Ernst Illi
Schaffhauser Politiker (1903-1992)
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Ernst Emil Illi[1] (* 24. Oktober 1903 in Zürich; † 30. April 1992) war ein Schweizer Politiker (SP, KPO, bis 1930: KPS). Er war von 1944 bis 1968 Gemeindepräsident von Neuhausen am Rheinfall.
Leben
Herkunft, Bildung
Ernst Illi verbrachte Teile seiner Kindheit als Verdingbub bei einem Landwirt. Er absolvierte in Bischofszell eine Lehre als Schriftsetzer.[2][3]
Politik
Illi trat 1923 dem Kommunistischen Jugendverband (KJV) und schliesslich der KPS bei. 1925 bis 1928 studierte er an der Kommunistischen Universität der nationalen Minderheiten des Westens in Moskau. In Moskau verkehrte er im Deutschen Klub, wo auch die russische Parteiopposition zu Wort kam. 1930 kehrte er in die Schweiz zurück, wurde aus der KPS ausgeschlossen und schloss sich der KPO in Zürich um Moritz Mandel an. Im gleichen Jahr zog er nach Schaffhausen und war Teil der KPO-Sektion um Walther Bringolf, die mit der Komintern brach. In Schaffhausen war er von 1932 bis 1944 Arbeitersekretär. Von 1955 bis 1967 war er Zentralpräsident des SATUS.[2][3] Von 1936 bis 1968 war er Schaffhauser Kantonsrat. 1950 und 1962 war er Kantonsratspräsident.[4][5]
Von 1944 bis 1968 war Illi Gemeindepräsident in Neuhausen am Rheinfall.[2][3] Illi prägte das Stadtbild von Neuhausen bis heute. Der spätere Neuhauser Gemeindepräsident Hansjörg Wahrenberger charakterisierte Illi so: «Er war einer, der befahl.» Auch über Volksentscheide hinweg setzte er einen Fokus auf Hochhäuser im Stadtbild durch.[6] 1970 wurde er zum Ehrenbürger von Neuhausen ernannt.[4]