Freispruch für Old Shatterhand

Film von Hans Heinrich (1965) From Wikipedia, the free encyclopedia

Freispruch für Old Shatterhand ist ein Fernsehfilm des ZDF von 1965 mit dem Untertitel Ein Dokumentarspiel über den Prozeß Karl Mays gegen Rudolf Lebius.

TitelFreispruch für Old Shatterhand
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1965
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Freispruch für Old Shatterhand
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1965
Länge 61 Minuten
Stab
Regie Hans Heinrich
Drehbuch Hellmut Kotschenreuther
Musik H. F. Heddenhausen
Martin Böttcher
Riz Ortolani
Kamera Günter Knuth
Schnitt Carl Otto Bartning
Besetzung
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Dieser „Semi-Dokumentation“ genannte Film beschäftigt sich mit der Verhandlung vor dem Schöffengericht Berlin-Charlottenburg am 12. April 1910, als Karl May seinen Widersacher Rudolf Lebius wegen Beleidigung verklagte. Lebius hatte ihn einen „geborenen Verbrecher“ genannt.

Filmhandlung

Lebius bringt während der Verhandlung Beweise für Mays Vorstrafen aufgrund von Diebstahl, Raub und Betrug. Mays Ruf als Idol der Jugend scheint damit für immer zerstört zu sein. In Rückblenden erinnert sich May an seine Zeit im Arbeits- und Zuchthaus und an die verschiedenen Straftaten mit seinem Kumpan Priegel.

Mays Anwalt und auch May selbst versuchen, die „andere Seite“ zu zeigen: die Ursachen und psychologischen Gründe zu verdeutlichen, die ihn zum Verbrecher werden ließen. Der Anwalt führt das Gericht zurück in das Lehrerseminar, aus dem May wegen Diebstahl von Stearinresten ausgeschlossen wurde. Seine Taten waren Racheakte, die er längst verbüßt hat. Seine Bücher beweisen, dass May geläutert ist, was auch die Anwälte der Gegenseite zugeben müssen.

Quellen des Drehbuchautors

Hellmut Kotschenreuther benutzte als Quelle den Band „Ich“, Ludwig Gurlitts Gerechtigkeit für Karl May!, Arno Schmidts Sitara und der Weg dorthin, Paul Schweders Die großen Kriminalprozesse des Jahrhunderts und den Spiegel (Titelgeschichte Karl der Deutsche[1]) sowie Rudolf Lebius' Die Zeugen Karl May und Klara May.

Das scheinbar versöhnliche Ende des Films ignorierte, dass May in Wirklichkeit erst in der Berufungsinstanz freigesprochen wurde. Eine Intervention des Karl-May-Verlages bewirkte, dass das ZDF in einem Nachspann diese Sachlage erwähnen musste.

Weitere Mitwirkende

Produzent Artur Brauner ließ in Form von Karl Mays Traumsequenzen Ausschnitte aus seinen Filmen Old Shatterhand und Der Schut (beide 1964) einschneiden, die er damit wirkungsvoll bewarb.

Medien

2018 veröffentlichte Pidax eine DVD. Als Extra waren ein Wendecover (ohne FSK-Hinweis) und zwei Trailer zu den Filmen Pulverfass und Diamanten (mit Liselotte Pulver) und Winnetous Weiber enthalten.

Literatur

  • Michael Petzel: Karl-May-Filmbuch. Stories und Bilder aus der deutschen Traumfabrik, Bamberg/Radebeul: Karl-May-Verlag 1998, 2. Auflage 1999, ISBN 3-7802-0153-4, S. 406–409
  • Henning Franke: Kolportage. Der wiederentdeckte Fernsehfilm „Freispruch für Old Shatterhand“. In: Karl May & Co. Nr. 152, 2018.

Einzelnachweise

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