F-53B

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F-53B ist das Kaliumsalz einer Perhalogensulfonsäure und gehört zu den per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) sowie den Chlor-substituierten Perfluoralkylethersulfonsäuren (Cl-PFESA).

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von F-53B
Allgemeines
Name F-53B
Andere Namen
  • Kalium-2-[(6-chlor-1,1,2,2,3,3,4,4,5,5,6,6-dodecafluorhexyl)oxy]-1,1,2,2-tetrafluorethansulfonat
  • 6:2-Cl-PFESA (Säure)[1]
Summenformel C8ClF16KO4S
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 73606-19-6
PubChem 25210512
ChemSpider 21442077
Wikidata Q17321574
Eigenschaften
Molare Masse 570,67 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Verwendung

F-53B wird seit den Siebzigerjahren als Antischleiermittel (Nebelunterdrücker) in der chinesischen Galvanotechnik bei der Verchromung eingesetzt.[3] Gegenüber F-53, das voll fluoriert ist, bestehen preisliche Vorteile in der Synthese. In der Wasseraufbereitung verhält es sich ähnlich wie das Anion der Perfluoroctansulfonsäure (PFOS).[3] Seit 1982 kommen auch PFOS-Salze zum Einsatz.[3]

Gefahren- und Risikobeurteilung

Anhand einer globalen Metaanalyse wurde für F-53B ein trophischer Magnifikationsfaktor (TMF) von 3,07 (95-%-Konfidenzintervall: 2,41–3,92) ermittelt, was eine hohe Bioakkumulation zeigt.[4]

F-53B hat eine ähnlich starke Bindungsaffinität zum Leber-Fettsäurebindungsprotein wie PFOS,[5] welches bioakkumulativ ist und in das Stockholmer Übereinkommen aufgenommen wurde. Zudem weist F-53B eine mindestens gleich hohe Toxizität auf wie PFOS.[5][3][6] Es wurde u. a. im Blutserum von Neugeborenen und in Fischottern aus England gefunden.[7][8]

Einzelnachweise

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