Fiorenzo Abbondio
Schweizer Bildhauer
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Leben und Wirken
Fiorenzo war der Sohn von Carlo Abbondio; sein Bruder war der Dichter Valerio Abbondio[1].
Er absolvierte zunächst von 1905 bis 1909 eine Steinhauerlehre in der Werkstatt Fossati in Muralto. Im Anschluss studierte er bis 1918 an der Mailänder Kunstakademie Brera bei Giuseppe Palanti und Giulio Branca. Danach bereiste er Rom, Florenz, Venedig und Neapel. Er wirkte bis 1943 in Mailand, bis 1947 in Balerna und ab 1948 in Muralto.[2]
Abbondio schuf Skulpturen wie Denkmäler, Grabmäler und Büsten. Er hatte eine Vorliebe für religiöse und patriotische Werke[3] Auf dem Friedhof von Ascona befinden sich viele seiner Arbeiten.
In Muralto steht an der Seepromenade Lungolago ein Denkmal zu Ehren von Giuseppe Cattori, das Abbondio 1939 geschaffen hat. Auf einem Granitsockel steht ein bronzenes Relief. Dieses zeigt überlebensgross Giuseppe Cattori, wie er eine Rede hält. Im Sockel sind unterschiedliche Personen zu sehen, die ihm zuhören oder sich über seine Rede unterhalten.[4][5]
Weitere Werke befinden sich im Kanton Tessin, in der übrigen Schweiz und in Italien in öffentlichen Gebäuden, Friedhöfen und Parkanlagen. In Minusio befindet sich das Fiorenzo-Abbondio-Museum.[6]
Abbondio war seit 1948 mit der Schriftstellerin Christine Abbondio-Künzle (1893–1961) verheiratet.[7]
Werke (Auswahl)
- 1922: Italienisches Gefallenendenkmal, Friedhof Mendrisio
- 1923: Italienisches Soldatendenkmal, Friedhof Chiasso
- 1924: Medaillon des Gedenksteins für Giuseppe Veri, Coldrerio
- 1925: Bronzeplastiken des Pedrazzinibrunnens, Locarno
- 1925: Büste von Achille Borella, Palazzo Municipale, Mendrisio
- 1932: Grabmal für die Familie Sigg-Montorfani, Friedhof Lugano
- 1939: Giuseppe-Cattori-Denkmal, Muralto
- 1939: Grabmal für die Familie Tibiletti, Friedhof Lugano
- 1946: Denkmal für Pfarrer Künzle, Wangs[8]
- 1955: Denkmal für Caspar Decurtins, Trun GR[9]
Galerie
- Italienisches Gefallenendenkmal (1922), Friedhof Mendrisio
- Sirene im Kampf mit einem Meeresungeheuer (1925), Pedrazzinibrunnen, Locarno
- Grabmal für die Familie Sigg-Montorfani (1932), Friedhof Lugano
- Grabmal für die Familie Tibiletti (1939), Friedhof Lugano
- Pfarrer-Künzle-Denkmal (1946), Wangs
- Decurtins-Denkmal (1955), Trun
- Grabmal für die Familie Hoegger, Friedhof Flawil
- Grabskulptur auf dem Friedhof Sant’Abbondio in Gentilino
Literatur
- Abbondio, Fiorenzo. In: Sikart
- Abbondio, Fiorenzo. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 1, Seemann, Leipzig 1983, ISBN 3-598-22741-8, S. 63.
- Giovanni Laini: Fiorenzo Abbondio. Scultore. Vita e opere. Aehren Verlag, Affoltern am Albis, 1957.
- Abbondio, Fiorenzo. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 5: V–Z. Nachträge: A–G. E. A. Seemann, Leipzig 1961, S. 224 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
Weblinks
- Abbondio, Fiorenzo. In: Sikart
- Museo-Fiorenzo-Abbondio auf museums.ch/org/de/
