Fuchsenbigl

Ortschaft im Bezirk Gänserndorf From Wikipedia, the free encyclopedia

Fuchsenbigl (früher auch Fuchsenbühel) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Haringsee im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich mit 342 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Fuchsenbigl (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Fuchsenbigl
Fuchsenbigl (Österreich)
Fuchsenbigl (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gänserndorf (GF), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Gänserndorf
Pol. Gemeinde Haringsee
Koordinaten 48° 11′ 59″ N, 16° 44′ 47″ Of1
Höhe 150 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 342 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 3,52 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03517
Katastralgemeindenummer 06205
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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342

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Geografie

Das Dorf liegt westlich von Haringsee und besteht weiters aus den Häusergruppen Versuchsstationen Fuchsenbigl und Zuckerforschungsinstitut. Durch den Ort führt die Landesstraße L3008, in die hier die L3009 einmündet. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 154 Adressen.[3]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 34 Häusern genannt, das nach Haringsee eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Eckartsau besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Fuchsenbigl zwei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, zwei Milchversorger, zwei Schuster, eine Stechviehhändler, ein Wasenmeister und mehrere Landwirte ansässig. Zudem gibt das die Land- und forstwirtschaftliche Betriebs-GmbH als Versuchsstation.[5]

1964 wurde bei Fuchsenbigl die Weltmeisterschaft im Pflügen ausgetragen, die erste in Österreich.

Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1971 die damaligen Ortsgemeinden Haringsee, Fuchsenbigl und Straudorf.[2]

Ethnographie

Der Ort ist Teil der kroatischen Sprachinsel im Marchfeld.[6]

Persönlichkeiten

  • Klaus Stubenvoll (* 1968), Basketballspieler, Trainer und Architekt, wohnt und arbeitet im Ort

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 180 (Ausgabe 1769; Fuchsenbühel in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Fatzihof bis Herrnlois. Mechitaristen, Wien 1834, S. 64 (FuxenbiglInternet Archive).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 96.
Commons: Fuchsenbigl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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