Eva von Engelberg
deutsche Architekturhistorikerin und Hochschullehrerin
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Eva von Engelberg, auch Eva von Engelberg-Dočkal (* 1967 in Köln), ist eine deutsche Architekturhistorikerin und Hochschullehrerin an der Universität Siegen.
Leben und Wirken
Nach ihrem Schulabschluss in Sindelfingen studierte von Engelberg ab 1988 Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität München und später der Universität Bonn. 1994 schloss sie ihr Studium mit einer Magisterarbeit über die Universitätsbibliothek Bonn ab. Anschließend arbeitete sie als Freie Mitarbeiterin beim Raabe Fachverlag, 1996 wechselte sie an das Rheinische Landesmuseum Bonn. Ab 1996 widmete sie sich zudem an der Universität Augsburg ihrer Promotion. Parallel dazu unterrichtete sie in Augsburg Deutsch als Fremdsprache. 2001 wurde von Engelberg mit einer von Andreas Tönnesmann betreuten Arbeit über Jacobus Johannes Pieter Oud zur Dr. phil. promoviert. Diese Arbeit wurde mit dem Universitätspreis der Universität Augsburg und 2007 dem Theodor-Fischer-Preis des Zentralinstituts für Kunstgeschichte München ausgezeichnet.[1] In der Folge arbeitete sie als wissenschaftliche Volontärin am Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein in Kiel.
Ab 2004 unterrichtete von Engelberg am Kunsthistorischen Institut der Universität Kiel und an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. 2006 wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HafenCity Universität Hamburg am Lehrstuhl von Petra Kahlfeldt und hielt hier Kurse zum Lehrgebiet Denkmalpflege und Entwerfen. 2008 wechselte von Engelberg an den Lehrstuhl von Hans-Rudolf Meier an der Bauhaus-Universität Weimar. In dieser Zeit arbeitete sie am von der DFG geförderten Forschungsgruppe „Geschichte und Theorie mimetischer Praktiken“ mit. 2017 habilitierte sie sich an der Bauhaus-Universität Weimar mit einer Schrift über die dänische Architektur um 1800 und erhielt die Venia legendi für Architektur und Urbanistik. Ab 2017 vertrat sie den Lehrstuhl für Theorie und Geschichte der modernen Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar. 2019 nahm von Engelberg einen Ruf der Universität Siegen an, wo sie seitdem den Lehrstuhl für Architekturgeschichte innehat.[2]
Forschung
Von Engelbergs Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in der neueren Architekturgeschichte, insbesondere der des 18.–21. Jahrhunderts. Regional liegt dabei ein Schwerpunkt auf Deutschland (vor allem in Siegen), Skandinavien und den Beneluxländern. Daneben widmet sie sich der Geschichte und Theorie der Denkmalpflege. Sie ist eine der Leiterinnen des Forschungsprojekts zur digitalen Rekonstruktion der Wilhelma.[3] Gemeinsam mit Petra Lohmann gibt sie die Schriftenreihe „Frieder und Henner“ zur Architekturgeschichte heraus.[4]
Publikationen (Auswahl)
- J. J. P. Oud zwischen De Stijl und klassischer Tradition : Arbeiten von 1916 bis 1931. Gebr. Mann, Berlin 2006, ISBN 978-3-7861-2498-6 (Dissertation).
- mit Stefan Lipsky: Kurs Schleswig-Holstein: Maritime Kultur zwischen den Meeren. Convent, Hamburg 2007, ISBN 978-3-86633-010-8.
- mit Isabell Eberling: Alte Schule Dahlbruch. Alltagsgeschichten eines Siegerländer Schulhauses. Universitätsverlag, Siegen 2024.
Weblinks
- Literatur von und über Eva von Engelberg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eva von Engelberg bei ihrem Lehrstuhl an der Universität Siegen
- Eva von Engelberg bei der Universität Weimar