Petra Lohmann

Deutsche Autorin, Philosophin und Architekturhistorikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Petra Lohmann (* 1968) ist eine deutsche Architekturphilosophin und Hochschullehrerin an der Universität Siegen.

Leben und Wirken

Lohmann studierte ab 1992 Philosophie, Psychologie und Kunstgeschichte an der Universität Siegen. 1996 erwarb sie dort einen Magisterabschluss und widmete sich anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Siegen ihrer Promotion. 2002 wurde sie von der Universität Siegen schließlich mit der Arbeit Der Begriff des Gefühls in der Philosophie Johann Gottlieb Fichtes zur Dr. phil. promoviert. Im Anschluss verblieb sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Baugeschichte & Denkmalpflege an der Universität Siegen und wurde Referentin des Prorektors für Kommunikation, Information und Medien Michael Lenhart. 2008 wurde habilitierte sich Lohmann in Siegen und erhielt die Venia legendi für das Fach Architektur. In der Folge war sie als Akademische Oberrätin auf Zeit in Siegen tätig, 2012 wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Architektur. Bereits 2010 war sie einer der Mitbegründerinnen der „Internationalen Gesellschaft für Architektur und Philosophie“ und fungierte bis 2016 als deren erste Präsidentin.

2013 wurde Lohmann in Siegen zur außerplanmäßigen Professorin für Architekturtheorie ernannt. Von 2015 bis 2018 war sie Vizepräsidentin der „Internationalen Johann Gottlieb Fichte Gesellschaft“ und ist seit 2022 deren Präsidentin. Vom Wintersemester 2017/18 bis zum Sommersemester 2019 vertrat Lohmann den Lehrstuhl für Architekturgeschichte an der Universität Siegen. Seit dem folgenden Wintersemester hat sie den ordentlichen Lehrstuhl für Architekturtheorie und Architekturphilosophie an der Universität Siegen inne. Ebenfalls seit 2019 ist sie Mitglied der Geschäftsführung des Internationalen Fichte-Forschungszentrums an der Universität Wuppertal.

Forschung

Lohmanns Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in den Schnittpunkten zwischen Architektur und Philosophie, vor allem im Hinblick auf Johann Gottlieb Fichte und dessen Einfluss auf Karl Friedrich Schinkel. In diesem Zusammenhang widmet sie sich auch der Hermeneutik. Regional widmet sie sich insbesondere der Architektur des Siegerlandes, vor allem in Grissenbach[1] und Siegburg.[2] Gemeinsam mit Eva von Engelberg gibt sie die Schriftenreihe „Frieder und Henner“ zur Architekturgeschichte heraus.[3]

Publikationen (Auswahl)

  • Der Begriff des Gefühls in der Philosophie Johann Gottlieb Fichtes. Rodopi, Amsterdam und New York 2004, ISBN 978-90-420-0858-8 (Dissertation).
  • Architektur als "Symbol des Lebens" : zur Wirkung der Philosophie Johann Gottlieb Fichtes auf die Architekturtheorie Karl Friedrich Schinkels von 1803 bis 1815. Deutscher Kunstverlag, Berlin, München 2010, ISBN 978-3-422-06925-1.
  • mit Olaf Kühne und Karsten Berr: Landschaft zwischen Philosophie und Sozialwissenschaften. Springer, Wiesbaden 2023, ISBN 978-3-658-42879-2.
  • mit Olaf Kühne und Karsten Berr: Landschaft und Gefühl – eine neopragmatistische Redeskription auf Grundlage der Philosophie Fichtes: Ein Beitrag zur humanistischen Geographie. Springer, Wiesbaden 2024, ISBN 978-3-658-45935-2.
  • mit Olaf Kühne, Karsten Berr und Kai Schuster: Panrelationen und Vokabulare auf dem Weg zu einer neopragmatistischen Synthese für Sozial- und Raumwissenschaften. Springer, Wiesbaden 2025, ISBN 978-3-658-48937-3.
  • mit Olaf Kühne, Dennis Edler, Karsten Berr und Kai Schuster: Neopragmatismus – inverse Landschaft – (karto)graphische Darstellung. Von der Kritik zur Weiterentwicklung. Springer, Wiesbaden 2025, ISBN 978-3-658-46071-6.

Einzelnachweise

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