Felix PC
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Der Felix PC war ein IBM-PC-kompatibler Mikrocomputer, der zwischen 1983 und 1984 an der Polytechnischen Universität Bukarest (Lehrstuhl Rechentechnik) als Labormodell entwickelt und anschließend von ICE Felix für die Serienfertigung übernommen wurde.[1] Die Produktion lief von 1985 bis 1990.[1] Ein vergleichbares System war der Junior von FEPER.
Der Felix PC war Teil einer breiteren Entwicklung in den RGW-Staaten, eigene IBM-PC-kompatible Rechner herzustellen. Ende der 1980er-Jahre produzierte nahezu jedes Land des Ostblocks seinen eigenen IBM-PC-Klon, ohne dass nennenswerte Zusammenarbeit stattfand.[2]
Hardware
Der Felix PC war modular aufgebaut und konnte wahlweise als 8- oder 16-Bit-System konfiguriert werden, je nach eingesetztem Mikroprozessor (Intel 8088 oder Intel 8086).[1] Dank seiner modularen Struktur ließ er sich sowohl als Universalrechner als auch in spezialisierten Anwendungen mit entsprechenden Hardwareerweiterungen einsetzen.
Das Basismodul umfasste:
- Prozessor Intel 8086/8088 mit optionalem mathematischem Koprozessor 8087;
- 256 kB RAM;
- 8–64 kB EPROM;
- Disketten-Controller für 5¼- oder 8-Zoll-Diskettenlaufwerke;
- Schnittstellen für Tastatur, seriellen Drucker, asynchrone/synchrone Kommunikation, Kassettenrekorder und Tongenerator;
- Echtzeituhr, programmierbare Zähler, Interruptsystem, DMA-Kanal;
- Steckplätze für Erweiterungsmodule und Peripherieanschlüsse.
Der Systemtakt betrug 5 MHz (Maschinenzyklus 800 ns, E/A-Zyklus 1 μs). Durch den optionalen Koprozessor 8087 ließen sich Gleitkommaoperationen um etwa zwei Größenordnungen beschleunigen.[1]
Im Laufe der Produktion wurde der Felix PC mit CGA-, Hercules- und EGA-Grafikkarten ausgeliefert. Ab 1988 waren auch Konfigurationen mit 20-MB-Festplatten (Winchester) erhältlich.[1]
Preis: 150.000 Lei (1988).
Software
Die Software basierte auf den Betriebssystemen IBM PC-DOS und MS-DOS (Versionen 3.0–3.3) und umfasste:[1]
- Systemprogramme für Benutzerschnittstelle, Dateiverwaltung und Diagnoseprogramme;
- Ausführungs- und Debugging-Werkzeuge;
- Assembler und BASIC-Übersetzer;
- BASIC-Interpreter mit Grafikfunktionen;
- Entwicklungsumgebungen für Pascal, C, Prolog, Edison und Modula-2;
- Anwendungsprogramme für CAD, Textverarbeitung, Datenbanken, Datenerfassung, Grafik und kaufmännische Anwendungen.
Die Kompatibilität mit verbreiteten Systemen (IBM PC XT, IBM PS/2 Modell 30, Sanyo 550, Olivetti M24 u. a.) stellte eine große Vielfalt an verfügbarer Software sicher.