Friedrich von Poten
königlich hannoverischer Generalmajor (1779-1845)
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Friedrich Bernhard Heinrich Poten, seit 1837 Freiherr von Poten (* 22. November 1779 auf Groß Munzel bei Wunstorf; † 26. Oktober 1845 in Osnabrück) war ein hannoverscher Generalmajor.
Leben
Herkunft
Friedrich entstammt der Soldatenfamilie Poten. Sein Vater war der Oberstleutnant im leichten Dragoner Regiment „Prinz von Wallis“ Johann Henrich Poten (1733–1806), seine Mutter Friederike Christine, geborene Sander. Er hatte noch acht Geschwister, darunter die beiden hannoverschen Generalleutnante August (1789–1869) und Conrad Poten (1792–1863).
Militärkarriere
Poten trat in die Kurhannoversche Armee wurde im Januar 1790 Kadett. Am 19. Januar 1795 wurde er Leutnant im Dragoner-Regiment No. 10. Mit der Besetzung des Kurfürstentums durch Frankreich und die Konvention von Artlenburg kam es zur Auflösung der Armee. Poten wechselte wie viele seiner Kameraden in britische Dienste und kam am 16. Januar 1804 in das 1. Husaren-Regiment der King’s German Legion. Am 4. August 1810 wurde er Kapitän im 3. Husaren-Regiment und diente als Adjutant des Herzogs von Cumberland.
Nach dem Krieg wurde er am 1. März 1816 mit einem Patent vom 16. August 1815 als Major in das 3. Husaren-Regiment der neugebildeten Hannoverschen Armee übernommen. Poten wurde am 4. Oktober 1825 als Oberstleutnant in das 1. Ulanen-Regiment versetzt.
Am 30. März 1827 erhob ihn Großherzog Ludwig I. in den erblichen badischen Freiherrnstand. Die hannoversche Anerkennung erfolgte am 27. September 1832.
Im Jahr 1831 wurde er Kommandeur des Garde-Husaren-Regiments. Am 1. Juli 1833 kam er in das 1. Dragoner-Regiment und wurde am 1. Januar 1838 als Kommandeur in die 4. Kavallerie-Brigade versetzt. Am 2. Januar 1839 wurde er zum Oberst und am 2. Juni 1845 zum Generalmajor befördert. Poten trat am 30. September 1845 in den Ruhestand und starb am 26. Oktober 1845 in Osnabrück.
Familie
Poten heiratete 1835 in Berlin Luise Sophie von Bardeleben (1797–1883), Tochter des preußischen Oberst Friedrich Wilhelm Carl Leopold von Bardeleben (1747–1812). Die Ehe war kinderlos.
Literatur
- Bernhard von Poten: Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen. In: Beiheft zum Militär-Wochenblatt. Mittler & Sohn, Berlin 1902, S. 309, Nr. 376. (Digitalisat)
- North Ludlow Beamish: Geschichte der Königlich Deutschen Legion. Zweiter Theil, Hahn, Hannover 1837, S. 51, Nr. 251. (Digitalisat)
- Bernhard Koerner: Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien. Band 15, S. 346 f. (Digitalisat)
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 617 f. (Digitalisat)
- Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1872. Zweiundzwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1871, S. 517 f. (Digitalisat)
- Maximilian Gritzner: Standes-Erhebungen und Gnaden-Acte Deutscher Landesfürsten während der letzten drei Jahrhunderte. Band 1, S. 12. (Digitalisat)
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Poten, Friedrich von |
| ALTERNATIVNAMEN | Poten, Friedrich Bernhard Heinrich von (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | hannoverscher Generalmajor |
| GEBURTSDATUM | 22. November 1779 |
| GEBURTSORT | Groß Munzel bei Wunstorf |
| STERBEDATUM | 26. Oktober 1845 |
| STERBEORT | Osnabrück |