Erika Leonaitė

litauische Juristin, Hochschullehrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Erika Leonaitė (* 10. Juni 1980 in Vilnius) ist eine litauische Juristin, Hochschullehrerin und seit 2021 Leiterin der Ombudsstelle des Seimas sowie Seimas‑Ombudsfrau der Republik Litauen. Zuvor war sie Dozentin an der Universität Vilnius und in verschiedenen Funktionen im Bereich des Verfassungsrechts und der Menschenrechte tätig.

Leben

Nach dem Abitur 1999 am Jesuitengymnasium Vilnius[1] absolvierte Erika Leonaitė von 1999 bis 2004 das Magisterstudium der Rechtswissenschaften (Fachspezialisierung Handelsrecht) an der Universität Vilnius. Im Jahr 2013 verteidigte sie an der Juristischen Fakultät der Universität Vilnius ihre Dissertation zum Thema „Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit in der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte“ und erhielt den Doktortitel der Sozialwissenschaften (Fachgebiet Rechtswissenschaft).

Von 2004 bis 2006 war sie Generalsekretärin am Handelsgerichtshof für Schiedsgerichtsbarkeit Vilnius. Anschließend arbeitete sie von 2006 bis 2010 als Juristin im Unternehmen UAB „Leksinova“.

Zwischen 2013 und 2017 war Leonaitė Assistentin, Beraterin und später Referentin des Vorsitzenden am Verfassungsgericht der Republik Litauen. Von 2017 bis 2021 leitete sie die Rechtsprogramme des Menschenrechtsmonitoring‑Instituts (Žmogaus teisių stebėjimo institutas). Seit 2004 lehrt sie als Dozentin am Institut für Internationale Beziehungen und Politikwissenschaft sowie an der Juristischen Fakultät der Universität Vilnius.

Seit 2019 ist Leonaitė Mitglied der Arbeitsgruppe für rechtliche Resilienz beim Europäischen Zentrum zur Bekämpfung hybrider Bedrohungen (Hybrid CoE).

Vom 8. September bis 6. Dezember 2021 war sie nationale Expertin des Europarats zur Umsetzung der Empfehlung Nr. (2010)5 des Ministerkomitees zur Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität.

Am 25. November 2021 wurde sie durch Beschluss des Seimas zur Seimas‑Ombudsfrau ernannt und trat ihr Amt am 7. Dezember 2021 an. Am 9. Dezember 2021 wurde sie zusätzlich zur Leiterin der Ombudsstelle des Seimas bestellt und übernahm diese Funktion am 10. Dezember 2021.[2]

Einzelnachweise

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