Provinz Schlesien

Provinz im Südosten des Staates Preußen (1815-1919 und 1938-1941) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Provinz Schlesien (inoffiziell auch als Preußisch-Schlesien bekannt) war eine Provinz im Südosten Preußens. Zu ihr gehörte der größte Teil der historischen Region Schlesien. Ihre Hauptstadt war Breslau. Die Provinz Schlesien bestand von 1815 bis 1919 und nochmals von 1938 bis 1941. In den Jahren 1919 bis 1938 und ab 1941 war sie in die Provinzen Niederschlesien und Oberschlesien geteilt.

Schnelle Fakten Flagge, Wappen ...
Preußische Provinz
Schlesien
Flagge Wappen
Fahne – Landesfarben der preußischen Provinz Schlesien
Wappen der Provinz
Lage in Preußen
Rot: Lage der Provinz Schlesien in Preußen (blau)
Daten aus dem Jahr {{{Stand}}}
Bestehen 1815–1919, 1938–1941
Provinzhauptstadt Breslau
Fläche 40.335 km² (1910)[1]
37.013 km² (1939)[2]
Einwohner 4.868.764 (1939)[2]
Bevölkerungsdichte 132 Ew./km² (1939)
Verwaltung 3 Regierungsbezirke
Kfz-Kennzeichen I K
Entstanden aus Schlesien
Aufgegangen in Provinz Niederschlesien, Provinz Oberschlesien
Heute Teil vonPolen; zu geringen Anteilen Sachsen, Brandenburg, Tschechien
Karte
Karte Schlesiens von 1905
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Geschichte

Physische Karte von Schlesien im Jahr 1905

Den größten Teil des Herzogtums Schlesien und die Grafschaft Glatz hatte 1742 der preußische König Friedrich II. nach dem Ersten Schlesischen Krieg infolge des Friedens von Berlin zu einer Provinz des Staats Preußen gemacht.[3] Nachdem Preußen nach dem Wiener Kongress alle seine Territorien 1815 in neuer Form einheitlich als Provinzen organisiert hatte, kam die nördliche Oberlausitz um Görlitz 1816 zur Provinz Schlesien hinzu. Die historische Teillandschaft Oberschlesien bildete den Regierungsbezirk Oppeln. Niederschlesien wurde in die Regierungsbezirke Breslau und Liegnitz eingeteilt, sowie kurzzeitig auch in den Regierungsbezirk Reichenbach.

Bis zum Jahr 1870 war Schlesien die bevölkerungsstärkste Provinz des preußischen Staates.[4] Als Teil Preußens gehörte die Provinz bis 1866 zum Deutschen Bund und ab 1871 zum Deutschen Reich. Bei den Reichstagswahlen wählten die überwiegend katholischen Oberschlesier mehrheitlich die Zentrumspartei, die Niederschlesier zunächst überwiegend die Partei der „Deutsch Freisinnigen“, später zunehmend die SPD. Mit der Industrialisierung wurde Oberschlesien mit seinen Steinkohlebergwerken zu einem wichtigen Industriegebiet des Reiches.

Als nach dem Ersten Weltkrieg die Zweite Polnische Republik entstand und Gebietsansprüche auf Teile der östlichen preußischen Provinzen stellte, wurde das Gebiet 1919 in die Provinzen Nieder- und Oberschlesien geteilt, um den vielen slawischsprachigen Oberschlesiern mehr Eigenständigkeit zu geben und sie so in der anstehenden Volksabstimmung in Oberschlesien für das Reich zu halten. Auch infolge der drei polnischen Aufstände in Oberschlesien mussten Teile Oberschlesiens (Ostoberschlesien) 1922 an Polen abgetreten werden. Das Hultschiner Ländchen ging schon 1920 an die Tschechoslowakei.

1938 entstand die Provinz kurzzeitig neu. Nach dem Überfall auf Polen annektiertes Territorium, das im Südosten deutlich über die früheren Grenzen hinausreichte, kam Ende 1939 völkerrechtswidrig dazu.

1941 wieder geteilt, wurde das Gebiet unter Ausschluss militärischer Sperrgebiete 1945 nach dem Zweiten Weltkrieg von der sowjetischen Besatzungsmacht fast gänzlich der Volksrepublik Polen zur Verwaltung unterstellt. Es begann danach die Zuwanderung von Polen. In der Folgezeit wurde die deutsche Bevölkerung von der polnischen Administration aus dem besetzten Teil der Provinz weitgehend vertrieben.

Heute verteilt sich das Gebiet auf die polnischen Woiwodschaften Schlesien, Niederschlesien und Oppeln, ferner auch Lebus, Großpolen und Kleinpolen. Ein kleiner Teil lag in der SBZ und verteilt sich heute innerhalb des Freistaates Sachsen auf die Landkreise Bautzen und Görlitz sowie in Brandenburg auf das Gebiet um die Stadt Ruhland.

Einwohnerentwicklung

Obwohl Schlesien, genauso wie die anderen östlichen Provinzen Preußens im 19. Jahrhundert von der sogenannten „Ostflucht“, d. h. der Abwanderung großer Bevölkerungsteile in die sich entwickelnden Industriegebiete Mittel- und Westdeutschlands betroffen war, wuchs die Bevölkerung stark an. Anteilmäßig besonders stark wuchs die Bevölkerung des Regierungsbezirks Oppeln, dessen Anteil an der Provinzbevölkerung von 27 % im Jahr 1816 auf 42 % im Jahr 1910 stieg.

Weitere Informationen Jahr, Regierungsbezirke ...
Einwohnerzahlen
Jahr Schlesien
gesamt[5][6][7]
Regierungsbezirke[8]
Breslau Liegnitz Oppeln[9]
18161.942.063779.818637.461524.784
18192.061.589561.173
18432.948.8841.117.204892.056939.624
18463.065.809987.318
1855[10]3.178.5161.227.0091.014.383939.124
18713.707.1671.414.584983.0201.309.563
18804.007.9251.441.296
18904.224.4581.577.731
19004.668.8571.697.7191.102.9921.868.146
19105.225.9621.841.3981.176.5832.207.981
19254.511.6061.897.1721.235.1561.379.278
19334.686.7691.944.2971.259.7071.482.765
19394.868.764
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Verwaltungseinteilung 1910

Das 1895 erbaute Landeshaus in Breslau war Sitz des Oberpräsidenten der Provinz Schlesien.

Regierungsbezirk Breslau

Stadtkreise

  1. Breslau
  2. Brieg (seit 1907)
  3. Schweidnitz

Kreise und Landkreise

Regierungsbezirk Liegnitz

Stadtkreise

  1. Görlitz
  2. Liegnitz

Kreise und Landkreise

Regierungsbezirk Oppeln

Stadtkreise

  1. Beuthen
  2. Gleiwitz
  3. Kattowitz
  4. Königshütte
  5. Neisse (seit 1911)
  6. Oppeln
  7. Ratibor (seit 1904)

Kreise und Landkreise

Verwaltungskarte

Stadt- und Landkreise von Schlesien (1905):
  • Regierungsbezirk Liegnitz
  • Regierungsbezirk Breslau
  • Regierungsbezirk Oppeln
  • Sprachensituation in der Provinz Schlesien nach der preußischen Statistik 1905/06.
  • Deutsche Sprache
  • Polnische Sprache
  • Tschechische Sprache
  • Sorbische Sprache
  • Zweisprachig
  • Andere Sprachen
  • Entwicklung der Sprachenverhältnisse

    Die folgenden Tabellen enthalten Daten, die vom preußischen Statistikamt bei der Volkszählung von 1905 erhoben wurden:[11]

    Weitere Informationen Region, Deutsch ...
    RegionDeutschPolnischMährischeWendischeine andere SpracheDeutsch und eine andere SpracheGesamt
    Reg. Breslau 1,701,734 (95,9 %) 50,391 (2,8 %) 765 (0,0 %) 36 (0,0 %) 12,151 (0,7 %) 8,802 (0,5 %) 1,773,879
    Reg. Liegnitz 1,089,266 (96,1 %) 12,174 (1,1 %) 467 (0,0 %) 24,488 (2,2 %) 3,254 (0,3 %) 3,496 (0,3 %) 1,133,145
    Reg. Oppeln 757,200 (37,2 %) 1,158,826 (56,9 %) 59,205 (2,9 %) 42 (0,0 %) 5,148 (0,3 %) 55,230 (2,7 %) 2,035,651
    Prov. Schlesien3,548,200 (71,8 %)1,221,391 (24,7 %)60,437 (1,2 %)24,566 (0,5 %)20,553 (0,4 %)67,528 (1,4 %)4,942,675
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    Weitere Informationen Kreis, Deutsch ...
    Regierungsbezirk Breslau
    KreisDeutschPolnischMährischeWendischeine andere SpracheDeutsch und eine andere SpracheGesamt
    Breslau (Stadtkreis)460,366 (97,8 %)6,286 (1,3 %)149 (0,0 %)2 (0,0 %)1,235 (0,3 %)2,866 (0,6 %)470,904
    Brieg (Stadtkreis)25,504 (92,8 %)1,733 (6,3 %)33 (0,1 %)9 (0,0 %)41 (0,1 %)166 (0,6 %)27,486
    Schweidnitz (Stadtkreis)29,424 (96,3 %)941 (3,1 %)32 (0,1 %)2 (0,0 %)74 (0,2 %)67 (0,2 %)30,540
    Breslau (Landkreis)88,282 (97,0 %)2,252 (2,5 %)17 (0,0 %)7 (0,0 %)153 (0,2 %)256 (0,3 %)90,967
    Brieg (Landkreis)35,908 (95,1 %)1,129 (3,0 %)4 (0,0 %)(0,0 %)9 (0,0 %)711 (1,9 %)37,761
    Frankenstein45,304 (99,3 %)169 (0,4 %)32 (0,1 %)(0,0 %)119 (0,3 %)1 (0,0 %)45,625
    Glatz59,267 (93,5 %)651 (1,0 %)7 (0,0 %)(0,0 %)3,258 (5,1 %)223 (0,4 %)63,406
    Groß Wartenberg25,449 (54,2 %)18,025 (38,4 %)9 (0,0 %)(0,0 %)1,348 (2,9 %)2,133 (4,5 %)46,964
    Guhrau31,476 (96,0 %)1,253 (3,8 %)4 (0,0 %)(0,0 %)23 (0,1 %)45 (0,1 %)32,801
    Habelschwerdt56,560 (98,3 %)132 (0,2 %)109 (0,2 %)2 (0,0 %)666 (1,2 %)50 (0,1 %)57,519
    Militsch46,647 (97,4 %)1,128 (2,4 %)2 (0,0 %)1 (0,0 %)24 (0,1 %)85 (0,2 %)47,887
    Münsterberg31,814 (98,4 %)444 (1,4 %)11 (0,0 %)(0,0 %)48 (0,1 %)29 (0,1 %)32,346
    Namslau24,554 (72,5 %)8,068 (23,8 %)14 (0,0 %)(0,0 %)31 (0,1 %)1,203 (3,6 %)33,870
    Neumarkt54,841 (97,9 %)1,046 (1,9 %)9 (0,0 %)(0,0 %)33 (0,1 %)62 (0,1 %)55,991
    Neurode48,850 (98,4 %)118 (0,2 %)45 (0,1 %)1 (0,0 %)615 (1,2 %)26 (0,1 %)49,655
    Nimptsch28,307 (97,1 %)743 (2,5 %)1 (0,0 %)(0,0 %)71 (0,2 %)30 (0,1 %)29,152
    Oels62,760 (97,9 %)1,020 (1,6 %)8 (0,0 %)1 (0,0 %)63 (0,1 %)255 (0,4 %)64,107
    Ohlau54,311 (99,0 %)445 (0,8 %)7 (0,0 %)(0,0 %)27 (0,0 %)87 (0,2 %)54,877
    Reichenbach70,773 (98,9 %)366 (0,5 %)30 (0,0 %)(0,0 %)299 (0,4 %)68 (0,1 %)71,536
    Schweidnitz (Landkreis)71,102 (98,6 %)808 (1,1 %)12 (0,0 %)(0,0 %)83 (0,1 %)139 (0,2 %)72,144
    Steinau22,685 (97,9 %)449 (1,9 %)1 (0,0 %)(0,0 %)22 (0,1 %)12 (0,1 %)23,169
    Strehlen32,232 (91,1 %)285 (0,8 %)4 (0,0 %)(0,0 %)2,861 (8,1 %)2 (0,0 %)35,384
    Striegau43,187 (98,7 %)459 (1,0 %)19 (0,0 %)3 (0,0 %)72 (0,2 %)28 (0,1 %)43,768
    Trebnitz50,423 (97,7 %)1,051 (2,0 %)7 (0,0 %)(0,0 %)57 (0,1 %)48 (0,1 %)51,586
    Waldenburg160,001 (99,0 %)338 (0,2 %)193 (0,1 %)8 (0,0 %)885 (0,5 %)178 (0,1 %)161,603
    Wohlau41,707 (97,4 %)1,052 (2,5 %)6 (0,0 %)(0,0 %)34 (0,1 %)32 (0,1 %)42,831
    Überhaupt (Reg. Breslau)1,701,734 (95,9 %)50,391 (2,8 %)765 (0,0 %)36 (0,0 %)12,151 (0,7 %)8,802 (0,5 %)1,773,879
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    Weitere Informationen Kreis, Deutsch ...
    Regierungsbezirk Liegnitz
    KreisDeutschPolnischMährischeWendischeine andere SpracheDeutsch und eine andere SpracheGesamt
    Görlitz (Stadtkreis)82,674 (98,7 %)558 (0,7 %)20 (0,0 %)35 (0,0 %)313 (0,4 %)166 (0,2 %)83,766
    Liegnitz (Stadtkreis)59,237 (99,1 %)321 (0,5 %)8 (0,0 %)(0,0 %)115 (0,2 %)68 (0,1 %)59,749
    Bolkenhain28,992 (99,1 %)137 (0,5 %)63 (0,2 %)(0,0 %)52 (0,2 %)11 (0,0 %)29,255
    Bunzlau62,685 (98,6 %)680 (1,1 %)33 (0,1 %)7 (0,0 %)111 (0,2 %)88 (0,1 %)63,604
    Freystadt53,305 (98,3 %)699 (1,3 %)5 (0,0 %)(0,0 %)106 (0,2 %)137 (0,3 %)54,252
    Glogau71,243 (96,7 %)1,995 (2,7 %)5 (0,0 %)4 (0,0 %)87 (0,1 %)341 (0,5 %)73,675
    Goldberg-Haynau49,803 (98,0 %)875 (1,7 %)17 (0,0 %)3 (0,0 %)53 (0,1 %)74 (0,1 %)50,825
    Görlitz (Landkreis)57,554 (99,0 %)271 (0,5 %)18 (0,0 %)81 (0,1 %)140 (0,2 %)78 (0,1 %)58,142
    Grünberg55,740 (98,9 %)463 (0,8 %)13 (0,0 %)2 (0,0 %)59 (0,1 %)74 (0,1 %)56,351
    Hirschberg81,648 (98,8 %)327 (0,4 %)38 (0,0 %)6 (0,0 %)531 (0,6 %)124 (0,1 %)82,674
    Hoyerswerda23,982 (61,2 %)178 (0,5 %)32 (0,1 %)14,425 (36,8 %)86 (0,2 %)457 (1,2 %)39,160
    Jauer34,711 (96,9 %)1,069 (3,0 %)5 (0,0 %)(0,0 %)44 (0,1 %)(0,0 %)35,829
    Landeshut51,303 (98,6 %)101 (0,2 %)36 (0,1 %)26 (0,0 %)516 (1,0 %)28 (0,1 %)52,010
    Lauban71,147 (99,2 %)345 (0,5 %)18 (0,0 %)5 (0,0 %)132 (0,2 %)68 (0,1 %)71,715
    Liegnitz (Landkreis)40,586 (97,5 %)899 (2,2 %)37 (0,1 %)2 (0,0 %)58 (0,1 %)46 (0,1 %)41,628
    Löwenberg60,532 (98,9 %)306 (0,5 %)12 (0,0 %)8 (0,0 %)323 (0,5 %)42 (0,1 %)61,223
    Lüben31,231 (98,0 %)569 (1,8 %)10 (0,0 %)(0,0 %)27 (0,1 %)21 (0,1 %)31,858
    Rothenburg52,995 (81,3 %)390 (0,6 %)64 (0,1 %)9,875 (15,1 %)256 (0,4 %)1,624 (2,5 %)65,204
    Sagan56,595 (98,5 %)720 (1,3 %)31 (0,1 %)9 (0,0 %)71 (0,1 %)3 (0,0 %)57,429
    Schönau24,672 (97,8 %)474 (1,9 %)(0,0 %)(0,0 %)81 (0,3 %)4 (0,0 %)25,231
    Sprottau38,631 (97,6 %)797 (2,0 %)2 (0,0 %)(0,0 %)93 (0,2 %)42 (0,1 %)39,565
    Überhaupt (Reg. Liegnitz)1,089,266 (96,1 %)12,174 (1,1 %)467 (0,0 %)24,488 (2,2 %)3,254 (0,3 %)3,496 (0,3 %)1,133,145
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    Weitere Informationen Kreis, Deutsch ...
    Regierungsbezirk Oppeln
    KreisDeutschPolnischMährischeWendischeine andere SpracheDeutsch und eine andere SpracheGesamt
    Beuthen (Stadtkreis)35,513 (58,9 %)22,644 (37,6 %)66 (0,1 %)(0,0 %)234 (0,4 %)1,816 (3,0 %)60,273
    Gleiwitz (Stadtkreis)42,966 (70,1 %)13,274 (21,6 %)12 (0,0 %)(0,0 %)42 (0,1 %)5,032 (8,2 %)61,326
    Kattowitz (Stadtkreis)26,817 (75,0 %)6,690 (18,7 %)53 (0,1 %)20 (0,1 %)85 (0,2 %)2,107 (5,9 %)35,772
    Königshütte (Stadtkreis)33,352 (50,5 %)27,374 (41,4 %)74 (0,1 %)(0,0 %)200 (0,3 %)5,042 (7,6 %)66,042
    Oppeln (Stadtkreis)24,051 (78,2 %)6,200 (20,2 %)8 (0,0 %)1 (0,0 %)31 (0,1 %)474 (1,5 %)30,765
    Ratibor (Stadtkreis)21,204 (64,9 %)9,893 (30,3 %)438 (1,3 %)(0,0 %)67 (0,2 %)1,088 (3,3 %)32,690
    Beuthen (Landkreis)39,662 (23,6 %)122,965 (73,1 %)253 (0,2 %)(0,0 %)359 (0,2 %)4,867 (2,9 %)168,106
    Kosel14,804 (20,1 %)56,698 (76,8 %)55 (0,1 %)1 (0,0 %)19 (0,0 %)2,208 (3,0 %)73,785
    Falkenberg33,771 (88,7 %)4,065 (10,7 %)8 (0,0 %)(0,0 %)32 (0,1 %)192 (0,5 %)38,068
    Groß Strehlitz11,762 (16,1 %)59,812 (82,1 %)4 (0,0 %)(0,0 %)870 (1,2 %)432 (0,6 %)72,880
    Grottkau40,107 (98,6 %)516 (1,3 %)9 (0,0 %)(0,0 %)27 (0,1 %)4 (0,0 %)40,663
    Zabrze38,118 (27,3 %)97,703 (70,0 %)108 (0,1 %)(0,0 %)147 (0,1 %)3,421 (2,5 %)139,497
    Kattowitz (Landkreis)45,994 (25,0 %)130,926 (71,2 %)190 (0,1 %)14 (0,0 %)546 (0,3 %)6,277 (3,4 %)183,947
    Kreuzburg20,641 (41,4 %)28,318 (56,7 %)7 (0,0 %)(0,0 %)16 (0,0 %)928 (1,9 %)49,910
    Leobschütz70,548 (84,3 %)4,476 (5,3 %)7,341 (8,8 %)2 (0,0 %)119 (0,1 %)1,236 (1,5 %)83,722
    Lublinitz7,235 (15,0 %)30,373 (62,8 %)4 (0,0 %)(0,0 %)5 (0,0 %)10,715 (22,2 %)48,332
    Neiße98,886 (97,9 %)1,749 (1,7 %)62 (0,1 %)1 (0,0 %)77 (0,1 %)248 (0,2 %)101,023
    Neustadt51,797 (52,3 %)45,957 (46,4 %)31 (0,0 %)(0,0 %)37 (0,0 %)1,134 (1,1 %)98,956
    Oppeln (Landkreis)18,996 (17,2 %)88,102 (79,8 %)14 (0,0 %)3 (0,0 %)1,839 (1,7 %)1,410 (1,3 %)110,364
    Pleß13,902 (12,2 %)98,178 (86,2 %)37 (0,0 %)(0,0 %)53 (0,0 %)1,678 (1,5 %)113,848
    Ratibor (Landkreis)11,676 (9,7 %)56,944 (47,5 %)50,203 (41,9 %)(0,0 %)35 (0,0 %)966 (0,8 %)119,824
    Rosenberg7,180 (14,2 %)42,509 (84,3 %)17 (0,0 %)(0,0 %)4 (0,0 %)707 (1,4 %)50,417
    Rybnik17,938 (16,4 %)90,253 (82,5 %)159 (0,1 %)(0,0 %)227 (0,2 %)872 (0,8 %)109,449
    Tarnowitz16,468 (23,8 %)51,753 (74,7 %)29 (0,0 %)(0,0 %)52 (0,1 %)994 (1,4 %)69,296
    Tost-Gleiwitz13,812 (18,0 %)61,454 (80,1 %)23 (0,0 %)(0,0 %)25 (0,0 %)1,382 (1,8 %)76,696
    Überhaupt (Reg. Oppeln)757,200 (37,2 %)1,158,826 (56,9 %)59,205 (2,9 %)42 (0,0 %)5,148 (0,3 %)55,230 (2,7 %)2,035,651
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    Muttersprachen Schlesiens laut der Volkszählung von 1905

    Oberpräsidenten

    Siehe auch

    Literatur

    • Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Schlesien (= Kröners Taschenausgabe. Band 316). Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3.
    • Hugo Weczerka: Stadt- und Marktgründungen und Stadtabgänge in Schlesien 1450–1800. In: Zeitschrift für Ostforschung. Band 23, 1974, S. 193–260.
    • Lucyna Harc, Przemysław Wiszewski, Rościsław Żerelik (Hrsg.): Region Divided. Times of Nation-States (1918–1945) (= Cuius regio? Ideological and Territorial Cohesion of the Historical Region of Silesia (c. 1000–2000). Band 4). Breslau 2014, eBooki.com.pl, ISBN 978-83-927132-8-9 (PDF; 2,1 MB).
    • Helmut Bleiber, Walter Schmidt: Schlesien auf dem Weg in die bürgerliche Gesellschaft. Bewegungen und Protagonisten der schlesischen Demokratie im Umfeld von 1848. Erster und Zweiter Halbband, trafo verlag, Berlin 2007 (= Silesia. Schlesien im europäischen Bezugsfeld. Quellen und Forschungen. Band 6). ISBN 978-3-89626-639-2 und ISBN 978-3-89626-671-2.

    Schrifttum bis 1945

    In umgekehrter Reihenfolge des Erscheinens

    • Paul Weber: Die Polen in Oberschlesien: eine statistische Untersuchung. Verlagsbuchhandlung von Julius Springer, Berlin 1913.
    • Joseph Partsch: Schlesien – Eine Landeskunde für das deutsche Volk auf wissenschaftlicher Grundlage. Breslau 1896/1911.
      • Teil I: Das ganze Land, Hirt, Breslau 1896 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
      • Teil II: Landschaften und Siedelungen, Hirt, Breslau 1911 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
    • Königlich Preußisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen. Heft VI: Provinz Schlesien, Berlin 1908 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
    • Schlesisches Güter-Adreßbuch. Verzeichniß sämmtlicher Rittergüter und selbständigen Guts- und Forstbezirke, sowie solcher größeren Güter, welche innerhalb des Gemeindeverbandes mit einem Reinertrag von etwa 1500 Mark und mehr zur Grundsteuer veranlagt sind. Fünfte Ausgabe. Verlag Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1894 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
    • Königl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vorläufige Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1890 im Königreiche Preußen sowie in den Fürstenthümern Waldeck und Pyrmont, Berlin 1891, S. 19–25 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
    • Gustav Neumann: Geographie des Preußischen Staats (= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung.) 2. Auflage. Band 2. Berlin 1874, S. 164–232 (Scan in der Google-Buchsuche).
    • Franz Heinrich Ungewitter: Die preußische Monarchie nach den zuverlässigsten Quellen geographisch, statistisch, topographisch und historisch ausführlich und übersichtlich dargestellt. Ein Handbuch für Staats- und Communalbehörden, so wie zum Privatgebrauch. Nicolai, Berlin 1859, S. 753–797 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
    • Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, nebst beigefügter Eintheilung des Landes nach den Bezirken der drei Königlichen Regierungen, den darin enthaltenen Fürstenthümern und Kreisen, mit Angabe des Flächeninhaltes, der mittleren Erhebung über der Meeresfläche, der Bewohner, Gebäude, des Viehstandes u.s.w. 2. Auflage, Breslau 1845 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
    • Königliches Statistisches Bureau (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Schlesien und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871. Berlin 1874, S. 86 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
    • Johann Georg Knie: Alphabethisch-Statistisch-Topographische Uebersicht aller Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, mit Einschluß des jetzt ganz zur Provinz gehörenden Markgrafthums Ober-Lausitz und der Grafschaft Glatz; nebst beigefügter Nachweisung von der Eintheilung des Landes nach den verschiedenen Zweigen der Civil-Verwaltung. Graß, Barth und Comp., Breslau 1830 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
    • Robert Semple: Observations made on a tour from Hamburg through Berlin, Gorlitz, and Breslau, to Silberberg; and thence to Gottenburg, London 1814 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
    • F. Leonardi (Hrsg.): Erdbeschreibung der Preußischen Monarchie. Band 3, Halle 1794, S. 210–303 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
    Commons: Provinz Schlesien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
    Wikisource: Schlesien – Quellen und Volltexte
    • Literatur von und über Provinz Schlesien im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
    • Provinz Schlesien. In: deutsche-schutzgebiete.de. Archiviert vom Original am 25. Januar 2025; abgerufen am 23. November 2025 (u. a. Bundesstaaten, Städte und Kolonien des Deutschen Reiches (Kaiserreich) in zeitgenössischen Texten und Bildern).

    Einzelnachweise

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