Franziska Koch (Radsportlerin)

deutsche Radrennfahrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Franziska Koch (* 13. Juli 2000 in Mettmann) ist eine deutsche Radrennfahrerin. Sie ist die erste Deutsche, die das prestigeträchtige Radrennen Paris–Roubaix gewonnen hat.

Geburtsdatum13. Juli 2000
NationDeutschland Deutschland
DisziplinStraße / Bahn / MTB
AktuellesTeamFDJ United-Suez
Schnelle Fakten Zur Person, Geburtsdatum ...
Franziska Koch
Franziska Koch (2023)
Franziska Koch (2023)
Zur Person
Geburtsdatum 13. Juli 2000
Nation Deutschland Deutschland
Disziplin Straße / Bahn / MTB
Zum Team
Aktuelles Team FDJ United-Suez
Verein(e) / Renngemeinschaft(en)
2010–2013
2014–2018
RV Edelweiss Mettmann 1906
RSV Unna 1968
Internationale Team(s)
2019–2025
2026–
Sunweb / DSM / Picnic
FDJ United-Suez
Wichtigste Erfolge

UCI Women’s WorldTour

Straßen-Weltmeisterschaften
2023 Bronzemedaille – Mixed-Staffel
2024 Silbermedaille – Mixed-Staffel
Letzte Aktualisierung: 12. April 2026
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Sportliche Laufbahn

Franziska Koch stammt aus einer Radsportfamilie. Schon ihr Großvater und dessen zwei Brüder waren in den 1960er Jahren als Radsportler aktiv. Ihr Bruder ist der ehemalige Radrennfahrer Michel Koch.[1] Ihre Mutter ist Petra Stegherr, die in den 1980er Jahren deutsche Nationalfahrerin war.[2]

Koch ist eine Allrounderin. 2016 wurde sie deutsche Vize-Meisterin der Juniorinnen im Omnium auf der Bahn. Bei den Bahnmeisterschaften 2017 stand sie drei Mal in verschiedenen Disziplinen auf dem Podium, im Omnium der Juniorinnen errang sie den Titel. Im selben Jahr wurde sie Junioren-Meisterin im Cross Country (XC) auf dem Mountainbike sowie Dritte der nationalen Straßenmeisterschaft der Juniorinnen. Bei den Straßenradsport-Weltmeisterschaften 2017 im norwegischen Bergen belegte sie im Rennen der Juniorinnen Platz 25.

2019 wurde Koch Siebte beim Omloop van Borsele, sie entschied die Nachwuchskategorie des Festival Elsy Jacobs für sich und wurde Zweite des Volta Limburg Classic. Bei den deutschen Meisterschaften belegte sie Platz vier im Straßenrennen der Frauen.

Zum 1. August 2019 erhielt Franziska Koch einen Vertrag beim Team Sunweb, ab 2021 Team DSM. Beim erstmals ausgetragenen Rennen Paris–Roubaix kam sie 2021 auf den siebten Platz. Als Helferin startete sie 2022 bei der Tour de Frances Femmes, konnte sie aber nicht beenden, da sie auf der 7. Etappe nicht innerhalb des Zeitlimits ins Ziel kam.[3] 2022 und 2023 startete sie beim Giro d’Italia und unterstützte ihre Teamkollegin Juliette Labous, die 2023 den zweiten Platz im Gesamtklassement erreichte.[4] 2023 errang sie bei den Straßen-Weltmeisterschaften und den Europameisterschaften mit der deutschen Mannschaft jeweils Bronze in der Mixed-Staffel.

Im Juni 2024 wurde Koch erstmals deutsche Meisterin im Straßenrennen im Zweiersprint gegen Titelverteidigerin Liane Lippert. Sie verteidigte ihren Titel 2025 als Solistin mit 14 Sekunden Vorsprung vor Antonia Niedermaier.

Am 12. April 2026 gewann sie das Rennen Paris–Roubaix. Sie war damit die erste Deutsche, die bei dem seit 2021 für Frauen ausgetragenen Eintagesrennen siegte. Dabei schlug sie ihre starken Konkurrentinnen, die ehemaligen Weltmeisterinnen Marianne Vos und Pauline Ferrand-Prévot, auch zu diesem Zeitpunkt amtierende Siegerin der Tour de France, in der letzten Runde auf der Radrennbahn von Roubaix im Sprint.[5]

Ehrungen

Erfolge

2017
2018
  • Deutsche Junioren-Meisterin – Cross Country (XC)
2019
2020
2023
2024
2025
2026
Commons: Franziska Koch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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