Friedrichsdorf (Bremen)
früherer Ort auf dem Gebiet der Stadt Bremen
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Friedrichsdorf war bis 1908 eine Gemeinde im Kreis Blumenthal der preußischen Provinz Hannover. Das ehemalige Gemeindegebiet gehört heute zum Ortsteil St. Magnus im Stadtteil Burglesum des Stadtbezirks Bremen-Nord.
Friedrichsdorf Stadt Bremen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 53° 11′ N, 8° 40′ O |
| Fläche: | 12 ha[1] |
| Eingemeindung: | 1. April 1908 |
| Eingemeindet nach: | St. Magnus |
| Postleitzahl: | 28759 |
| Vorwahl: | 0421 |


Geographie
Die nur 12 Hektar große Gemeinde Friedrichsdorf lag an der heutigen Straße Unter den Linden im Ortsteil St. Magnus und ist heute nicht mehr als Dorf erkennbar. Von der ursprünglichen Bebauung sind nur die Wohnhäuser Unter den Linden 44, 62 und 64 erhalten.
Geschichte
Friedrichsdorf wurde um 1700 von Friedrich von der Borch gegründet und nach ihm benannt. Friedrich von der Borch war ein Adeliger, der 1682 das Schloss Schönebeck erworben hatte und dort ansässig wurde.[2] Vor den Napoleonischen Kriegen gehörte Friedrichsdorf zum Kurfürstentum Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie (Bürgermeisterei) Lesum im Departement der Wesermündung.[3] 1814 kam Friedrichsdorf zum Königreich Hannover und gehörte dort zunächst zum Gericht Lesum-Schönebeck, dann ab 1852 zum Amt Lesum und ab 1859 zum Amt Blumenthal. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerungszahl bedingt durch die zunehmende Industrialisierung im Raum Vegesack.[4] 1867 fiel die Gemeinde Friedrichsdorf mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte sie zum Kreis Blumenthal.
Am 1. April 1908 wurde Friedrichsdorf in die Gemeinde St. Magnus eingegliedert, die seit 1932 zum Landkreis Osterholz gehörte.[5] Am 1. Juni 1936 wurde St Magnus nach Lesum eingemeindet.[6] Lesum wiederum wechselte am 1. November 1939 von Preußen in das Land Bremen und wurde in die Stadt Bremen eingemeindet.[7]