Ernst von Keffenbrinck-Griebenow
deutscher Gutsherr, Verwaltungsbeamter und Hofbeamter
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Leben
Ernst von Keffenbrinck war ein Sohn des Ehrenfried Graf von Keffenbrinck-Griebenow († 1875),[1] Besitzer der Fideikommissgüter Griebenow, Kreuzmannshagen und Willershusen, und der Jeannette, geb. Freiin Schoultz von Ascheraden aus dem Haus Nehringen.[2]
Nach dem Besuch des Gymnasiums Stralsund studierte er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Rechtswissenschaften. 1844 wurde er Mitglied des Corps Rhenania Bonn.[3]

Nach dem Studium wurde er Fideikommissbesitzer von Gut und Schloss Griebenow. 1866 wurde er Landrat des Landkreises Grimmen.[4] Das Amt hatte er bis etwa 1877 inne. Von 1876 bis 1881 gehörte er dem Provinziallandtag der Provinz Pommern an.[5]
Nach dem Tod seines Vaters 1875 übernahm er gemäß einer Vereinbarung mit seinem älteren Bruder Ludwig (* 1820) den Fideikommiss und erhielt 1876 die daran gebundene Genehmigung zur Führung des Grafentitels.[6] Sein zweiter Bruder Axel Carl von Keffenbrinck (* 1826; † 1889) war nicht in den Besitz konkreter eingebunden.
Von Keffenbrinck war preußischer Kammerherr und seit 1884 Ehrenritter[7] des Johanniterordens. Ab 1868 war er mit Maria von Dycke, verwitwete Freifrau von der Lancken-Wakenitz verheiratet, der Tochter des Gutsbesitzers und Politikers Otto von Dycke. Mit ihr hatte er die Tochter Frida (* 1871) und den Sohn Siegfried (* 1873; † 1920), beide geboren in Clevenow. Siegfried von Keffenbrinck wurde Erbe von Griebenow, dann sein Neffe Friedrich Ernst von Langen-Keffenbrinck, der seit 1922 diesen Doppelnamen führte.
Auszeichnungen
- Königlicher Kronen-Orden (Preußen), 3. Klasse (1865, aus Anlaß der 50jährigen Jubelfeier der Einverleibung von Neu-Vorpommern und Rügen in Preußen)[8]
- Roter Adlerorden, 4. Klasse (18. Januar 1874)[9]
Literatur
- 389. † v. Keffenbrinck-Griebenow, Ernst, Graf. In: Matrikel der Bonner Rhenanen 1820 1970, Band 4 der Blaubücher der Bonner Rhenania, Bonn 1970, S. 79–80.
- von Keffenbrinck-Griebenow. In: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. 1874. Siebenundvierzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1873, S. 412–413.
- Ernst von Keffenbrinck-Griebenow. In: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1894. Siebenundsechzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1893, S. 499–500.