Friedrich G. Beckhaus

deutscher Schauspieler (1927–2026) From Wikipedia, the free encyclopedia

Friedrich Georg Beckhaus (* 11. Dezember 1927 in Berlin; † 5. Februar 2026[1]) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher sowie Hörspielsprecher.

Leben

Nach Schauspielunterricht bei Gustaf Gründgens in Düsseldorf erhielt Beckhaus Theaterengagements am Städtebundtheater Hof, an den Städtischen Bühnen Regensburg, an verschiedenen Bühnen in Hamburg und Berlin sowie bei Tourneen.[2]

Dem folgten zahlreiche Auftritte in Film und Fernsehen, wo der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag. Unter anderem spielte Beckhaus im Jahr 1965 Karl May in Freispruch für Old Shatterhand. Außerdem war er in Und Jimmy ging zum Regenbogen, Der Stoff aus dem die Träume sind, Jeder stirbt für sich allein und Notarztwagen 7 zu sehen.[3] Beckhaus spielte in sechs Stahlnetz-Folgen mit: Spur 211, In jeder Stadt, In der Nacht zum Dienstag, Das zwölfte Messer, Das Haus an der Stör und Der fünfte Mann.[4]

Besondere Popularität erlangte Beckhaus aber durch seine Rolle als Atan Shubashi in der Science-Fiction-Kultserie Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion (1966) an der Seite von Dietmar Schönherr, Eva Pflug, Claus Holm, Wolfgang Völz und Ursula Lillig. In Wolfgang Schleifs Fernsehfünfteiler Bürgerkrieg in Rußland spielte er 1967 den russischen Revolutionär Leo Trotzki. In Gnade für Timothy Evans verkörperte Beckhaus 1969 den Serienmörder John Christie.[5] Im Fernsehfilm Lenin In Zürich (1984) von Regisseur Rolf Busch übernahm Beckhaus die Titelrolle.

Darüber hinaus war Beckhaus seit den 1950er Jahren mit über 2600 Einsätzen in der Fernsehserien- und Filmsynchronisation tätig,[6] unter anderem als Stimme von Hector Elizondo (Pretty Woman), Peter Boyle (Alle lieben Raymond), Andrew Robinson (Star Trek: Deep Space Nine), Patrick Stewart (Der kleine Lord), Robert Duvall (Tage des Donners), Ken Jenkins (Scrubs – Die Anfänger) oder dem Candy-Shop-Besitzer aus der Serie Jimmy Neutron.[7] Außerdem synchronisierte er den Roboter Grag in der Zeichentrickserie Captain Future – immer im Streitgespräch mit dem Androiden Otto (gesprochen von Beckhaus’ Orion-Kollegen Wolfgang Völz). Als Synchronschauspieler hatte Beckhaus 1974 eine bedeutende Rolle in John Carpenters Dark Star – Finsterer Stern als Bombe Nummer 20. Zahlreiche Zuhörer dürften seine Stimme aus den Hörspielen Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg in der Rolle des Baron von Zwiebelschreck kennen.[8] In der RTL-II-Synchronisation der 1980er-Jahre Kultserie Miami Vice lieh er seine Stimme Lt. Castillo, dargestellt von Edward James Olmos.[9]

Im Mai 2019 wurde Beckhaus mit dem Deutschen Preis für Synchron für sein Lebenswerk ausgezeichnet.[10]

Anfang November 2023 begab sich Beckhaus im Alter von 95 Jahren als Synchronsprecher in den Ruhestand.[11]

Im Februar 2026 starb Friedrich G. Beckhaus im Alter von 98 Jahren.[1] Er war der letzte noch lebende Hauptdarsteller der Fernsehserie Raumpatrouille.

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele

Synchronrollen (Auswahl)

für Ed Lauter:

für Donald Pleasence:

für Josef Sommer:

für Carl Reiner:

für Cliff Robertson:

für Klaus Kinski:

  • 1968: Todeskommando Panthersprung als SS Col. Hans Mueller
  • 1981: Buddy Buddy als Dr. Hugo Zuckerbrot
  • 1982: Die Schwarze Mamba als Jacques Müller (Jacmel)
  • 1984: Diamant des Grauens als Donald McBride

für Harry Dean Stanton:

für Ian Holm:

für Hector Elizondo:

für Frank Orth:

für Robert Duvall:

Filme

Serien

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI