Flusulfamid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Flusulfamid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonanilide.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Flusulfamid
Allgemeines
Name Flusulfamid
Andere Namen
  • 2′,4-Dichlor-α,α,α-trifluor-4′-nitro-m-toluolsulfonanilid (IUPAC)
  • 4-Chlor-N-(2-chlor-4-nitrophenyl)-3-(trifluormethyl)benzolsulfonamid
Summenformel C13H7Cl2F3N2O4S
Kurzbeschreibung

gelblicher Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 106917-52-6
EG-Nummer (Listennummer) 600-788-1
ECHA-InfoCard 100.124.035
PubChem 86268
ChemSpider 77811
Wikidata Q1434379
Eigenschaften
Molare Masse 415,17 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

1,739 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

170–172,5 °C[2]

Siedepunkt

250 °C (Zersetzung)[1]

Dampfdruck

358 mPa (20 °C)[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301410
P: 264273301+310391405501[3]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
Schließen

Gewinnung und Darstellung

Flusulfamid kann durch Reaktion von 2-Trifluormethylchlorbenzol mit Chlorsulfonsäure und 2-Chlor-4-nitroanilin gewonnen werden.[5]

Eigenschaften

Flusulfamid ist ein gelblicher Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist. Er ist stabil in neutraler und saurer Lösung und moderat stabil in alkalischer Umgebung.[2]

Verwendung

Flusulfamid wird als Fungizid verwendet und wirkt nur gegen wenige Pilze. Es wurde 1972 von Mitsui Toatsu entdeckt und 1992 erstmals in Japan zugelassen.[2] Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Sporenkeimung.[1]

Zulassung

Flusulfamid ist nicht in der Liste der in der Europäischen Union zulässigen Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe enthalten. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[6]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI