Engleshof
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Engleshof (bis 1875 Engelshof[1]) ist ein Gemeindeteil (Dorf) und eine Gemarkung von Pirk, einer Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Geographie
Das Dorf liegt 5 Kilometer südöstlich von Pirk an der Kreuzung der Kreisstraßen NEW 30 und NEW 28. Die Gemarkung Engleshof (094395) umfasst eine Fläche von 3,656 km² und hat 85 Einwohner.[2]
Geschichte
Engleshof dürfte im 12. Jahrhundert entstanden sein. Von 1276 bis 1442 sind Herren von Engelshofen in der Landgrafschaft Leuchtenberg nachweisbar. Mit Otto de Engelshoue (1276) wird der Ort erstmals erwähnt.[3] Im Neuböhmischen Saalbuch aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wird das Dorf Engelshofe erwähnt. Das Geschlecht der Engelshofer erlosch 1441 mit Martin Engelshofer. Am 20. März 1441 kam Engleshof als erledigtes Lehen an die Leuchtenberger[1] und war ab 1646 Teil des Kurfürstentums Bayern.
Der Turmhügel Engleshof ist eine abgegangene mittelalterliche Turmhügelburg (Motte), rund 125 Meter östlich von Engleshof.[4]
Die in Folge des bayerischen Gemeindeedikts von 1818 im Jahr 1821 gebildete Gemeinde umfasste die Orte Engleshof und Zeißau und die Gleitsmühle, die vorher zu Irchenrieth gehörte. Im Jahre 1830 wurde die Gemeinde Matzlesberg aufgelöst und Engleshof einverleibt.[1] Im Jahre 1838 wurde Engleshof dem neugebildeten Landgericht älterer Ordnung Weiden zugeteilt. Durch die Gebietsreform in Bayern kamen mit Wirkung vom 1. Januar 1978 die Orte Meisthof und Seibertshof zur Marktgemeinde Luhe-Wildenau, Engleshof und die übrigen Orte wurden am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Pirk eingegliedert.[5]
Die Ortschaft hat den Beinamen „Priesterdorf“, denn vier Priester gingen im letzten Jahrhundert aus ihr hervor: Wolfgang Koller (1922), Georg Dirnberger (1958), Andreas Uschold (1974) und Hans Klier (1987).[6]
Sehenswürdigkeiten
- Dorfkapelle St. Wolfgang
- Steinbrücke aus dem 17. Jahrhundert