Frickenhausen (Mellrichstadt)
Ortsteil von Mellrichstadt
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Frickenhausen ist ein Gemeindeteil der Stadt Mellrichstadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld in Bayern.[3] Die Gemarkung Frickenhausen hat eine Fläche von 6,247 km². Sie ist in 1398 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4468,57 m² haben.[1] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Hainhof.[4]
Frickenhausen Stadt Mellrichstadt | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 24′ N, 10° 14′ O |
| Höhe: | 325 m ü. NHN |
| Fläche: | 6,25 km²[1] |
| Einwohner: | 403 (1. Dez. 2024)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 64 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Postleitzahl: | 97638 |
| Vorwahl: | 09773 |
Geografische Lage
Das Pfarrdorf liegt sieben Kilometer westlich von Mellrichstadt im Besengau. Einen Kilometer südlich des Orts befindet sich der Frickenhäuser See, ein mit Wasser gefüllter Erdtrichter. Durch Frickenhausen führt der Fränkische Marienweg.
Geschichte

Frickenhausen wurde um das Jahr 800 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte teilweise zum Klosteramt Wechterswinkel und zum Amt Mellrichstadt. Der Schultheiß wurde vom Kloster Wechterswinkel gestellt und die Geschichte des Ortes ist eng mit dem Kloster verbunden. Ein Zeichen dafür ist der sogenannte „Nonnenpfad“, der heute ein beliebter Wanderweg zwischen den beiden Orten ist. Auf dem Bergkegel Bilstein, der nördlich von Frickenhausen liegt, stand einst eine Burg mit zwei Wallgräben, deren Überreste noch heute zu finden sind. Die Burg gehörte den Grafen von Henneberg bzw. den Grafen von Bilstein. 1954 wurde auf dem Bilstein eine Marienkapelle errichtet.[5]
1803 wurde Frickenhausen zugunsten Bayerns säkularisiert. Im Frieden von Preßburg wurde der Ort 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem er 1814 endgültig an Bayern fiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Der Ort gehörte ab 1817 zum Untermainkreis, der 1838 in Unterfranken und Aschaffenburg (später nur noch Unterfranken) umbenannt wurde.
Am 1. Januar 1972 wurde Frickenhausen in die Stadt Mellrichstadt eingegliedert.[6]
Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirche
Der Ort besitzt eine katholische Pfarrkirche, an der noch Reste ehemaliger Gaden zu erkennen sind.
Baudenkmäler
Veranstaltungen
Literatur
- Frickenhausen, in: Michael Müller, Der Bezirk Mellrichstadt, Gau, Cent, Amt und Gemeinde beschrieben, Würzburg 1879, S. 193 ff.
- Frickenhausen, in: Die Kunstdenkmäler von Bayern, Bezirksamt Mellrichstadt, München 1921, Seite 46.
- Alfons Maria Borst und M. Pfister, Vom Frickenhäuser See, Mellrichstadt 1936.
- Stadtteil Frickenhausen, in: Mellrichstadt einst und jetzt. Ein Erinnerungsbuch anläßlich der 750-Jahrfeier der Stadterhebung 1232/1233. (Hrsg.: Stadt Mellrichstadt, Bearb.: Walter Graumann, Josef Kuhn), Richard Mack KG Verlag, Mellrichstadt 1983, S. 83 ff.
- Gerhard Fischer, Rebellion in der Rhön, in: Volkszeitung Schweinfurt, Bauen & Wohnen in Mainfranken 2008, S. 30–35.
- Klaus Kreß, Das Frickenhäuser Heimatlied, in: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Rhön-Grabfeld 43, Mellrichstadt 2021, S. 71–72.
- Alban Türk, Das Ende des Krieges 1945 in Frickenhausen/Rhön, in: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Rhön-Grabfeld 42, Mellrichstadt 2020, S. 401–405.
Weblinks
- Frickenhausen in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 30. August 2022.
- Frickenhausen im Rhönlexikon ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)
- Frickenhausen auf der Website der Stadt Mellrichstadt

