Friedrich Ludwig Andreas Koeler
Arzt, Privatdozent und Schriftsteller
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Friedrich Ludwig Andreas Koeler (* 23. März 1773 in Beedenbostel bei Celle; † 16. Juni 1836 in Celle) war ein königlich hannoverischer Arzt, Privatdozent und Schriftsteller sowie erster Ehrenbürger von Celle.
Herkunft
Er war der Sohn des Predigers zu Beedenbostel Johann Georg Erich Köler (* 1726; † 24. Juli 1796) und dessen Ehefrau Johanne Lucie Jacobi (* 12. Januar 1843; † 26. März 1800), einer Tochter des Generalsuperintendenten Johann Friedrich Jacobi (1712–1791) in Celle.[1] Der Superintendent Friedrich Conrad Theophilius Koeler (1768–1838)[2] war sein Bruder.
Leben
Er erhielt seine Schulbildung auf dem Gymnasium in Celle und studierte ab 1791 in Jena und Göttingen Medizin. 1794 promovierte er in Göttingen.
Er war dann 1795 Privatdozent und seit dem 7. April 1796 öffentlicher ordentlicher Lehrer am Collegio chirurgico in Göttingen[3] und kam 1795 als Arzt nach Celle. 1802 wurde er Hofmedikus und 1805 Stadtphysikus sowie 1820 Medizinalrat.[4] Im Jahr 1832 wurde er Ehrenbürger der Stadt Celle, wo er im Jahr 1836 starb.
In Celle erwarb er sich große Verdienste als Arzt und um die Armenpflege. Nach Oesterley erhielt er 1832 auch den Guelphen-Orden.[5]
Familie
Er heiratete Luise Ziegler (* 24. März 1784; † 6. August 1811) Nach Tod seiner ersten Frau heiratete er 1812 Charlotte Wilhelmine Julie Wichmann (* 31. Juli 1791; † 20. Januar 1840).[6] Die Witwe heiratete später den Pastor Zernial.
Werke
Ihm wird ein bescheidenes poetisches Talent, aber in allen ästhetischen Dingen große Autorität bescheinigt.
- Gedicht bei Gelegenheit heftiger Zahnschmerzen der Frau von in drei Aufzügen
- 1831, Bewährte Vorschrift wider die Furcht vor der Cholera
- 1831 Standrede zum Andenken an den General Major Bogislaw von Dzierzanowski Platzcommandant zu Celle am 4 Julius 1831 gesprochen
- 1832 Vergangenheit und Zukunft Empfindungen am Neujahrsmorgen
- 1834 Der Untergang des englischen Transportschiffes The Salisbury in der Nordsee am 11 Nov 1807 Ein Gemählde aus den Feldzügen der königl deutschen Legion (Das Gedicht besteht aus 43 Oktaven)
Aus dem Nachlass von Friedrich Ludwig Polstorff veröffentlichte er:
- 1824, Christliches Trost- und Stärkungsbüchlein; ein religiöser Nachlass
Literatur
- Karl Goedeke, Grundriss zur Geschichte der deutschen Dichtung aus den Quellen, Band 3, Ausgabe 2, 1881, S. 1107
- Ernst Peter Johann Spangenberg, Historisch- topographisch- statistische Beschreibung der Stadt Celle im Königreiche Hannover, 1826, S. 198
- Carl Jacobi, Die Voreltern Jacobi, ein Gedenkbuch für die Nachkommen, 1856, S. 118
- Heinrich Wilhelm Rotermund, Das gelehrte Hannover, Band 2, S. 588