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FDGB-Pokal 1949

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Der erste Wettbewerb um den FDGB-Fußballpokal fand 1949 statt. Er nahm seinen Anfang in den vier ostdeutschen Ländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie in Ost-Berlin. Das Land Mecklenburg hatte auf die Teilnahme verzichtet. Teilnahmeberechtigt zum Ausspielen des vom Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) ausgeschriebenen Wanderpokals waren nur Betriebssportgemeinschaften sowie die Sportgemeinschaften der Volkspolizei.[1][2][3]

Schnelle Fakten
FDGB-Pokal 1949
Pokalsieger BSG Waggonfabrik Dessau (1. Titel)
Finale 28. August 1949
Finalstadion Kurt-Wabbel-Stadion, Halle (Saale)
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In den vier Flächenländern wurden im üblichen Pokalmodus in einfachen K.-o.-Runden die Pokalsieger ermittelt. In Berlin gab es eine Vierer-Punkterunde, der Sieger SG Concordia Wilhelmsruh musste gegen den Pokalsieger Brandenburgs, die SG Volkspolizei Potsdam, ein Ausscheidungsspiel absolvieren.[4]

Alle Finalteilnehmer wurden anschließend in einem Viertelfinale zusammengefasst, über das schließlich im herkömmlichen Pokalmodus der erste Sieger des FDGB-Pokals ermittelt wurde. Die Verlierer des Halbfinales spielten um den dritten Platz. Nach jeweils zwei unentschiedenen Begegnungen stand der Sieger erst im dritten Spiel fest.

Der FDGB-Pokalwettbewerb 1949 diente gleichzeitig zur Ermittlung von drei zukünftigen DDR-Oberligisten, da drei Plätze in der neuen Oberliga für Betriebssportgemeinschaften reserviert wurden.[5] Die drei auf diesem Weg ermittelten Oberligisten waren die BSG Waggonfabrik Dessau, die BSG Gera-Süd und die ZSG Horch Zwickau.

Landespokale

Brandenburg

Halbfinale

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Finale

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Ergebnis
SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 3:1 ZSG Welzow
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Sachsen-Anhalt

Viertelfinale

Halbfinale

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Ergebnis
BSG Waggonfabrik Dessau 4:0 BSG Kombinat Bitterfeld
BSG ECW Eilenburg 2:1 SG Genossenschaften Halle
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Finale

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Ergebnis
BSG ECW Eilenburg 3:1 BSG Waggonfabrik Dessau
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Sachsen

Halbfinale

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Finale

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Ergebnis
ZSG Horch Zwickau 4:0 BSG Konsum Chemnitz
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Thüringen

Halbfinale

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Finale

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Ergebnis
BSG Gera-Süd 1:0 BSG Carl Zeiss Jena
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Berlin

Abschlusstabelle

1.SG Concordia Wilhelmsruh[6][7]
2.ZSG Sparta-Siemens Lichtenberg
3.BSG VEB Buchholz
4.BSG BHW Johannisthal

Ausscheidungsspiel

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Datum Ergebnis
31. Juli 1949 SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 7:3 SG Concordia Wilhelmsruh
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Viertelfinale

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Datum Ergebnis
7. August 1949 ZSG Horch Zwickau 12:10 ZSG Welzow
7. August 1949 BSG Waggonfabrik Dessau 6:3 SG Deutsche Volkspolizei Potsdam
7. August 1949 BSG Carl Zeiss Jena 3:1 BSG ECW Eilenburg
7. August 1949 BSG Gera-Süd 1:1 n. V. BSG Konsum Chemnitz
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Wiederholungsspiel

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Datum Ergebnis
10. August 1949 BSG Konsum Chemnitz 0:3 BSG Gera-Süd
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Halbfinale

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Datum Ergebnis Stadt
13. August 1949 BSG Gera-Süd 1:0 ZSG Horch Zwickau Leipzig
14. August 1949 BSG Waggonfabrik Dessau 2:0 BSG Carl Zeiss Jena Leipzig
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Spiel um den 3. Platz

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Datum Ergebnis Stadt
20. August 1949 ZSG Horch Zwickau 1:1 n. V. BSG Carl Zeiss Jena Gera
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Wiederholungsspiele

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Datum Ergebnis Stadt
31. August 1949 ZSG Horch Zwickau 2:2 n. V. BSG Carl Zeiss Jena Dresden
6. September 1949 ZSG Horch Zwickau 5:1 BSG Carl Zeiss Jena Dessau
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Finale

Statistik

Paarung BSG Waggonfabrik Dessau – BSG Gera-Süd
Ergebnis 1:0 (0:0)
Datum 28. August 1949
Stadion Kurt-Wabbel-Stadion, Halle (Saale)
Zuschauer 10.000
Schiedsrichter Erich Pöhner (Zwickau)
Tore 1:0 Franz Kusmierek (76.)
BSG Waggonfabrik Dessau Fritz Doebler – Hans Höhne, Walter Elze – Robert Gerngroß, Paul Breitmann, Heinz Matthies – Gerhard Witte, Franz Kusmierek, Rudolf Kersten, Werner Welzel, Willy Rottmann
Cheftrainer: Johannes Manthey
BSG Gera-Süd Fritz Blumert – Helmut Sturm, Fritz Zergiebel – Max Wollenschläger, Kurt Golde, Gerhard Breitenstein – Herbert Thomas, Harry Frey, Günter Ritter, Georg Buschner, Edgar Klotz
Cheftrainer: Erich Dietel

Spielverlauf

In Halle (Saale) trafen der Pokalsieger aus Thüringen und der Pokalvize von Sachsen-Anhalt aufeinander. Bei Gera-Süd vermutete man die bessere Abwehr, die in den zurückliegenden fünf Pokalspielen nur drei Treffer zugelassen hatte. Dagegen hatten sich die Dessauer Stürmer als bisher sehr treffsicher erwiesen, sie hatten in ihren fünf Pokalspielen 20 Tore erzielt. Lange schien es so, als würde die bessere Abwehrarbeit der Geraer spielentscheidend werden, denn es gelang den Thüringern, den Dessauer Sturm um den gefährlichen Mittelstürmer Kusmierek in Schach zu halten. Über weite Strecken entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der keine Seite die Oberhand gewinnen konnte. Letztlich entschied dann doch Dessaus Torjäger Kusmierek das Spiel, sein Tor in der 76. Minute blieb der einzige Treffer, sodass sich am Ende die BSG Waggonfabrik Dessau mit dem Titel des ersten FDGB-Pokalgewinners schmücken konnte.

Siehe auch

Literatur

  • Klaus Querengässer: Fußball in der DDR 1945 – 1989; Teil 4: Der FDGB-Pokal. AGON Sportverlag, Kassel 1997, ISBN 3-89609-102-6.

Einzelnachweise

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