Ernst Uranowski

deutscher Parteifunktionär (NSDAP) From Wikipedia, the free encyclopedia

Ernst Uranowski (* 16. Juli 1906 in Freiburg in Schlesien, Landkreis Schweidnitz, Provinz Schlesien; † im 20. Jahrhundert) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP).

Leben

Ernst Uranowski wurde als Sohn des Klempnermeisters Franz Uranowski geboren und machte nach dem Besuch der Handelsschule eine Ausbildung in einer Eisenwarengroßhandlung in Waldenburg. 1924 kam er nach Minden, wo er in seinem erlernten Beruf eine Beschäftigung fand. Bevor er nach Schlesien zurückkehrte, war er in Soest und in Bochum in einer Eisenwarengroßhandlung tätig. Er führte das Geschäft seines verstorbenen Vaters bis Ende Mai 1931 weiter und kam nach Südwestdeutschland, um dort bis zum 31. März 1932 in einer Metallwarenfabrik zu arbeiten. Er betätigte sich politisch und trat zum 22. Juni 1926 der NSDAP (Mitgliedsnummer 40.805 Ortsgruppe Minden) bei. Zuvor gehörte er dem Bund Oberland an. Ab dem 1. April 1925 war er Mitglied der SA, wo er 1938 Obersturmbannführer (vergleichbar einem Oberstleutnant) war.

Am 14. Juni 1933 wurde er zum NSDAP-Kreisleiter im Kreis Warburg ernannt und übte dieses Amt bis Mai 1938 aus. In dieser Zeit war er Leiter des Kreiswohlfahrtsamtes und Amtsbürgermeister im Amt Peckelsheim, später im Landkreis Grafschaft Schaumburg. Im Oktober 1938 wurde er Propagandaleiter im Gau Westfalen-Nord[1] und versah dieses Amt bis zum Kriegsende. In dieser Zeit wurde er durch Karl Dreier vertreten. Am 10. April 1943 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und bei den Kämpfen schwer verwundet. 1944 kam er als Oberbereichsleiter wieder an seinen alten Arbeitsplatz zurück.[2]

Über den weiteren Lebensweg gibt die Quellenlage kaum Aufschlüsse. Er lebte bis zum 1. November 1954 unter dem Falschnamen Willi Abke in Rehburg, verzog nach Würzburg und von dort nach Wiesbaden, wo er als Kaufmann tätig war.[3]

Literatur

  • Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 203f. (Digitalisat)

Einzelnachweise

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