Eugen Wiskott

deutscher Montanist From Wikipedia, the free encyclopedia

Eugen Wiskott (* 19. Dezember 1867 in Dortmund; † 24. Februar 1937 in Ebenhausen/Oberbayern) war ein deutscher Montanist und Verbandspolitiker.

Wiskott, der einer Kaufmannsfamilie entstammte, studierte Bergbau an den Technischen Universitäten München und Berlin und an der Bergakademie Berlin. Im Zeitraum 1900–1906 war er Berginspektor und Bergwerksdirektor im Dortmunder Steinkohle-Revier sowie in Oberschlesien. Er wurde dann Leiter der Bergwerksgesellschaft Hermann in Bork/Kreis Lüdinghausen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er als Zweiter Vorsitzender des Vereins für die bergbaulichen Interessen und des Zechenverbandes mit der Führung von Tarifverhandlungen und der Wahrung der Arbeitgeberinteressen in der Knappschaft betraut. 1923 nahm er an den Verhandlungen der Sechserkommission bei den Micum-Verträgen teil.

Wiskott war Vorstandsmitglied des Reichsverbandes der Deutschen Industrie und des Vorläufigen Reichswirtschaftsrats der Weimarer Republik sowie Zweiter Vorsitzender des Verbandsausschusses des Ruhrsiedlungsverbandes.

Am 11./12. Mai 1926 fanden bei Wiskott Hausdurchsuchungen der Polizei wegen eines vermuteten Rechtsputsches statt. Von der vorher verratenen Polizeiaktion waren auch Alfred Hugenberg, Albert Vögler und Fritz Winkhaus betroffen.[1]

Literatur

  • Deutsche Biographische Enzyklopädie. 2. Ausgabe (Rudolf Vierhaus, Hrsg.), Band 10, Saur, München 2008, S. 688.

Einzelnachweise

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