Frank Collymore
Sprachwissenschaftler, Dichter, Lehrer, Maler, Journalist
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Frank Appleton Collymore MBE (geb. 7. Januar 1893, Saint Michael, Barbados; gest. 17. Juli 1980, ebenda) war ein barbadischer Herausgeber, Schriftsteller, Dichter, Theaterschauspieler und Maler. Er wurde als der „Barbadian Man of the Arts“ bezeichnet. Er lehrte auch 50 Jahre lang an der Combermere School, wo er zukünftige Autoren entdeckte und förderte, unter anderem George Lamming[1] und Austin Clarke.[2] Collymore war der Gründer und langjähriger Herausgeber des karibischen Literaturmagazins BIM, einer Pionier-Arbeit.

Leben
Frank Collymore wurde am 7. Januar 1893 geboren. Seine Mutter war Rebecca Wilhelmina Clarke[3] und Joseph Appleton Collymore[4] Er wurde in Woodville Cottage, Chelsea Road, Saint Michael, Barbados, geboren (wo er sein ganzes Leben verbrachte). Er besuchte die Combermere School (von 1903 bis 1910) und war dort bis zu seiner Pensionierung 1958 als Lehrer tätig, zuletzt als stellvertretender Schulleiter. Auch danach kehrte er bis 1963 immer wieder als Lehrer an die Schule zurück.
Auf der Bühne wurde er Mitglied der „Bridgetown Players“, die 1942 gegründet wurden. Als Künstler fertigte er zahlreiche Zeichnungen und Gemälde an, um seine eigenen Werke zu illustrieren. Er nannte sie „Collybeasts“ oder „Collycreatures“.
BIM-Magazin
1942 gründete Collymore die berühmte karibische Literaturzeitschrift BIM (die ursprünglich viermal jährlich erschien) und war bis 1975 deren Herausgeber. John T. Gilmore schrieb über Collymore: „Als Literaturliebhaber war er auch ein engagierter und selbstloser Förderer der Arbeit anderer. Er lieh angehenden Schriftstellern von ihrer Schulzeit an Bücher, veröffentlichte ihre frühen Werke in BIM , der Literaturzeitschrift, die er von den 1940er- bis in die 1970er-Jahre über fünfzig Ausgaben lang herausgab, und half ihnen, andere Märkte zu erschließen, insbesondere durch die Beziehung, die er zu Henry Swanzy, dem Produzenten der einflussreichen BBC-Radiosendung Caribbean Voices, knüpfte.“[5]
Vermächtnis
Drei Literaturpreise wurden nach ihm benannt. Das Frank Collymore Literary Endowment wurde von der Zentralbank von Barbados eingerichtet, um sein Andenken zu ehren sowie literarische Talente in Barbados anzuerkennen, zu fördern und auszuzeichnen, während die Frank Collymore Hall als Veranstaltungsort für namhafte Redner und kulturelle Events errichtet wurde.[6]
Werke
- BIM 1942–1975.
- Thirty Poems 1944.
- Beneath the Casuarinas 1945.
- Flotsam „Treibgut“, 1948.
- Collected Poems 1959.
- Rhymed Ruminations on the Fauna of Barbados 1968.
- Notes for a Glossary of Words and Phrases of Barbadian Dialect 1970.
- Selected Poems 1971.
- The Man Who Loved Attending Funerals and Other Stories 1993. (posthum)
- Day’s End
Ehrungen
- Order of the British Empire – 1958.
- University of the West Indies M.A. – 1968.
- Savacou: A Journal of the Caribbean Artists Movement (January/June), ed. Edward Kamau Brathwaite, dedicated „A Tribute to Frank Collymore“. 1973.
- Queen Elizabeth II Silver Jubilee Medal – 1977.
Siehe auch
- George Lamming, Schriftsteller
- Amaryllis Collymore, Urenkelin
Literatur
- Edward Baugh: Frank Collymore: A Biography. Ian Randle Publishers 2009. ISBN 978-9766-373-917
- Philip Nanton: Frank A. Collymore: A Man of the Threshold. Kunapipi. Vol. 26, Issue 1, ro.uow.edu.au 2004.