenblatts „Wiener Neustädter Nachrichten. Unabhängige deutschnationale Zeitung“. Von 1894 bis 1911 war er Obmann des Deutschnationalen Vereins in Wiener Neustadt (ab 1900 Deutschvolklicher Verein im Viertel unter dem Wienerwald). Als Sportfunktionär engagierte er sich auch für den Sportunterricht: Von 1884 bis 1905 war er Obmann des Ostmark-Turngaus Niederösterreich und von 1897 bis 1904 Vertreter des Turnkreises 15 im Ausschuss der Deutschen Turnerschaft.

Er starb am 24. Januar 1912 im Alter von 57 Jahren laut Sterbebuch an Blasen- und Prostatakrebs.

Er war römisch-katholisch und blieb zeit seines Lebens ledig.

Emmerich Kienmann war 1892 Gemeinderat, 1909 Stadtrat und von 1910 bis 1911 Vizebürgermeister von Wiener Neustadt. Er war auch Ehrenbürger von Wiener Neustadt.[4]

Politische Funktionen

Emmerich Kienmann war vom 27. März 1897 bis zum 30. Januar 1907 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (IX. und X. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Städte 14 (Wiener Neustadt, Neunkirchen, Pottendorf, Ebenfurth) zuständig. Bei den Wahlen von 1907 kandidierte er ebenfalls für den Reichsrat, unterlag jedoch Engelbert Pernerstorfer.[5].

Klubmitgliedschaften

Emmerich Kienmann war Mitglied im Verband der Deutschen Volkspartei und ab Februar 1902 auch Mitglied des Vorstands.

Literatur

Einzelnachweise

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