Flaurling

Gemeinde im Bezirk Innsbruck-Land, Tirol From Wikipedia, the free encyclopedia

Flaurling ist eine Gemeinde mit 1325 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Telfs.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Flaurling
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Flaurling
Flaurling (Österreich)
Flaurling (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Tirol Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 19,64 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 11° 7′ O
Höhe: 675 m ü. A.
Einwohner: 1.325 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 67 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6403
Vorwahl: 05262
Gemeindekennziffer: 7 03 08
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Salzstraße 12
6403 Flaurling
Website: www.flaurling.gv.at
Politik
Bürgermeisterin: Brigitte Praxmarer (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(13 Mitglieder)

8 Gemeinsam für Flaurling (SPÖ),
5 Ja zu Flaurling

Lage von Flaurling im Bezirk Innsbruck-Land
Lage der Gemeinde Flaurling im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)KematenLansMilsNavisPatschPfaffenhofenRumSeefeldValsVölsTirol
Lage der Gemeinde Flaurling im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick von Unterpettnau auf Flaurling
Blick von Unterpettnau auf Flaurling
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Risschloss in Flaurling

Geografie

Flaurling befindet sich im Inntal, zwischen Innsbruck und Telfs, südlich des Inns, an der Einmündung des Kanzingbachs. Die Gemeinde hat eine Fläche von zwanzig Quadratkilometern und liegt in einer Höhenlage zwischen 650 Meter im Inntal und über 2800 Meter im Süden. Etwa zehn Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, ein Viertel ist bewaldet. Vierzig Prozent sind Almen und mehr als zwanzig Prozent sind unfruchtbares alpines Gebiet.[1]

Gliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Flaurling-Dorf, Flaurling-Bahnhof mit einem Gewerbegebiet und Flaurling-Berg an den westlichen Ausläufern einer Mittelgebirgsterrasse.

Nachbargemeinden

Oberhofen im Inntal Telfs Pettnau
Rietz (IM) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Polling

Hatting

Stams (IM) St. Sigmund im Sellrain Inzing

Geschichte

Bereits um 580 siedelten Bajuwaren in diesem Gebiet. Die Siedlung wurde urkundlich erstmals im Jahr 763 als „Flurininga“ – Teil der Gründungsausstattung der in Scharnitz vom Bistum Freising errichteten Klosterkirche St. Peter – genannt.[2] Der Name setzt sich aus dem romanischen Personennamen Florinus mit -ing-Suffix zusammen.[3]

Zur Zeit der Salztransporte gewann Flaurling an Bedeutung, da sich hier ein Fährenhafen zur Überquerung des Inn befand. Der Landesherr Siegmund baute ein Jagdschloss und schenkte es 1479 dem Hofkaplan Sigmund Ris. Dieser erweiterte das Jagdschloss um eine heute noch bestehende Bibliothek und eine Kapelle. In dieser Zeit war Flaurling Pfarrstandort, der die Orte zwischen Zirl und Telfs betreute.

Als der Salzhandel im 16. Jahrhundert weiter zunahm, wurde in Flaurling ein Salzstadel errichtet, der bis ins 19. Jahrhundert von einem Salstadelmeister betreut wurde.

Flaurling ist seit 1816 eine eigenständige Gemeinde.[4]

Bevölkerungsentwicklung

EinwohnerJahr4006008001000120014001860189019201950198020102040EinwohnerEinwohnerentwicklung von Flaurling

Am 1. Jänner 2016 waren es 1289 Einwohner.

Kreuzweg-Station

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den 35 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2011 wurden 14 im Haupt-, 16 im Nebenerwerb, eine von einer Personengemeinschaft und vier von juristischen Personen geführt. Diese vier bewirtschafteten beinahe die Hälfte der Flächen. Der größte Arbeitgeber im Produktionssektor war die Bauwirtschaft. Im Dienstleistungssektor arbeiteten sechzig Prozent der Erwerbstätigen in sozialen und öffentlichen Diensten.[5][6][7]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 35 45 19 12
Produktion 12 15 47 94
Dienstleistung 39 24 119 77
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten rund 600 Erwerbstätige in Flaurling. Weniger als fünfzehn Prozent arbeiteten in der Gemeinde, mehr als 500 pendelten aus. Hundert Personen aus der Umgebung pendelten zur Arbeit nach Flaurling.[8]

Fremdenverkehr

Die Flaurlinger Alm ist Ausgangspunkt für Wanderungen im Gebirge. Jährlich zählt die Gemeinde rund 3000 Übernachtungen.[9]


 Arbeitsmarkt 
lokal beschäftigtAuspen...Auspendler a...Auspendler...Einpendlerlokal beschäftigtAuspendler andere GemeindeAuspendler anderer BezirkAuspendler anderes BundeslandEinpendler

Verkehr

Flaurling liegt an der Völser Straße L 11 und verfügt über eine Haltestelle an der Arlbergbahn, die von der S-Bahn Tirol bedient wird.

Politik

Gemeinderat

Bei den Gemeinderatswahlen am 27. Februar 2022 wurden 13 Mandate vergeben:[10]

Weitere Informationen Partei, Prozent ...
Partei 2022[10]2016[11] 2010[12]
Prozent Stimmen Mandate Prozent Stimmen Mandate % Stimmen
Gemeinsam für Flaurling, SPÖ&Parteiunabhängige – SPÖ 61,68 % 449 8 52,93 % 397 7 28 195
Ja zu Flaurling – Ja 38,32 % 279 5 47,07 % 353 6 41 284
Junges Team Flaurling 30 207
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Bürgermeisterin

Brigitte Praxmarer mit der Liste Gemeinsam für Flaurling, SPÖ&Parteiunabhängige – SPÖ wurde zur Bürgermeisterin gewählt.[13]

Wappen

Wappen des Sigismund Ris am Risschlössl

Blasonierung: In Silber ein schwarzbehaarter Riese einen halbgespaltenen roten Baumstamm auseinanderreißend.[14]

Das Gemeindewappen wurde 1982 verliehen. Es basiert auf dem redenden Wappen des Sigmund Ris, der von 1479 bis 1526 in Flaurling als Pfarrer tätig war und unter anderem das Risschlössl ausbauen ließ.[15]

Persönlichkeiten

Commons: Flaurling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Flaurling. In: geschichte-tirol.com, Datenbank des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“.

Einzelnachweise

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