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Fabrício do Prado Nunes

brasilianischer römisch-katholischer Geistlicher, Weihbischof im Brasilianischen Militärordinariat From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Fabrício do Prado Nunes besuchte ab Januar 1993 das Kleine Seminar des Bistums Bagé.[1] Von 1995 bis 1999 studierte er an der Katholischen Universität von Pelotas (UCPel) und erlangte mit der Arbeit Análise ao Direito à Propriedade e à Igualdade („Analyse des Rechts auf Eigentum und Gleichheit“) ein Lizenziat im Fach Philosophie. Anschließend absolvierte er ein Theologiestudium am Instituto Superior de Teologia Paulo VI in Pelotas und erwarb 2003 mit der von Álvaro Nazareth betreuten Arbeit Bioética: em defesa da vida humana („Bioethik: Zum Schutz des menschlichen Lebens“) einen Bacharel im Fach Katholische Theologie. Parallel zu seinem Studium lehrte er von 1999 bis 2002 als Dozent Katholische Theologie und Philosophie im Theologiekurs für Laien an der Katholischen Universität von Pelotas.[2] Während seiner Studienzeit in Pelotas war er Alumnus des dortigen Priesterseminars São Francisco de Paula. Am 3. August 2003 empfing er das Sakrament der Priesterweihe für das Bistum Bagé.[1]

Nach der Priesterweihe war Fabrício do Prado Nunes zunächst von 2003 bis 2004 als Pfarrvikar der Pfarrei Sagrada Família in Bagé und als Diözesanjugendseelsorger des Bistums Bagé tätig.[1] Von 2004 bis 2005 koordinierte er die Arbeitsgruppe des Programms Sport und Freizeit in der Stadt in Bagé,[2] bevor er 2005 Pfarrer der Pfarrei Nossa Senhora Santana in Santana do Livramento wurde.[1] Zudem gehörte er von 2005 bis 2008 der Initiative zur Bekämpfung von Armut und Hunger in Santana do Livramento an und von 2008 bis 2010 dem städtischen Rat zur Drogenbekämpfung in Uruguaiana. Von 2010 bis 2011 arbeitete er bei der Generalstaatsanwaltschaft in Uruguaiana. Daneben absolvierte er von 2005 bis 2011 weitere Studien an der Pontifícia Universidade Católica do Rio Grande do Sul in Uruguaiana und erlangte mit der von Cláudio Ari Mello betreuten Arbeit Teoria Geral do Direito e Hermenêutica Jurídica na Visão de H.L.A. Hart e Ronald Dworkin („Allgemeine Rechtstheorie und Rechtshermeneutik aus der Sicht von H. L. A. Hart und Ronald Dworkin“) einen Bacharel im Fach Rechtswissenschaft. Von 2013 bis 2015 forschte er in der Arbeitsgruppe Menschenrechte, Rechtsprechung und Begründung gerichtlicher Entscheidungen zum Thema Amtsmissbrauch. Außerdem lehrte er in dieser Zeit im Ausbildungskurs für Militärgeistliche. Nach weiterführenden Studien erwarb er 2015 am Centro Universitário do Estado do Pará (CESUPA) mit der von Luciana Costa da Fonseca betreuten Arbeit A consulta prévia como uma descrição densa do processo de gestão democrática no contexto brasileiro: análise georreferenciada e circunstancializada no projeto MCH Tiriyós-PA („Die vorherige Anhörung als umfassende Beschreibung des demokratischen Verwaltungsprozesses im brasilianischen Kontext: eine georeferenzierte und kontextbezogene Analyse im Rahmen des MCH-Projekts Tiriyós in Pará“) einen Master in Rechtswissenschaft, Public Policy und Regionalplanung.[2]

Von 2015 bis 2016 wirkte Fabrício do Prado Nunes als Kaplan des brasilianischen Bataillons während der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Haiti (MINUSTAH) und lehrte Allgemeine Staatslehre, Staatsorganisationsrecht und Jugendschutzrecht an der Faculdade Pan Amazônica (FAPAN) in Belém. 2017 absolvierte er an der Escola de Aperfeiçoamento de Oficiais (ESAO) in Rio de Janeiro eine Weiterbildung im Fach Militärwissenschaft. Anschließend war er von 2017 bis 2022 Dozent im Ausbildungskurs für Militärgeistliche und Dozent für Militärethik und internationales Recht bei bewaffneten Konflikten im Offiziersausbildungskurs an der Escola de Saúde e Formação de Oficiais do Exército in Salvador. Zudem betreute er in dieser Zeit interdisziplinäre Forschungsprojekte im Offiziersausbildungskurs des Sanitätsdienstes an der Escola de Saúde e Formação Complementar do Exército (ESFCEx) in Salvador sowie Forschungsarbeiten im militärwissenschaftlichen Fernstudiengang und im Fortbildungskurs für Militärwissenschaften an der Escola de Aperfeiçoamento de Oficiais. Außerdem war er von 2018 bis 2022 militärischer Fachberater im Brasilianischen Verteidigungsministerium und stellvertretender Leiter der Abteilung für Rechtsangelegenheiten an der Escola de Saúde e Formação de Oficiais do Exército. Überdies wirkte er von 2020 bis 2022 an der Universidade Estadual do Oeste do Paraná (UNIOESTE) in einer Forschungsgruppe im Bereich historisch-kritische Pädagogik mit und betreute an der Escola de Saúde e Formação de Oficiais do Exército eine Forschungsgruppe zum Thema angewandte komplementäre Wissenschaften im Bereich der Militärwissenschaften. Daneben absolvierte am Centro Universitário do Sul de Minas in Varginha eine Weiterbildung im Bereich aktive Lernmethoden (2019–2020) und am Centro de Estudos de Pessoal im Fort Duque de Caxias einen Ausbildungskurs für Ausbilder (2021). 2025 wurde er an der Katholischen Universität von Salvador bei Kátia Oliver de Sá mit der Arbeit A natureza liberal e seus impactos jurídicos e sociológicos na governança da gestão das políticas sociais no Estado Democrático brasileiro („Der liberale Charakter und seine rechtlichen und soziologischen Auswirkungen auf die Steuerung der Sozialpolitik im demokratischen brasilianischen Staat“) im Fach Sozialpolitik promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte sind Verwaltungsrecht, internationales Recht der bewaffneten Konflikte, Allgemeine Staatslehre und Staatsorganisationsrecht sowie Geschichte der Philosophie und Umweltrecht.[2]

Außerdem war Fabrício do Prado Nunes Kaplan an der Escola de Saúde e Formação Complementar do Exército[3] und Kaplan der 17. Dschungelinfanteriebrigade in Porto Velho.[4] Später fungierte er als Verwalter der Diözesankurie und als Ökonom des Brasilianischen Militärordinariats.[1] Darüber hinaus gehörte er ab 2024 als Vertreter der im Brasilianischen Heer dienenden katholischen Militärgeistlichen dem Priesterrat des Militärordinariats an.[5]

Am 20. Mai 2026 ernannte ihn Papst Leo XIV. zum Titularbischof von Tadamata und zum Weihbischof im Brasilianischen Militärordinariat.[6] Der Militärerzbischof von Brasilien, Marcony Vinícius Ferreira, spendete ihm am 15. August desselben Jahres in der Kathedrale von Brasília die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren der Erzbischof von Porto Velho, Roque Paloschi, und der Weihbischof in Brasília, Ricardo Hoepers.

Fabrício do Prado Nunes spricht neben seiner Muttersprache Portugiesisch auch Englisch, Italienisch und Spanisch. Für seinen Einsatz bei der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Haiti erhielt er 2016 die UN-Medaille.[2] Im Brasilianischen Heer bekleidet er den militärischen Rang eines Majors.[7]

Schriften

  • Teoria Geral do Direito e Hermenêutica Jurídica na visão de H. L. A. Hart e Ronald Dworkin. In: Revista da Graduação. Band 4, Nr. 1, 2011.
  • A ideia de liberdade em Ronald Dworkin. In: Jean Carlos Dias (Hrsg.): O Pensamento Jurídico Contemporâneo. Método, São Paulo 2015, ISBN 978-85-309-6396-5.
  • A nova perspectiva da formação militar inicial dos capelães do Exército Brasileiro: uma proposta de alinhamento com a formação do Quadro Complementar de Oficiais. In: Revista Interdisciplinar de Ciências Aplicadas à Atividade Militar. 2018.

Einzelnachweise

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