Ernst Emil Illaire
preußischer Geheimer Kabinettsrat und Mitglied des Staatsrats
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Leben
Illaire war ein Sohn des Obergerichtsrats Heinrich Benjamin Illaire (1760–1825). Er begann 1815 eine juristische Ausbildung an der Universität in Berlin,[1] wurde 1825 Kammergerichtsassessor, war von 1832 bis 1838 Kammergerichtsrat und anschließend Direktor des Stadtgerichts Potsdam. Von 1838 bis 1844 war er Kammergerichtsrat und Geheimer Postrat am General-Postamt. Ab 1844 gehörte er als Hilfsarbeiter der Abteilung II dem Zivilkabinett an und wurde 1846 Mitglied des Preußischen Staatsrats. 1847 wurde er Geheimer Kabinettsrat Friedrich Wilhelms IV. Ab 1849 war er Chef des Zivilkabinetts (ehemalige Abteilung II). Damit gehörte er zum engsten Beraterkreis des Königs und war eine zentrale Figur in der preußischen Verwaltung des 19. Jahrhunderts. 1859 wurde er zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt. Er stand in Briefkontakt mit bedeutenden Zeitgenossen seiner Ära, darunter der Komponist Giacomo Meyerbeer und der Naturforscher Alexander von Humboldt. Er war Mitglied des Vereins der Kunstfreunde im preußischen Staat und wurde dort 1846 zum Ausschussmitglied gewählt.
Illaire heiratete 1828 Luise Martins (1808–1898).[2] Von 1844 bis 1846 wurde für ihn im Park von Sanssouci ein einfaches Gärtnerwohnhaus von Ludwig Ferdinand Hesse zu einer Villa umgebaut. Die Pläne stammten von Ludwig Persius. Die Villa wurde auch Kleines Kabinetthaus genannt.[3] Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.[4]
Illaire wurde auf dem Bornstedter Friedhof begraben.[5]
Illaires älterer Bruder Heinrich Illaire (1788–1850) war preußischer Hofstaatssekretär und Geheimer Hofrat im Hofmarschallamt in Berlin. Er war mit Hanna Emilie Auguste Martins, einer Schwester von Illaires Ehefrau, verheiratet. Eine weitere Schwester, Wilhelmine Emilie Henriette Martins, war mit dem Sanitätsrat Carl Wilhelm Mayer verheiratet.
Weblinks
- Ernst Emil (Erneste Emile) Illaire. In: Praktiken der Monarchie.