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Fast Weltweit

deutsches Musiklabel und Mailorderservice From Wikipedia, the free encyclopedia

Fast Weltweit war ein 1985 gegründetes deutsches Independent-Label aus Bad Salzuflen und Herford in Ostwestfalen-Lippe. Zugleich bildete es einen überregionalen Freundeskreis und ein Netzwerk von Musikern und Bands im Umfeld des Tonstudios Klangforschung, die sich bewusst für deutschsprachige Texte abseits des Mainstreams entschieden. Fast Weltweit gilt als eines der wichtigen Vorläufermilieus der Hamburger Schule. Mehrere Beteiligte prägten später Bands wie Blumfeld, Die Sterne und Die Braut haut ins Auge.[1][2]

Schnelle Fakten
Fast Weltweit
Aktive Jahre 1985–1991
Gründer Michael Girke, Achim Knorr, Andreas Henning, Frank Spilker, Frank Werner
Sitz Bad Salzuflen, Deutschland
Website www.fastweltweit.de
Genre(s) Indie-Pop
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Geschichte

Der Grundstein für das Label wurde Ende 1984 bei einem Treffen in der Herforder Kneipe „Bei George“ gelegt. Michael Girke hatte die Beteiligten eingeladen, um der gemeinsamen Idee „einen Namen und eine Richtung zu geben“. Was genau an jenem Abend geschah und wer dabei war, ist unter den Beteiligten bis heute umstritten: Während Frank Werner sich sicher ist, dass Andreas Henning, Frank Spilker, Michael Girke und er selbst anwesend waren und Achim Knorr später dazu stieß, erinnert sich Andreas Henning an eine abweichende Besetzung. Girke selbst bezeichnete den Abend rückblickend als „Professionalisierungsversuch“ – als Versuch zu klären, ob eine Zusammenarbeit trotz aller Unterschiede möglich sei. Bernd Begemann war nach übereinstimmender Aussage aller Beteiligten nicht anwesend.[3][4]

Das Label wurde im Frühjahr 1985 von Michael Girke,[5] Achim Knorr, Andreas Henning,[6] dem Die-Sterne-Sänger Frank Spilker[7] sowie dem Tontechniker Frank Werner[8] in Herford offiziell gegründet.[9] Die Gründung wurde am 31. Mai 1985 mit einer Konzertparty im Fla-Fla in Herford gefeiert, bei der die Time Twisters, Jetzt! und The Discount auftraten.[10] Bernd Begemann, der bereits 1984 nach Hamburg gezogen war, gehörte nicht zu den offiziellen Gründern und verabschiedete sich laut Jochen Distelmeyer „eigentlich auch gleich wieder aus diesem Zusammenhang“, da er in Hamburg mit seiner Band Die Antwort bei einer Plattenfirma einen Vertrag wollte.[11] Dennoch gilt er als früher Impulsgeber und als wichtigster Verbindungsmann in die spätere Hamburger Szene.[9]

Der Name Fast Weltweit stammte von Michael Girke, der den Anstoß gab, sich als eine Art musikalischer Interessenverband zusammenzuschließen, um sich in der Provinz gegenseitig zu unterstützen.[12]

Bernadette La Hengst aus Bad Salzuflen stieß 1986 als fester Bestandteil zu Fast Weltweit.[13][14][15] Jochen Distelmeyer aus Bielefeld-Brake folgte 1987. Er war zunächst kein organisch gewachsener Teil des Kreises, sondern wurde nach eigener Aussage durch einen Artikel in der Spex auf das Label aufmerksam und nahm dann selbst Kontakt auf: „Ich habe die kontaktiert, weil das schon ziemlich nach dem klang, was mich so interessiert hat zu der Zeit und wo sich in Bielefeld relativ wenig finden ließ.“[11] Den Einstieg in den Kreis vermittelte Andreas Henning von den Time Twisters. Das erste gemeinsame Konzert fand im Bielefelder Jugendzentrum Jöllenbeck statt, wo Distelmeyers damalige Band White Palms zusammen mit den Time Twisters auftrat.[16]

Der Aktionskreis der einzelnen Bands war über den gesamten norddeutschen Raum verteilt, so wohnten die Mitglieder in Berlin, Hamburg, Köln und Bielefeld. Die Heimatorte der Bandleader lagen in Ostwestfalen und Lippe. Sie hatten sich zum Teil über eine gemeinsame Schulzeit, über Kontakte in der lokalen Musikszene und über die Arbeit im Tonstudio kennengelernt.[17][18]

Im Frühjahr 1986 organisierte das Label die erste gemeinsame „Fast-Weltweit-BRD-Package-Tour“. Während das Konzert in der Kölner Salznuß dank eines Radiobeitrags ausverkauft war, offenbarte die Tour organisatorische Schwächen und persönliche Spannungen zwischen den Musikern. Nach einem enttäuschenden Abschlusskonzert in Berlin vor nur knapp 15 Zuschauern lösten sich zunächst fast alle Bands (bis auf die Time Twisters) vorübergehend auf.[12]

Trotz dieser Krise festigte sich ab 1987 ein enger Kern um die Songwriter der Gruppen. Einen entscheidenden Achtungserfolg feierte das Label im Oktober 1988 während der ersten Indie-Messe „Berlin Independence Days“ (BID). Die Musiker spielten an drei Abenden im kleinen Café Swing in unmittelbarer Nähe zum Hauptveranstaltungsort Metropol. Strategisch klug platziert, zog das Label dort die Aufmerksamkeit des Fachpublikums und der Musikpresse, darunter das Szeneblatt Spex[19], auf sich.[12]

Auf Fast Weltweit wurden insgesamt nur wenige Singles und Kassettensampler veröffentlicht. Die Produktion war stark vom frühen Independent- und Do-It-Yourself-Gedanken geprägt, bei dem die Beteiligten von der Covergestaltung bis zur Pressung alles in unzähligen Diskussionen selbst erarbeiteten. Unterstützung erhielt das Label dabei von befreundeten Kreativen: Die Grafikerin Susanne Beimfohr gestaltete das Cover der ersten Label-Kompilation (Fast Weltweit präsentiert, 1985) sowie der ersten Single der Sterne (Ein verregneter Sommer, 1987), der Fotograf Johannes Meyer lieferte Aufnahmen für die Veröffentlichungen, und Martin Paul produzierte mit In 28 Minuten um die Welt ein Promovideo für das Label.[20][21] Das Label-Logo sowie das Cover der ersten Jetzt!-Single wurden von Rena Tangens und padeluun gestaltet.[16]

Es wurden viele Demoaufnahmen produziert, darunter Aufnahmen von Jochen Distelmeyers Band Bienenjäger unter Mitarbeit von Thomas Wenzel und Mirko Breder, sowie die ersten zwei Singles der Sterne. Michael Girke, Michael van den Nieuwendijk und Oliver Mills veröffentlichten 1987 als Berliner Band Jetzt! das Demotape „Liebe in GROSSEN Städten“[22] auf Fast Weltweit. Aus diesen Aufnahmen wurde 1999 der Titel „Kommst Du Mit In Den Alltag“[23] von der Band Blumfeld gecovert.

Bernd Begemann veröffentlichte selbst nie auf Fast Weltweit; viele der auf den Samplern vertretenen Musiker folgten ihm zwischen 1984 und 1987 nach Hamburg.

Nach dem Höhepunkt von 1988 führten wachsende musikalische Differenzen und eine zunehmende Einzelkämpfermentalität zu einem schleichenden Auflösungsprozess des Kollektivs.[24][25] Die Aktivitäten der Musiker verlagerten sich auf eigene Wege: Michael Girke wechselte zum Journalismus beim Bielefelder Stadtblatt, während der Schlagzeuger Andreas Reth 1990 das Label Reth Tonträger gründete, um die Veröffentlichungen von Achim Knorr und Der Fremde (darunter die LP Daneben) im Eigenvertrieb weiterzuführen.[24] Frank Werner fand durch seine berufliche Tätigkeit im EDV-Support weniger Zeit für den Labelbetrieb, während sich die übrigen Musiker in den bundesweiten Metropolen neu orientierten; u. a. gründete Jochen Distelmeyer in Hamburg Blumfeld, und Bernadette La Hengst formierte Die Braut haut ins Auge.[16][24]

Soziokulturelles Milieu: Salzuflen und Herford

Obwohl Fast Weltweit in der öffentlichen Wahrnehmung meist als „Bad Salzufler Label“ rezipiert wird, bezog die Gruppierung ihre eigentliche Dynamik aus dem Spannungsfeld zwischen den benachbarten Städten Bad Salzuflen und Herford.

Das zentrale Tonstudio der Gruppe, die „Klangforschung“, hatte seinen Sitz in Bad Salzuflen. Wie Frank Spilker in seinem Buch Ich scheiß auf deutsche Texte beschreibt, befand sich das Studio in einer alten, verwahrlosten Steinbruchbesitzervilla an der Wüstener Straße. Dort bauten Frank Werner, Mirko Breder und Spilker in Eigenregie eine der Garagen zu einem Tonstudio mit Regie- und Aufnahmeraum um.[26] Zugleich bot das konservative, stark überalterte und teilweise von der Kriegsgeneration geprägte Kurstadt-Milieu Salzuflens ein hohes gesellschaftliches Reibungspotenzial für die jungen Musiker, das den Drang nach einer eigenen, radikaleren Pop-Kultur befeuerte.[26] Bernd Begemann deutete den Namen „Fast Weltweit“ in diesem Kontext als ironisches Spiel mit dem eigenen Status als „Provinz-Loser“; das Label entstand laut Frank Werner aus dem „Bedürfnis, zusammen ein eigenes Sprachrohr zu bilden“ und der Enge zu entfliehen.[27]

Im Gegensatz zur konservativen Kurstadt Salzuflen spielte Herford als sozialer Rückzugsort und Inspirationsquelle eine ebenso wichtige Rolle. Ein Großteil der beteiligten Musiker (etwa der frühen Bands wie The Toll) stammte aus Herford oder verlagerte seinen Lebensmittelpunkt dorthin. Das kulturelle Klima in Herford war durch die dort stationierte Britische Rheinarmee deutlich subkultureller geprägt; zu den frühen lokalen Vorreitern zählten die Aheads, eine der ersten Punkbands Ostwestfalens, aus deren Umfeld mit Ralf Wendler und Volker Seewald später Mitglieder zu den Time Twisters und Jetzt! stießen.[28] Ein weiteres frühes Beispiel für dieses britisch geprägte Subkulturmilieu war die 1979 in Herford gegründete Punkband Out of Order, die sich aus britischen Soldaten, deren Kindern und deutschen Punks zusammensetzte und bis 1982 aktiv war.[29][30] Als Bassist der Band fungierte unter anderem Frank Jacobs, der zuvor bei Vatikan (1979, mit Bernd Begemann und Martin Stammeier) mitgewirkt hatte und später zu den Time Twisters stieß – womit er eine direkte personelle Verbindung zwischen der frühen Herforder Punkszene und dem Fast-Weltweit-Kosmos darstellt.[31][32] Die Präsenz englischer Punkbands und der Zugang zu britischen Radiosendern wie BFBS und BBC Radio 1 (etwa mit den Sendungen von John Peel) bildeten ein entscheidendes musikalisches Rückgrat.[33][18][34][35] Als wichtiger Veranstaltungsort für Konzerte und Events der Szene diente in diesem regionalen Umfeld zudem das nahegelegene Jugendzentrum Forum Enger, was die Vernetzung der Musiker zusätzlich förderte.[18][36][35]

Musikalische Orientierung und deutschsprachige Texte

Musikalisch orientierten sich die Künstler an britischen Indie-Labels wie Rough Trade und Creation Records sowie am amerikanischen Motown-Pop – mit dem Ziel, diesen Stil fernab des Mainstreams auf Deutsch zu adaptieren.[26] Die Analogie zu Motown war dabei programmatisch: ein gemeinsames Studio, ständig wechselnde Besetzungen und gegenseitige Gastmusikertätigkeit. Dreh- und Angelpunkt dafür war das von dem Bielefelder Studenten Frank Werner aufgebaute Tonstudio „Klangforschung“, das wie ein Magnet auf alternative Musiker der Umgebung wirkte.[37] Distelmeyer beschreibt das Prinzip so: „Frank hat öfter Bass gespielt bei Sachen von Bernadette oder später auch bei Der Fremde, ich habe bei Michael Girke was mitgespielt, Thomas Wenzel hat auch bei Michael mitgemacht – und so hat sich das ständig ausgetauscht.“[11]

Eine zentrale und einigende Haltung aller Fast-Weltweit-Bands war dabei die strikte Entscheidung für deutschsprachige Texte – zu einer Zeit Mitte der 1980er Jahre, als dies in der Independent-Szene nach dem Abklingen der Neuen Deutschen Welle (NDW) als absolut verpönt galt.[38] Die Künstler grenzten sich dabei bewusst von der NDW ab. Diese hatte zwar Anfang der 1980er Jahre ihren kommerziellen Höhepunkt erlebt, war aber nach Ansicht des Kollektivs von der Musikindustrie vereinnahmt worden und aufgrund „textlicher Belanglosigkeit zur Karikatur“ verkommen. Es galt in der Branche als „völlig uncool“, auf Deutsch zu singen, weshalb Plattenfirmen abwinkten und Promo-Versuche des Labels ins Leere liefen. Das Festhalten an anspruchsvollen Texten wurde im Umfeld des Labels stattdessen als Gegenbewegung verstanden; die Fast-Weltweit-Band Time Twisters bezeichnete ihr kritisches deutsches Songwriting gar als „revolutionären Akt“.[37]

Die bewusste Entscheidung für deutsche Texte wurde von den Beteiligten als verbindliche Haltung eingefordert. In einer der frühesten Reportagen über das Label im Bielefelder Stadtblatt (März 1989) betonte Michael Girke, es sei eine feste Regel für alle Bands, auf Deutsch zu singen: Englisch zu singen sei „eine relativ feige Haltung“ und spreche „nicht gerade von Mut.“ Man sehe es vielmehr „als große Herausforderung, dass man deutsche Texte singt und gleichzeitig eine Musik dabei findet, die gehört werden kann, bei der nicht jeder zusammenzuckt und denkt, es ist peinlich.“[39] Girke begründete dies schon 1988 damit, dass es ihm gar nicht in den Sinn gekommen sei, den „Umweg zu gehen, Dinge auszudrücken in einer mir fremden Sprache“. Vielmehr sei es „eminent politisch“, sich musikalisch mit dem eigenen Lebensort und sich selbst zu beschäftigen.[40] Diese Auseinandersetzung mit der ostwestfälischen Provinz und ihrer „Kleinstadtmentalität“ fand im Kollektiv unterschiedlichen Ausdruck: Während Girke genaue lokale Zuordnungen eher mied, verortete Bernd Begemann seine Texte in Titeln wie Bad Salzuflen weltweit, Ich stamme aus den Hügeln oder In einer deutschen Straße ganz konkret.[37]

Gödden resümiert, dass für das Kollektiv insgesamt absolute Authentizität und die Überwindung des künstlichen Posings der damaligen Musikszene zentral waren: „wirkliche statt künstliche Gefühle“ und die strikte Ablehnung genormten Stylings.[41] Wie radikal die Akteure ihren Ansatz des deutschsprachigen Pop damals selbst empfanden, verdeutlichte Jochen Distelmeyer 1989 im Stadtblatt-Interview: „Ich glaube auch nicht, dass es in Deutschland etwas Radikaleres gibt als das, was wir tun. Das ist ja auch unsere Misere.“ Zugleich verschwammen in der Gruppe die Grenzen zwischen Liebesliedern und politischen Texten; so erklärte Distelmeyer an gleicher Stelle: „Letztendlich ist jedes Lied ein Liebeslied – oder jedes Lied ist ein politisches Lied. Ich würde das für meine Person nicht überbewerten.“[39] Damit setzten die Fast-Weltweit-Künstler mit ihrem literarisch geprägten „Diskurs-Pop“ bereits früh Maßstäbe, die später prägend für die musikalische Ausrichtung der Hamburger Schule werden sollten.[37]

Umfeld und Beziehungen

Das Label war für die Entwicklung der deutschen Pop-Musik der Hamburger Schule von einiger Bedeutung.[42] So konnte über Bernd Begemann und dessen Hamburger Band Die Antwort ein reger Kontakt zwischen der Hamburger und Ostwestfälischen Pop-Szene begründet werden, der auch zu gemeinsamen Konzerten führte. Einige der Fast-Weltweit-Künstler formierten sich in Hamburg zu neuen Bands. Jochen Distelmeyer gründete Blumfeld, Thomas Wenzel schloss sich den Goldenen Zitronen an und gründete später gemeinsam mit Frank Spilker Die Sterne neu. Bernadette Hengst spielte später bei Huah! und Die Braut haut ins Auge. Die Brüder Andreas Reth und Matthias Rothaug, die bei den Time Twisters und Der Fremde spielten, gründeten in Hamburg die Band Kajak.[43]

Innerhalb des Labels bestand eine deutliche politische Binnendifferenzierung. Laut Distelmeyer hatten für Michael Girke und ihn selbst die Labelaktivitäten „schon immer, wenn auch nebulös, eine politische Konnotation“ – sichtbar etwa an Girkes Aufschrift auf der Rückseite des ersten Samplers, die Plattenstände abzuschaffen, da „die Platten gehört werden und nicht gekauft“ werden sollten. Für Achim Knorr, Bernadette La Hengst und die Time Twisters habe diese politische Dimension hingegen „kaum“ eine Rolle gespielt.[11]

Jochen Distelmeyer beschrieb seine frühe Arbeit im Fast-Weltweit-Umfeld rückblickend als die eines „Girke-Begemann-Imitators auf dem Weg zu sich selbst“.[11] In seinen Reflexionen zwischen 1995 und 2016 charakterisierte er seine Position innerhalb des Labels konstant als die eines Außenseiters – bedingt durch seine Bielefelder Herkunft und den im Vergleich zum Kernkreis späten Beitritt. Dennoch betrachtete er das Label bei aller Unterschiedlichkeit der Beteiligten als „ein gemeinsames Projekt“. Die historische Bedeutung des Netzwerks als Keimzelle des späteren Diskurs-Pops verdeutlichte Distelmeyer 2016 in einem Interview: Es sei bei Fast Weltweit um „eine gemeinsame Verständigung [gegangen], nicht nur über ästhetische und musikalische Fragen, sondern auch darüber, in welchem gesellschaftlichen Kontext das alles stattfindet, was man macht.“ Diese Form des intellektuellen Austauschs habe er nach seinem Umzug nach Hamburg zunächst stark vermisst und versucht, sie dort durch persönliche Begegnungen und Freundschaften erst wieder neu zu etablieren.[11][44]

Das Verhältnis zur Heimatregion war zwiespältig. Während Musiker wie Begemann, Girke und Distelmeyer die ostwestfälische Region als „musikalische Einöde“ empfanden und in die Metropolen nach Berlin und Hamburg flüchteten, blieb Andreas Henning (Die Time Twisters) aus Überzeugung in der Provinz. Er kritisierte die Szenen in Hamburg und Berlin als „rückständig“ und „nicht selbstkritisch genug“, da sie sich lediglich für hip hielten.[45] Gödden kommt zu dem Schluss, dass das Label im kleinen Maßstab bereits vorwegnahm, wie der spätere Musikmarkt funktionierte, und dass die Künstler hier ihre „Lehrjahre“ absolvierten, bevor sie bei großen Plattenfirmen unterkamen – ohne sich jedoch auf „stromlinienförmigen deutschen Einheits-Pop“ trimmen zu lassen.[46]

Nach 1985 richtete sich das Netzwerk überregional aus, was schließlich zur Abwanderung der Protagonisten aus der Provinz führte. Während Begemann, Spilker und Distelmeyer nach Hamburg zogen und dort die Hamburger Schule maßgeblich mitbegründeten, gingen Michael Girke und Bernadette La Hengst nach Berlin, wobei Girke später als Einziger nach Ostwestfalen-Lippe zurückkehrte.[47] Obwohl die ehemaligen Label-Mitglieder die Idee des textlich anspruchsvollen, deutschen Songs in der Folgezeit stilistisch sehr unterschiedlich interpretierten – von Begemanns direkten Alltagsbeobachtungen bis hin zu Distelmeyers kryptischem „Diskurs-Pop“ mit Blumfeld –, hatte ihr bei Fast Weltweit begonnener textlicher Ansatz dauerhaft neue literarische Maßstäbe für die deutschsprachige Popmusik gesetzt.[48] Wie stark der Einfluss des ostwestfälischen Zuzugs auf die hanseatische Musikszene rückblickend bewertet wird, zeigt ein pointierter Satz des L’age-d’or-Mitgründers Carol von Rautenkranz, der später in Bezug auf die Bedeutung des Labels anmerkte: „Die Hamburger Schule ist ja eigentlich eine Bad Salzufler Schule.“[49]

Eine wichtige Rolle bei der überregionalen Wahrnehmung des Labels spielte das Kölner Fanzine Straight, das von Kersty Grether und Sandra Grether herausgegeben wurde. Laut Frank Werner waren die Grether-Schwestern „die ersten Journalisten überhaupt, die uns als Label ernst genommen haben“. In einem erhaltenen Brief an das Label lobten sie dessen „eigene Philosophie“ und kündigten eine Besprechung der Kassette in der nächsten Ausgabe von Straight an.[50] Sandra Grether beschrieb rückblickend, was das Label von der Konkurrenz abhob: Es handelte sich um Singer-Songwriter auf Deutsch – zu einem Zeitpunkt, als deutschsprachiger Gitarrenpop nach der Neuen Deutschen Welle kaum verbreitet war und insofern „tatsächlich etwas Neues“ darstellte.[51] Die Verbindung der Grether-Schwestern zu den Künstlern und der Geschichte des Labels blieb über Jahrzehnte bestehen. So widmeten sie Fast Weltweit im Frühjahr 2025 eine Ausgabe ihres Berliner Literatur- und Musiksalons Krawalle und Liebe, bei der sie gemeinsam mit Christof Dörr und dem Label-Mitbegründer Achim Knorr die historische Bedeutung des ostwestfälischen Kollektivs diskutierten.[52]

Internationale Rezeption

Eine späte, aber bemerkenswerte internationale Rezeption erfuhr Fast Weltweit durch die globale Indie-Pop-Szene, insbesondere in den USA. Das New Yorker Indie-Pop-Label Cloudberry Records und sein Musikblog widmete dem ostwestfälischen Label und seinen Bands in den 2010er Jahren mehrere retrospektive Beiträge, um diese einem englischsprachigen Publikum zugänglich zu machen.

Bereits im Jahr 2011 wurde der Fast-Weltweit-Kassettensampler dort in einem Interview mit der Hamburger Band The Legendary Bang als historisch wichtige Initialzündung für die Entstehung der florierenden deutschen Gitarrenpop-Szene der späten 1980er und frühen 1990er Jahre gewürdigt.[53]

Nach einem detaillierten Blogbeitrag über Jochen Distelmeyers frühe Band Die Bienenjäger im Mai 2018[54] meldete sich Label-Mitbegründer Frank Werner direkt bei dem Blog. Dies führte zu einem ausführlichen englischsprachigen Interview, in dem die Labelgeschichte und die Strukturen der „Klangforschung“ umfassend für das Ausland dokumentiert wurden. Der Cloudberry-Betreiber Roque Ruiz verortete den Sound der Bands – allen voran der Time Twisters – stilistisch stark im britisch und amerikanisch geprägten „Jangle-Pop“. Er betonte das internationale Potenzial des Labels und merkte an, dass die Bands weltweit wohl deutlich bekannter hätten werden können, wenn sie sich nicht so strikt für deutschsprachige Texte entschieden hätten.[55]

Übersicht der Musikerwanderungen von frühen Projekten wie The Toll oder Veto hin zur Hamburger Szene der 1990er Jahre.

Bands und Projekte

Die folgende Tabelle gibt einen chronologischen Überblick über die verschiedenen Formationen und ihre wechselnden Besetzungen im Umfeld von Fast Weltweit und der Klangforschung.[56]

Weitere Informationen Zeitraum, Band / Projekt ...
ZeitraumBand / ProjektMitglieder / BesetzungAnmerkungen
um 1980VatikanBernd Begemann, Frank Jacobs, Martin Stammeier u. a.[57]
um 1982The TollAndreas Henning, Michael Girke, Jürgen Jahn, Cord Budde, Rolf Birkfeld, Heike Hickmann[58]Später: Andreas Henning, Christian Methe, Jürgen Jahn, Heike Hickmann
um 1982Dicke Bärta (Bertha)Achim Knorr, Markus Fennert[59], Johannes Meyer, Michael Girke u. a.
um 1983VetoFrank Spilker, Mirko Breder, Carsten Kaulbars, Christian Böhm
um 1983Milk-popsAndreas Henning, Heike Hickmann[60]
um 1984/85Die Time TwistersAndreas Henning, Jürgen Jahn, Ralf Wendler, Volker Seewald[61]
um 1984/85DiscountFrank Spilker, Mirko Breder, Christian Böhm[62]
um 1984/85Der FremdeAchim Knorr[63]Zunächst als Soloprojekt
um 1984/85Jetzt!Michael Girke, Frank Spilker, Volker Seewald, Fried Gerber u. a.[64]
um 1985/86Die Time TwistersAndreas Henning, Jürgen Jahn, Frank Jacobs[65]
um 1985/86Arthur DentFrank Spilker, Mirko Breder, Frank Perrey, Ralf Wendler u. a.
um 1985/86Jetzt!Michael Girke, Klaus Mertens, Volker von Kolczynski, Frank Bongers u. a.[66]
um 1985/86MerzbauFrank Spilker, Frank Perrey u. a.
um 1985/86Der FremdeAchim Knorr u. a.[67]
um 1986/87Bernadette La HengstSolo
um 1986/87Die Time TwistersAndreas Henning, Jürgen Jahn, Frank Jacobs; später auch mit Matthias Rothaug[68]
um 1986/87Die Bienenjäger (auch: Arm, Laut)Jochen Distelmeyer, Thomas Wenzel, Mirko Breder u. a.[11][69]Die Band firmierte zeitweise unter wechselnden Namen
um 1986/87Jetzt!Michael Girke, Michael v.d. Nieuwendijk, Oliver Mills[70]Ab Ende 1987 führte Girke das Projekt solo weiter
um 1986/87Die SterneFrank Spilker, Mirko Breder u. a.
um 1986/87Der FremdeAchim Knorr, Andreas Reth, Andrea Kilian[71]Ab 1990 mit ThomThom Geigenschrey
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Diskografie (Auswahl)

Die Songs aus dieser Phase der Musiker sind zum größten Teil nur auf den genannten Kassetten-Samplern veröffentlicht. 1988, in einer Nacht wie dieser von Frank Spilker ist auf dem L’age-d’or-Sampler Musik für Junge Leute zu finden. Einige andere Lieder wurden auf der inzwischen vergriffenen Heft-CD des Fanzines Komm Küssen veröffentlicht.[72]

Es ist eine Auswahl; eine ausführliche Diskografie inklusive von Gastbeiträgen auf Samplern findet sich in dem Fast-Weltweit-Buch von Christof Dörr.[73] Die nachfolgenden Einzelnachweise zu Discogs dienen der visuellen Veranschaulichung der Original-Tonträger.

Kassetten

Weitere Informationen Jahr, Künstler ...
JahrKünstlerTitelLabel / Anmerkungen
1982The TollDaheim & UnterwegsKlangforschung[74]
1983The TollAußer Rand und Band!Klangforschung[75]
1983VetoVetoKlangforschung
1983Milk-PopsDie besten „Milk-pops“ der WeltKlangforschung[76]
1984The DiscountLinoleum im HirnKlangforschung[77]
1985Die Time TwistersTime TwistersKlangforschung[78]
1986Die Time TwistersDie Time TwistersFast Weltweit[79]
1987Jetzt!Liebe in GROSSEN StädtenFast Weltweit[80]
1987Jetzt!'87Fast Weltweit[81]
1988V.A.Fast Weltweit präsentiert (Der „Rote“ Cassetten-Sampler Nr. 1)Fast Weltweit; mit Jetzt!, Die Sterne, Der Fremde, Die Bienenjäger, Die Time Twisters, Bernadette Hengst[82]
1988V.A.Fast Weltweit präsentiert (Der „Blaue“ Cassetten-Sampler Nr. 2)Fast Weltweit; Besetzung wie Sampler Nr. 1[83]
1989V.A.Fast Weltweit Nr. 3 (Der Grüne Sampler)Promotion-Kassette, Fast Weltweit[84]
1989Die Time Twisters, verdammt!Die Time Twisters, verdammt!Klangforschung[85]
1990Die Time Twisters, verdammt!GeradeausArmin Müller[86]
1991Die Time Twisters, verdammt!Die Rückkehr des dynamischen DuosArmin Müller[87][73]
1991Der FremdeDer FremdeReth Tonträger[88]
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Demoaufnahmen Klangforschung

Weitere Informationen Zeitraum, Künstler / Projekt ...
ZeitraumKünstler / ProjektBeteiligte / Anmerkungen
1984–1989Michael Girke
1987–1989Bernadette Hengst
1987–1989Jochen Distelmeyer, Die Bienenjäger
1980–1995Bernd BegemannDie Antwort, Der elektrische Liedermacher (div. Zeiträume)
1985–1990Die Sterne, Frank Spilker & Mirko Brederinkl. Arthur Dent und Merzbau (85/86)
um 1986–1990Michael HoffmannMartin Stammeier u. a.[12]
um 1986–1997Le FrogCarsten Kaulbars, Andreas Reth, Carsten Böhm u. a.[12]
1990Dajana Loves PaisleyMirko Breder u. a.[89]
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Singles

Weitere Informationen Jahr, Künstler ...
JahrKünstlerTitelLabel / VertriebAnmerkungen
1984Jetzt!Meine Stille Generation / Acht Stunden sind kein TagHit & Run / Pastell; Zweitvertrieb: Fast WeltweitProduzent: Thomas Schwebel[90]
1987Die SterneEin verregneter Sommer (Tief über Irland) / Ich will dichFast Weltweit[91]
1988Die Sterne1988 / Was verlangst DuFast Weltweit[92]
1988Der FremdeBlut / Bleib bei mirFast Weltweit[93]
1990Die Time TwistersUnglaubliches Mädchen / Ich komm' zurück / Guten Morgen SommerFast Weltweit[94]
1993Die Time Twisters, verdammt! / Die Fünf FreundeHit-Doppeldecker: Vorsicht Vorstadtsurfer! / Viel leichtSwinging Bielefeld 008, KlangforschungSplit-Single[95][73]
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LPs und Alben

Weitere Informationen Jahr, Interpret ...
JahrInterpretTitelLabel / Anmerkungen
1985V.A.Fast Weltweit präsentiert: Jetzt!... Der Fremde... Die Time TwistersKlangforschung / Fast Weltweit[96]
1990Der FremdeDanebenreth tonträger[97]
1994Die Time Twisters, verdammt!Girls, Gurus, GitarrenKlangforschung / Viel leicht; LP[98]
1997V.A.Komm Küssen Kompilation #4Komm Küssen Fanzine, Münster; Sampler u. a. mit diversen Fast Weltweit-Acts[99]
2017Jetzt!Liebe In GROSSEN Städten (1984–1988)Tapete Records, TR374; Werkschau Michael Girke[100]
2018Die Time TwistersGuten Morgen Sommer! 24 Pop Songs aus dem Fast-Weltweit-ArchivTapete Records, TR398[101]
2021Achim KnorrEndlichBandcamp, fw-002[102][103]
2024Der FremdeGroße Momente (The Fast-Weltweit-Years 1988–92)Bandcamp; digitale Compilation (Download/Streaming)[104]
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Hörspiel

  • Bad Salzuflen Weltweit. Ein Feature über die Geburt des Diskurspops aus dem Geiste der Kurtaxe.

Von Christian Möller und Heiko Behr. Ein 2012 vom WDR in Regie von Susanne Krings produziertes Hörspiel zu Fast Weltweit und der Geschichte des Labels. Länge: 53 Minuten, Redaktion Natalie Szallies[105][106]

Ausstellung

„Stadt.Land.Pop. Popmusik zwischen westfälischer Provinz und Hamburger Schule“ war ein Projekt der LWL-Literaturkommission für Westfalen[107] in Kooperation mit den Universitäten Münster und Paderborn sowie dem Museum für Westfälische Literatur. Gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, der LWL-Kulturstiftung und der Nyland-Stiftung. Sie fand zwischen dem 27. November 2008 bis 3. Mai 2009 im Museum für Westfälische Literatur Haus Nottbeck in Oelde Stromberg statt.

Ausstellungsprojekt und Popkonzert-Reihe im Museum vermittelten Lyrik und Musik aus der Region: Erdmöbel, Bernd Begemann & Die Befreiung, Bernadette La Hengst und die Frank Spilker Gruppe live auf dem Kulturgut Haus Nottbeck. Ausstellungsprojekte waren ebenfalls die Bands Die Sterne und Blumfeld und dem Label Fast Weltweit wurde ein Teilbereich gewidmet.

Präsentiert wurden die vertretenen Bands und Solokünstler insbesondere in Hinsicht auf ihr Verhältnis zur Literatur.

Film

  • Stadt.Land.Pop. Das Videoalbum - Interview-DVD, hergestellt an der Universität Paderborn in Zusammenhang mit dem Seminar „Popliteratur - eine dokumentarische Spurensuche in OWL / Pop.Musik.Literatur“. Leitung: Thomas Strauch, Carsten Engelke, Walter Gödden, 2008[108]
  • „fast welt weit“ Dokumentarfilm - Hersteller: pong Film GmbH, Berlin - Regie und Drehbuch: Caroline Kirberg. Seit 2015 befindet sich ein Dokumentarfilm über den Fast Weltweit - Freundeskreis in Produktion und Schnitt. Der Film wird u. a. mit Mitteln der Bundesministerin für Kultur und Medien gefördert und hat seine deutsche Premiere beim Unerhört! Musikfilmfestival in Hamburg.[109][110][111][112]

Literatur

Spätere literarische Aufarbeitung

2023 veröffentlichte Frank Spilker im Ventil Verlag den Band „Ich scheiß auf deutsche Texte“, der neben ausgewählten Songtexten auch autobiografische Anmerkungen und Anekdoten aus der frühen Gründungsphase des Fast-Weltweit-Labels in Ostwestfalen enthält.[26]

2025 veröffentlichte Bernadette La Hengst im Ventil Verlag den Band „Warum ich so laut singen kann“, der neben ausgewählten Songtexten auch autobiografische Anmerkungen zu ihrer Zeit im Fast-Weltweit-Umfeld in Bad Salzuflen enthält.[113]

2025 erschien mit „Fast Weltweit. Wie die Hamburger Schule in Ostwestfalen erfunden wurde“ von Christof Dörr ein Oral-History-Band, der auf Interviews mit Gründern und Musikern wie Bernadette La Hengst, Kersty Grether, Sandra Grether, Frank Spilker, Bernd Begemann, Frank Werner, Michael Girke, Achim Knorr, Mijk van Dijk, Andreas Henning, TT Geigenschrey und Thomas Wenzel basiert. Das Buch beleuchtet die Ursprünge des Labels in Bad Salzuflen und Herford und dessen Einfluss auf die Entwicklung der deutschsprachigen Indie-Musik. Die Veröffentlichung wurde u. a. in Fachmagazinen wie Visions[114] und laut.de[115] besprochen; die Wochenzeitung Jungle World druckte im Juni 2025 zudem einen Vorab-Auszug (Imprint) des Buches ab.[116]

Bibliografie

  • Christoph Koch: Die fast weltweit-Bande / Blumfeld – Interview mit Jochen Distelmeyer. In: Headspin #13. Dezember 1995, archiviert vom Original am 13. Oktober 2007; abgerufen am 17. März 2026.
  • Frank Werner: Zur regionalen Szene der Alternativ-Labels. In: Dieter Baacke (Hrsg.): Handbuch Jugend und Musik. Leske + Budrich, Opladen 1997, ISBN 3-8100-1543-1, doi:10.1007/978-3-322-97331-3 (springer.com).
  • Bernd Begemann, Michael Girke, Bernadette Hengst, Till Huber, Eckhard Schumacher, Frank Spilker: Stadt.Land.Pop: Popmusik zwischen westfälischer Provinz und Hamburger Schule. Hrsg.: Moritz Baßler, Walter Gödden, Jochen Grywatsch, Christina Riesenweber. Aisthesis, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-89528-708-4.
  • Walter Gödden: Querbeet 3. 72 neue literarische Erkundungen in Westfalen. Aisthesis, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-89528-881-4.
  • Alexander Grimm: Die Hamburger Schule – Vom Entstehen und Vergehen eines Hamburger Musikclusters. In: Alenka Barber-Kersovan, Volker Kirchberg, Robin Kuchar (Hrsg.): Music City. Musikalische Annäherungen an die »kreative Stadt«. transcript, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-8376-1965-2, S. 241–266.
  • Walter Gödden: Querbeet 9. Aisthesis, Bielefeld 2020, ISBN 978-3-8498-1545-5.
  • Frank Spilker: Ich scheiß auf deutsche Texte. Ausgewählte Songtexte. Ventil Verlag, Mainz 2023, ISBN 978-3-95575-212-5, S. 232 (ventil-verlag.de [PDF]).
  • Jonas Engelmann: Der Text ist meine Party. Eine Geschichte der Hamburger Schule. Ventil, Mainz 2024, ISBN 978-3-95575-211-8.
  • Christof Dörr: Fast Weltweit. Wie die Hamburger Schule in Ostwestfalen erfunden wurde. Verlag Andreas Reiffer, Meine 2025, ISBN 978-3-910335-85-1, S. 320 (verlag-reiffer.de).
  • Bernadette La Hengst: Warum ich so laut singen kann. Ausgewählte Songtexte. Ventil Verlag, Mainz 2025, ISBN 978-3-95575-241-5.

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