Frantz Vilhelm Sehested

dänisch-norwegischer Generalmajor (1722-1787) From Wikipedia, the free encyclopedia

Frantz Vilhelm Sehested (* 11. Dezember 1722; † 20. März 1787 in Christiania Ladegård, Norwegen) war ein dänisch-norwegischer Offizier und Gutsbesitzer.

Frantz Wilhelm Sehested, Portraitgemälde vermutlich von Anders Bergius (1718–1793), Stadtarchiv, Trondheim.

Leben

Er war ein Sohn von Generalleutnant Ove Ramel Sehested (1687–1774) aus dessen erster Ehe mit Anna Christine Stockfleth (1690–1730). Seine sechs Geschwister starben sämtlich in der Kindheit.[1]

1746 trat er in das 1. Dragonerregiment Sønderfjæld ein, dem er während seiner gesamten Dienstzeit angehörte. 1749 wurde er zum Oberleutnant befördert und erhielt im selben Jahr noch die Charakterisierung eines Hauptmanns. 1750 wurde er Hauptmann und Kompaniechef, 1757 Oberstleutnant (ohne zuvor Major gewesen zu sein) und 1761 Oberst und Kommandeur des Regiments nach dem Rücktritt seines Vaters. Sehested, der 1752 zum Generaladjutanten ernannt worden war, trat 1773 von seinem Dienstposten zurück, nachdem er kurz zuvor zum Generalmajor befördert worden war.

Sehested lebte als Regimentskommandeur im Hauptquartier von Brotnov und zog später auf sein Gut Stormoen bei Drammen. Dieses verkaufte er jedoch 1774, nachdem er im selben Jahr bei einer Auktion im Konkursverfahren des Bezirksrichters Caspar Herman Storm das Gut Christiania Ladegård mit dazugehörigem umfangreichen Landbesitz in und um Christiania erworben hatte. Sehested lebte dort bis zu seinem Tod am 20. März 1787, und nach ihm seine Witwe, bis diese das Gut 1806 verkaufte und es anschließend aufteilte.

Sehested war zweimal verheiratet: in erster Ehe (1755) mit Anne Barbara, geborene Løvenskiold (1735–25. Februar 1774), Tochter des Kanzlers Herman Leopoldus, geadelter Løvenskiold, und Margrethe, geborene Deichman; in zweiter Ehe mit Stincken, geborene Meincke, Tochter des Kämmerers Hilmar Meincke und dessen ersten Frau Cathrine, geborene Møllmann. Beide sind in der Ramel-Sehestedschen Kapelle in der Kirche des Klosters Sorø beigesetzt.[1]

Der ersten Ehe entstammte der spätere dänische Staatsminister Ove Ramel Sehested (1757–1838). 1778 stifteten Sehested und seine zweite Frau in Christiania ein Armenhaus, das vier Bedürftigen Platz bot.

Literatur

Einzelnachweise

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