Fischbach (Nittenau)
Ortsteil und eine Gemarkung der Stadt Nittenau im Landkreis Schwandorf (Bayern)
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Fischbach ist ein Gemeindeteil der Stadt Nittenau und eine Gemarkung im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf (Bayern).

Geographie
Geschichte
1031 (nach einer Kopie aus der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts) wurde Fiscpac in Urkunden des Klosters St. Emmeram erwähnt.[2]
Fischbach gehörte lehensrechtlich zu Burg Stockenfels. 1351 kam dieser Besitz an das Patrizier-Geschlecht Auer, das ursprünglich aus Regensburg stammte, aber 1334 seine Heimatstadt verlassen musste. 1372 wurde Stockenfels nach einigen Kriegswirren von den Wittelsbachern übernommen. 1430 übernahm der Ritter Georg Heuras von Satzdorf die Burg.[3]
1510 verkauften die Heuras die Herrschaft Stockenfels, zu der Fischbach gehörte, an Albrecht von Wirsberg, der Landrichter und Pfleger zu Neunburg vorm Wald war. Es folgte eine Zeit, während der die Besitzer laufend wechselten. Da Stockenfels im Dreißigjährigen Krieg stark zerstört wurde, verlagerte sich der Sitz der Herrschaft nach Fischbach. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erwarb Freiherr Karl von Eckart die Ruine, in deren Besitz seine Nachkommen, die Grafen von der Mühle-Eckart noch heute sind.
1818 entstand mit dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Fischbach. Graf von Eckart beantragte am 10. Dezember 1819 ein Patrimonialgericht I. Klasse zu Leonberg, was ihm auch genehmigt wurde. Dieses bezog sich auf Fischbach, Stockenfels, Hof am Regen, Zangenfels und Stefling. Das Patrimonialgericht Fischbach hatte bis zur allgemeinen Auflösung der adeligen Gerichtsbarkeit 1848 Bestand.
Die etwa 2071 Hektar[4] umfassende Gemeinde Fischbach mit ihren Gemeindeteilen[5]
- Fischbach
- Bachbügl
- Brunn
- Eichlgütl
- Haiderhöf
- Königsreuth
- Lohbügl
- Nerping
- Neubäu
- Reuting
wurde am 1. Mai 1978 nach Nittenau eingemeindet.[6] Die inzwischen wüsten Einöden Ellenmühl und Brunnmühl wurden 1950 letztmals als bewohnt festgestellt.[7]
Fischbach ist Sitz einer katholischen Pfarrei. Georg Sigismund von Thürheim ließ 1726/27 eine neue Kreuzkirche mit einer Gruft errichten. Sie wurde 1919 nach einem Entwurf von Heinrich Hauberrisser umgebaut.
Baudenkmäler
Die Liste der Baudenkmäler in Nittenau weist für Fischbach folgende Baudenkmäler auf:[8]
- Kapelle St. Johannes von Nepomuk von 1754
- Ehemaliger Pfarrhof
- Ehemaliges Schulhaus
- Ehemaliges Schloss, jetzt gräfliches Forstamt
- Ehemaliges Schlossgut
- Katholische Pfarr- und ehemalige Schlosskirche St. Jacobus
- Burgruine Stockenfels