Ethel Goodenough
1900-1946
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Ethel Mary Goodenough, bekannt als Angela Goodenough (* 12. Januar 1900 in Shimla, Shimla Hill States, Britisch-Indien; † 10. Februar 1946 in Colombo, Britisch-Ceylon), war eine britische Marineoffizierin und die stellvertretende Direktorin des Women’s Royal Naval Service (Wrens) war, als dieser 1939 neu gegründet wurde.[1]

Leben
Goodenough war die Tochter von Muriel Grace Mitford, geborene Ogbourne (1877–1955) und Herbert Lane Goodenough (1865–1937), einem Captain der indischen Armee. Sie hatte zwei jüngere Geschwister, Katherine Muriel Goodenough (1901–1981) und Frederick Cockerell Goodenough (1911–1951).
Vor der Geburt des jüngeren Bruders 1911 kehrte Familie nach Großbritannien zurück. Ihre Eltern sorgten privat für ihre Ausbildung, und ihre erste Anstellung hatte sie in der Admiralität, der Verwaltung der Royal Navy. Sie hatte mehrere Verwandte in der Marine und arbeitete auch danach im Civil Service auf Positionen, die diesem Teil der Streitkräfte nahestanden. Bis 1937 war sie in der Verwaltung bis zur Senior Woman Officer befördert worden. Sie war verantwortlich für das Wohlergehen aller Frauen, die im öffentlichen Dienst beschäftigt waren, sowie für die Rekrutierung weiterer temporärer Mitarbeiterinnen.
Als 1939 der Krieg ausbrach, wurde der Women’s Royal Naval Service (WRNS), die sogenannten Wrens, der 1919 aufgelöst worden war, neu gegründet. Vera Laughton Mathews wurde die neue Direktorin der Wrens, mit Goodenough als stellvertretender Direktorin (Deputy Director), im Rang eines Superintendent. Am 3. September 1939 befand sie sich kurz nach 11 Uhr im Büro des First Sea Lord, als das an die Deutschen gesandte Ultimatum unbeantwortet geblieben war. Der Principal Private Secretary des Premierministers, Eric Seal, verbeugte sich vor ihr und sagte: „Miss Goodenough, ich habe die Ehre, Ihnen mitzuteilen, dass wir uns im Krieg befinden.“ Die Aufgabe, die Wrens wieder aufzubauen, fiel Mathews und ihr zu, da zu der Zeit keinerlei Stab existierte. Es gab noch etwa 1.000 Wrens, die jedoch alle mobilisiert werden mussten. Zunächst standen nur ungeschulte freiwillige Helferinnen zur Verfügung, doch sollten 1.500 Frauen rekrutiert werden. Das dafür konstituierte Auswahlgremium bestand aus Mathews, Goodenough, Myra Curtis und Lucy Nettlefold, einer juristisch ausgebildeten Geschäftsfrau, die zusammen mit Mathews an der Universität gewesen war.[2]
Goodenough wurde im Rahmen der New Year Honours 1943 als Commander des Order of the British Empire ausgezeichnet.[3] 1944 blieb sie für den Wohlfahrtsbereich zuständig, als eine weitere stellvertretende Direktorin ernannt wurde. Sie war wenig begeistert, als sie gebeten wurde, nach Ceylon zu gehen, um die große Zahl der Wrens, die in der Eastern Fleet dienten, zu betreuen. Dennoch reiste sie nach Colombo, wo sie ihre Aufgaben erfolgreich erfüllte.
1946 erkrankte sie an Polio und starb nach zwei Tagen am 10. Februar. Sie wurde auf dem Liveramentu‑Friedhof in Colombo beigesetzt.[4] An ihrer Beerdigung nahmen 200 Wrens teil, und noch im selben Monat fanden gut besuchte Gedenkfeiern sowohl in London als auch in Singapur statt.